Dienstag, 31. Dezember 2013

JAHRESRÜCKBLICK 2013


©picture by: ChapTer Kronfeld

JAHRESRÜCKBLICK 2013

Wissen macht MACHT.
"Das kleine Einzelwissen des einfachen Bürgers auf der Straße bildet ein kleines Wissenspotential. Das vielfache Wissen vieler einfacher Bürger auf der Straße kann eine Vielfache Kraft der Straße darstellen. Das gesamte Wissen Aller Bürger kann zu einer Allmacht der Straße werden."
©citation by ChapTer Kronfeld









Mittwoch, 25. Dezember 2013

WAS WÄRE WENN



WAS WÄRE WENN


Ach, herzig Christkind, ärmlich Balg.
Lagst trostlos auf dem kalten Stroh.
Das weiß die Welt, ganz ohne Schalk.
Europas Politik wär froh,
Wenn du geboren, heut' zum Fest.
Wir gäben Bettstatt, Freiheit, dir.
Als Flüchtling der sein Land verlässt.
Der flieht im Schiff, als Passagier.

Müsst' kommen übers Mittelmeer.
Mit einem schrottig' Schleuserboot.
'ne Heimstatt fändest, nimmermehr.
Hier gäbs kein Sonderangebot.
Du wärst gewohnt, von dazumal
Viel Eiseskälte um dich rum.
D'rum wärs' für uns auch kein Skandal,
Wenn du ersöffst, im See, ganz stumm.



 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






Montag, 23. Dezember 2013

GEDANKENSPLITTER AM WEIHNACHTSABEND



GEDANKENSPLITTER AM WEIHNACHTSABEND

 

ABKEHR

Wer's Weihnachtsfest
Hasst wie die Pest.
Soll' lösen flott,
Jedweden Schrott.



ENTSCHWUNDEN

Wer's Weihnachtsfest
Links liegen lässt.
Dem Seelentrost,
Verloren. Prost.


IGNORANZ

Wer's Weihnachtsfest
Total ersetzt,
Mit Alkohol
Wirkt kein Stück cool.



BEGLÜCKUNG

Wer's Weihnachtsfest
In Ost und West,
Freudig begeht,
Lebt aufgedreht.


©picture&all poem by: ChapTer Kronfeld





 




Mittwoch, 18. Dezember 2013

OHNE WORTE FÜR DEN MÜLL



OHNE WORTE FÜR DEN MÜLL

 

Es wurd' geboren, aus dem Mut
Der zweifelhaft' Genossengunst.
Mit schwarzer Seele, rotem Blut,
Ein Parlament mit Schauspielkunst.

Schuster bleib' bei deinen Leisten.
Ein weiser Spruch, aus einstig Zeit.
Jetzt sind Sozis die Vergreisten.
Da hilft kein Jammern, wenn's euch tut leid.

Zügig Presse. Hehre Fotos.
Überall im Land vertrieben.
Wo der Inhalt bleibt, so trostlos
Wird's Gefüge Nichts besiegen.

Schade für die Druckerschwärze.
Vergeudet jetzt ist die für'n Arsch.
Seh' auch keinen Sinn für Scherze.
Lasst blasen uns, denen den Marsch.




 ©poem by: ChapTer Kronfeld






Dienstag, 17. Dezember 2013

GEDANKENSPLITTER ZUR WEIHNACHT




GEDANKENSPLITTER ZUR WEIHNACHT

 

 

GLAUBE
 
Wer Weihnacht' glaubt
Alles sei Mist,
Ist hirnverstaubt
Und Pessimist.

 


NAHRUNG

 
Wer Weihnacht' säuft
Hat einen Grund.
Trotz Lallen läuft
Danach nichts rund.




HOFFNUNG
 
Wer Weihnacht' weint
Und Tränen wischt,
Mag nichts Gereimt',
Auch kein Gedicht.



 

ZUKUNFT
 
Wer Weihnacht' lacht,
Sich auch nicht schont,
Bei Tag und Nacht
Sein Leben lohnt.



 ©picture&all poem by: ChapTer Kronfeld







Donnerstag, 12. Dezember 2013

STERBLICHER



STERBLICHER

 

Er wurde geboren in Freiheit. Gesund.
Mit Augen zu Sehen, zum Reden den Mund.
Die Kleidung zum Schutze, vor Kälte gedacht.
Mit Sinn für Gerechtes, am Tag und bei Nacht.
Dies alles erhielt er vom Leben gewährt.
Zum Nutzen in Freisein, das Tugend sich nährt.
So war es seit Göttergedenken.

Leichtgläubig erlag er dem teuflischen Plan.
Derer, ohne Kultur mit faulendem Zahn
Sich seh'n, als wahre Hüter der Weltherrschaft.
Doch eine Demokratie, sie nie geschafft.
Diese gallig' Herrscher, die Waffenträger,
Niemals deine Freunde, sondern nur Schläger.
Und sie prügeln die Freiheit, von Heute.

Als Menschen autark, sind wir nicht euer Vieh.
Woll'n Leben und Sterben in Eigenregie.
Unser Denken, auch Handeln, geht euch Nichts an.
Verschwindet vom Acker und weidet im Schlamm
Eurer menschenverachtenden Weltensicht.
Kommt aus dem Dunkeln und zeigt euer Gesicht.
Dass die Götter über euch richten.


          

   ©picture&ballade by: ChapTer Kronfeld











Montag, 9. Dezember 2013

IRREPARABEL

 

IRREPARABEL

 

Ein hohl geschabtes Elektron
Wurd' trotz der Massen, die mit Hohn
Und plakativen Fingern dann
Es stülpten um, wie einen Schwamm
Zu seinem eignen Spiegelbild.
Wir seh'n, die Außenseite quillt
Jetzt auch noch über manchen Rand.
Begreifens nicht, den'n fehlt Verstand.


So sind die Gelben nur Gefahr
Für Ihresgleichen, jedes Jahr.
Zweitausendsiebzehn woll'n sie zieh'n
Mit planlos' Ziel, auf nach Berlin.
Wer weiß, was dann uns alles blüht.
Jetzt nachzudenken, wär' verfrüht.
Die Hoffnung stirbt im letzten Akt.
Der Vorhang fällt. Nichts mehr intakt.


 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld







Sonntag, 8. Dezember 2013

GEDANKENSPLITTER IM ADVENT




GEDANKENSPLITTER IM ADVENT

 

VOLKSWIRTSCHAFT

Advent, der rennt.
So schnell dahin.
Der Mensch verkennt
Den tief'ren Sinn.



SPORT

Es rennen auf
Des Berges Höh'n,
Nur Deppen rauf,
Runter zu sehn.



MÉNAGE-À-TROIS

Oft scheint genau,
Wenn man's betracht',
Zwei Mann und Frau,
Nur einer lacht.



LUST

Der Eine kann,
Die And're will.
Wenn unten Mann,
Wird's oben schrill.




 ©picture&all poem by: ChapTer Kronfeld






Montag, 25. November 2013

XENOPHOBIE



XENOPHOBIE

 

Bürger, die sich's Maul zerreisen.
Meist von Haus aus Braunes scheißen.
Dumpfe Ethik sie verbreiten.
Mit der Nachbarschaft sich streiten.
Heben allzu oft den Finger,
Wähnen sich als Meisterringer
um zu zeigen, das sie besser.
Liefern Fremde gern ans Messer.


Wenn ihr traut, euch gleich zu wehren,
Um zu zieh'n daraus manch' Lehren.
Wenn ihr werft mit Argumenten
Gegen diese Insolventen,
Nationalen Dünnbrettbohrer.
Bleibt die Zukunft doch, wie vorher.
Nur mit Respekt, und Empathie
Wird Hoffnung dann, Demokratie.
 


 
 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld







Samstag, 23. November 2013

MEISTERGEISTER




MEISTERGEISTER


Gewohnheitsmäßig in der Nacht
Und oft hinein bis Morgenluft,
Verklemmten Sinne mich, sehr sacht,
In ihren Fängen mit dem Duft
Aus Süßlichkeit der Phantasie.
Gestaltend werkelten für mich
Und okupierten die Regie
Für meine Hand, die malt' den Strich.

So rief' ich über'n Tag manch' Geister.
Die sich dann fanden, oft in mir.
Heiter traumbekränzte Meister
Gebierten Lyrik auf Papier.
Das Texten war mein ständig' Tun.
Oft schwelgend Treiben, mit viel Witz
Schrieb meine Feder, so wie nun,
Manch' ausgefuchsten Geistesblitz.
 

 
 © picture & poem by: ChapTer Kronfeld


Donnerstag, 14. November 2013

GASSEN(sc)HAUER


GASSEN(sc)HAUER


Alle Wege möcht ich gehen.
Ohne Blut an meinen Zehen,
Die schon schmerzhaft sind vom Treten
In Gesäße, die da reden,
Einerseits vom Schutz, beim Handy,
And‘rerseits sei Schnüffeln trendy.
Jeder Bürger sollte zeigen,
Den Behörden, einzig Schweigen.
Keine Auskunft, wo wir stehen,
Selbst wenn Ämter uns beflehen.
Uns're Gassen, die wir nutzen.
Lassen wir uns niemals stutzen.
 
 
 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld







Donnerstag, 24. Oktober 2013

NIEMALS SO NETT DAS SONETT



NIEMALS SO NETT DAS SONETT


Ich traf sie. Lange her. Es war sehr vage.
Diese Frau erschien mir gleich doppelt so nett,
Als jene Anderen, aus dem Tanzballett.
Sie war die Meine, nun für alle Tage.

Nach Wochen erstmals stellte ich die Frage.
Warum erscheinst von vorne du, wie ein Brett?
Ohne Busen. Hast auch sonst nirgendwo Fett.
Die Antwort formulierte sie als Klage.

Mein Lebtag lang sehnte ich mich nach Liebe.
Oft wurde ich geschlagen und getreten.
Zum Frühstück bekam ich oft drei Hiebe.

Auch mußte ich den ganzen Tag lang beten.
Doch eines Tages kamen fünf Diebe.
Die taten den Busen dann flacher kneten.


 
 ©picture&sonett by: ChapTer Kronfeld











Freitag, 18. Oktober 2013

eisfüße



eisfüße


blätter im forst
liebe im frost
Menschen im wald
winter kommt bald

wird dann nicht schön
förster wird sehn
gleich deine tat
besser wär‘s bad

mach es daheim
beim kerzenschein
hast dann mehr ruh
nackt ohn‘ tabu

jetzt die moral
denk‘ rational
spaß erleben
lässt sex schweben


 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld







Montag, 14. Oktober 2013

TATORT



TATORT

Die Schwiele hat sich einen Zorn gepachtet.
Sieht nichts. Es hängt ein Dunst vor ihrem Auge.
Das Hühnersehorgan verklebt, es schmachtet,
Nach frischer Luft. Will raus aus dieser Lauge.

Die angesammelt sich in derbem Schuhwerk.
Benannt wird sie auch oft als Käsesoße.
Dick ist's, das Auge, doch wirklich nur ein Zwerg.
Gefangen ohne Brille, Hut und Hose.

So verzehrt es, stetig sich in seiner Wut,
Einmal jetzt rauszukommen aus der Socke.
Drückt und quetscht bis alles Rot gefärbt mit Blut.
Gern wär es jetzt schneeweiß, wie eine Flocke.

Doch Zweckarbeit verursacht oftmals Spuren.
Gib niemals auf den Wunsch nach klugen Zielen.
Wer dies erfüllt sich auf den Lebenstouren.
Fortan, er zeigt auf seiner Seele, Schwielen.

Trag diese Hornhaut dann mit Stolz und Würde,
Jetzt bist du Mensch und solcher auch geblieben.
Freigeist gepaart mit Herz, nimmt jede Hürde.
Vertrau nur dir und Taten deiner Lieben.



 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






Donnerstag, 10. Oktober 2013

EMPATHIE




EMPATHIE


schämen sollst dich, mensch.
wenn andere ertrinken.
in deinem wohlstand.


ersticken wirst du.

im erdboden versinken.
geißel politik.




©picture&haiku by: ChapTer Kronfeld







 

Sonntag, 6. Oktober 2013

LAMPEDUSA



LAMPEDUSA


Menschen
Fliehen Heimat.
Bett und Tisch
Verlassen.
Alle sehnen,
Rechtsstaat.
Tod frisst Flüchtlingsmassen.

Überall
Gestorben.
Keine Tränen fließen.
Seelen sind verdorben.
Zäune,
Alle schließen.

Sperren unsre Augen.
Elend,
Wir nicht sehen.
Unsre Herzen taugen
Nichts,
Trotz Menschenflehen.




©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




  

Donnerstag, 3. Oktober 2013

GRAUSELIGFEST


GRAUSELIGFEST

Man hat geladen heute,
Dass ich die Zeit vergeude.
Mit Worten fabuliere,
Den Auftakt hier nun ziere.
Nun, so dachte ich mir auch.
Eine Story von dem Brauch.
Könnte eure Lust nicht stören,
Wäre angenehm zu hören.
Also ging ich unverdrossen
Auf die Wiesn. Fand erst Gossen.
Einladend nicht für jedermann,
Sah ich, die brunzende Madame.
Auch zeigte sich dort mancher Hahn.
Erleichterte mit Pullern dann,
Den Körperinhalt auf den Weg.
Hier tät‘ es Not, zu bau‘n manch‘ Steg.

Dem Duftgemisch nachjagend.
Mein Auge sieht vielsagend.
Die Busen mancher Kindl,
Oft Etikettenschwindel.
Laut ist es hier und schwanger,
Die Luft. Mir wird es banger,
Von dieser feuchten Hitze,
Der Menschen. So ich schwitze.

Ich denke mir, setz dich jetzt hin.
Doch im Getümmel machts kein Sinn.
Niedergerungen werd‘ ich dann,
Von Rosi‘s Hundert Kilogramm.
Die Rosi ist ‘ne‘ Kellnerin.
Zwängt Seidel zwischen Brust und Kinn.
Das Dekolletee groß,  wie‘n Tender.
Sucht als Stütze einen Ständer.

Ein lausig laues Lüftchen
Und dieses stinke Düftchen,
Gezogen in die Lungen.
Behinderte Atmungen.
Ich möcht‘ es nicht verhehlen.
Euch auch hier Lust empfehlen.
Lasst sie euch nicht verdrießen,
mit allzu häufig Niesen.

Doch vorsicht, wer zu heftig niest,
Dem schon mal Bier am Schädel fliest.
Fäuste in den Magengruben
Stammen dann von bösen Buben.
Mich wundert nichts in diesem Stall.
Besoff‘ne lümmeln überall.
Der Fabelwirt ist hier der Chef.
Er legt kaum Sorgfalt auf den Treff.

Die Haupsach‘ für ihn ist das Geld.
Wenn maßlos prasst in dieser Welt,
die grenzdebile Klientel.
Von denen viele, ein Kamel.
Schlagerfuzzis, Pistengänger,
Möchtestars und Opernsänger.
Alle wollen in die Presse.
Präsentieren nur die Fresse.

Fühlen sich dann auch noch sauber,
Wenn verfestigt sich der Zauber.
Ihrer Stunkpopularität.
Ja dann mieft es. Fatal, zu spät.
Das einfach‘ Volk, und Bussiwelt,
Benehm‘n sich trunken, gleich im Zelt.
Kein Unterschied doch alle pur,
Faseln sie ohne Denkkultur.

Ein lausig laues Lüftchen
Mit diesem stinke Düftchen,
Zerstörte Illusionen,
Entstand‘ne Wutaktionen.
Ich kann es nicht verhehlen.
Zu bitten. Schont, die Kehlen.
Singt nicht mit im Chorgesang,
Freiheit, lebt sie, ohne Zwang.

Kommt ein Betrunk‘ner dann zu Fall.
Die Notfallhelfer überall.
Flott sind sie kompetent zur Stell‘
Und helfen achtsam, ideell.
Auch, wenn ihr nun die Liter stemmt
Und euer Wille bald enthemmt.
Bedenkt, bei jeder vollen Mass,
Vernunft zu zeigen, ist nie krass.

Verlässt man sich auf Schall und Rauch,
Bleibt nicht viel übrig, nur ein Hauch.
Und dieses Lüftchen, meistens stinkt,
Ein Wrack der Mensch. Er sich betrinkt.
So schließt der Kreis sich immerfort.
Kannst fliehen mehrmals von dem Ort,
Der dir die Daseinsfreude nahm.
Der Alltag ist kein Kinderkram.

Das alles was ich heut‘ erlebt,
War abgefahren und es bebt
In meinem Innern etwas Groll.
Die Wiesn sind nicht wirklich toll.
So wie das echte Leben geigt,
Wird Schwulstiges zu viel gezeigt.
Ansprüche reduziert man halt,
Auch damit wird man meist sehr alt.

Ein lausig laues Lüftchen
In diesem stinke Düftchen.
Getrunken wird nun Hopfen.
Verursacht kein Herzklopfen.
Ich möcht‘ es nicht verhehlen.
Zu bitten. Nicht krakeelen.
Obwohl, ihr viel belesen.
Der Geist verfliegt am Tresen.


 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld





Sonntag, 22. September 2013

makulatur



makulatur

 

hoffnung
warum
hast
du
mich
so
schmachvoll
verlassen

hoffnung
in
deine
hände
legte
ich
meinen
geist

zukunft
vergib
ihnen
denn
sie
waren
die
lügner

zukunft
deinem
willen
werde
ich
nie
mehr
folgen

 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld





Dienstag, 10. September 2013

TRAGIK





TRAGIK
 
Das Übermorgen verwest.
Ein Gestern.
Ich fand es am nächsten Tag.

Seit unsrer Zeugung.
Hoffnung vergebens geahnt.
Leben als Ende.

Heiße Luftmoleküle.
Ein Zittern.
Absinken der kalten Hand.

Bettstatt leer.
Vorbei das Übermorgen.
Alles blank.



©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




Freitag, 30. August 2013

TRAUER




TRAUER



Verzweifelt‘ Tauerspiel ist dieser Krampf.
Ganz
früher gab es mal die spannend‘ Zeit,
Als Volkes Günstling dazustehn, im Kampf
Mit Argumenten,
Nicht tumber Schönheit.

Doch mit Visagen, glatt wie Botox Haut,
Auf Riesenwahlplakaten sie heut' stehn.
Des Bürgers Geist, den Schönlingen misstraut.
Wir wollen keine Berlusconis sehn.

Wir müssen ganz, die Wahrheit hören.

Wir sehen tagtäglich, euer Gieren.
Die Macht des Geldes, müsst ihr zerstören.
Startet Wahrhaftigkeit.

Ausprobieren.



©picture&poem by: ChapTer Kronfeld





Montag, 26. August 2013

RAUSCH

 

RAUSCH


Schriftstellerwahn zeigt wahrlich eitel Sucht.
Die treibt es oftmals, vehement mit Wucht
In eine Richtung, Sätze zu schreiben.
Denkmuster, die keine Logik zeigen.
Krass auszudenken, wenn ein Sinn nicht zählt.
Es flattern Herz und Geist, vom Wort gequält.
Sobald die Runzeln auf der Mitte Stirn,
künden von Denkprozessen, quer im Hirn
Erstrahlt des Autors Augenfeuerschein.
Zufrieden greift man jetzt zum roten Wein.
Durchlebt mit Wolllust, einen Prosarausch.
Das Werk gelingt.
Ganz ohne Wortaustausch.


©picture&poem by: ChapTer Kronfeld


  


Freitag, 23. August 2013

ZWANZIGMAL ZWITSCHERN IN NEUN STUNDEN


ZWANZIGMAL ZWITSCHERN IN NEUN STUNDEN


-1-
! HallO IhR AllE !
! BiN JetzT NeU HieR !
! WunderE MicH !
! ÜbeR SovieL !
! ZeiT DiE IhR HabT !
? AllE, RentneR ?

-2-
und die nächste wichtige Meldung:
in 3 Sekunden ist es 27:63h CET.
Wahnsinn wie lange ein Tag sein kann.

-3-
Gibt es eigentlich schon Neuigkeiten über den Ausgang
der Bundestagswahl 2021?

-4-
Hat jemand Informationen über die nächstgelegene
Tiernebenprodukt­beseitigungsanlage.
...soeben einen Kuhfladen gefunden?

-5-
Es braucht sich keiner zu melden.
Soeben ist eine ältere Dame in selbiger Flade flätigst ausgerutscht.
Sie bringt die Flade zur Reinigung.

-6-
oh mann, so eben.
so ganz plötzlich
auf‘n Stein getreten.
bin so verletzlich.

-7-
NAJA
es ist die pflicht
und auch ist es ganz hart.
zwanzig tweets zu schreiben
genau bis mitternacht.
wird‘s mich zereiben?
ich hoffe nicht.

-8-
Jaaaa bin dabei und komme gerne.
Auch ohne Navi find ich nach Herne
.

-9-
Schneuf-Schnudel, Rotz und Wasser,
Bei mir ist‘s gerade Einer.
Hoff‘ nur, ich krieg‘ koa Hasser.
Sonst werd‘ ich noch zum Weiner.

-10-
ZIELVORGABE
Nur noch sieben halbe Stunden,
Bis die Mitternacht erreicht.
Fließend ticken die Sekunden,
Hoff‘ mein Ziel, mir nicht entweicht.

-11-
HALBZEIT
Elf der Tweets sind nun geschrieben.
Neune fehlen bei dem Sport.
Will die Zeit nicht unnütz quieken,
Denn die Selbige rennt fort
.

-12-
BALDE
Anstrengend ist das Twittern,
Denn Neues fehlt zurzeit.
Die Worte langsam sickern.
Der tweet braucht Ewigkeit.

-13-
EINSICHT
Ich würd‘ so gerne Schreiben,
Romane lang und flott.
Doch mag nicht übertreiben,
Sonst wird das alles Schrott

-14-
 Es gibt auch das
 
STRG-ALT[festhalten]-und-mit-der-gedrückten-linken-Maustaste-hinter-webseiten-schauen-wollen-Syndrom
-15-
DREIVIERTEL
Die Zeit, sie flieht und fliegt dahin.
Ist weder greifbar noch zu seh‘n.
Autoren stecken mitten drin,
Gefangen oft, ohne Ideen.

-16-
16, gekritzelt nun mit diesem.
Es fällt mir leicht, das Ziel vor Augen.
Der Inhalt lässt sich nicht erschließen.
Frag‘ niemals, wird er etwas taugen.

-17-
Zielvorgabe ist, bis Mitternacht 20 Tweets abzusondern, mit Motto:
«Reim komm her, ich haue dir.
Reime fleißig, schäm dich mir«

-18-
Die Gl[tw]itterwelt will input
... soll sie kriegen ...

-19-
Kurznachricht:
»!«

-20-
Hurra, zwanzig erreicht
und noch ist der junge Tag
nicht zu Ende.

EPILOG
Worte sind genug verleidet.
Somit, ist nun auch klargestellt,
Lyrik, wenn sie so verbreitet,
Als Kurznachricht, liest es die Welt.



©picture&poem by: ChapTer Kronfeld
 


Montag, 19. August 2013

TREFFEN


TREFFEN


Es trafen sich in Herne
Vergang‘ne Tage, gerne.
Verabredet schon lange,
Zum Plausch bei einer Stange
Mit viel zu niedrig‘ Leine.
Zu lauschen manche Reime.

Die Freunde die gern schreiben,
Sie wollten gar nicht leiden
und sich verletzen lassen.
Mit Stühlen und mit Tassen
Sich an dem Kaffee laben.
Trotzdem ging mancher baden.

Man fiel zu Boden nieder.
Ohn‘ Makel blieben Glieder.
Hier war es echt gemütlich.
Man tauschte aus, sich gütlich
An viel zu schrägen Tischen.
Deshalb auch öfters wischen.

Der Wein und andres, leider,
Verlor sich oft auf Kleider.
Viel‘ Worte und Ideen,
Im Sitzen, auch im Stehen
Vertrieben uns die Zeiten.
Sinnvolles vorbereiten.

Jeder hat nun Blut geleckt.
Jeder hat sein neu‘ Projekt.
Dafür war dies‘ Treffen gut.
Manch‘ Idee braucht auch viel Mut.
Gäste laden, manchmal hart,
Kueper‘s haben‘s gut gemacht.

Wer jetzt wissen will noch mehr
Wartet, bis uns dieser Herr,
Wieder einlädt und kommt mit.
Nächstes Jahr im Sauseschritt.
Dann sieht jeder Aktivist
All das Tolle, das dort ist.



©picture&poem by: ChapTer Kronfeld


 

Donnerstag, 15. August 2013

MITTEN IN DER NACHT




MITTEN IN DER NACHT

Mitternacht, du seltsam Zeit.
Zeigst so Vielen Ängstlichkeit.
Tragisch, wenn die Träume kommen,
Fangens Beten an die Frommen.
Doch der Nachtalb breitet aus
Klobig Fangnetz‘. Überm Haus
Der Gedanken dieser Geister,
Deren Hirn verklebt mit Kleister.

Künden uns den Schwindelschrott.
Fürchten weder Tod noch Gott.
Sprechen fein mit stichelnd Zunge,
Pressen vornehm aus der Lunge
Die Parolen. Lügenmüll.
Fangen Wähler mit Gebrüll.
Und es schläft der tumbe Bürger,
Kritzelt‘s Kreuz bei seinem Würger.

Mensch begreife, sei jetzt schlau.
Kriech hervor aus deinem Bau.
Rüste dich, mehr nachzudenken.
Lass nicht dein Gehirn verrenken
Von so manchem Scharlatan.
Merk dir, bist kein Untertan.
Hinterfrage, alle Fragen.
Trenn die Wahrheit von den Sagen.



©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




 

Montag, 12. August 2013

LIPPEN

 

LIPPEN

Küssen muss ich immerzu.
Nur ich brauche oft dazu
Eine Zunge, so wie deine,
Die so gierig spielt wie meine,
Zwischen Lippen mit Gefühl.
Dann die Sehnsucht mit Gewühl
Wallet tief im Herzensgrund.
Zungen sammeln sich im Mund.

Oh, du wundersam‘ Empfindung
Schiebst oft fort die eisig‘ Bindung
Der Gedanken und der Bilder
Die versuchen es oft wilder
Darzustellen, als es scheint.
Oftmals dann der And‘re weint.
Emotionen sind wie Zungen,
Gleichsam toll für Girls und Jungen.


 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




Mittwoch, 7. August 2013

VENTILATION

 

VENTILATION 


Ein Ding mit Flügel kann vieles machen.
Gar Lebensfreude, in uns entfachen.
Und wenn ein Vög‘lein tiriliert sein Lied,
Die Hitz' und graues Denken dann entflieht.

Nicht nur entschwunden manche Depression.
Nein, auch Genusssucht nach der Rotation
Der drehend' Flügel beim Ventilator.
Lässt uns verharren, selbst am Äquator.

Es wird dem hitzigsten Zeitgenossen
Gekühlt das Hirn. Auch in den Gossen
Bringen frische Winde klares Denken.
Frag' nicht, wem noch Vertrauen schenken.


©picture&poem by: ChapTer Kronfeld

 



Sonntag, 4. August 2013

MUT

 

MUT

Ein Regenwurm mag vorn‘ kein‘ Regen,
Weils schwierig dann mit Fortbewegen.
Es wurmt ihn hinten, da er begehrt.
Vom Feind gebissen,
Fühlt sich versehrt.

So sollten alle Regenwürmer,
Es machen wie die alten Türmer.
Von oben schreien: »Zu Hilf‘, Gefahr«
Denn Angst macht oftmals,
Nicht angreifbar.


©picture&poem by: ChapTer Kronfeld


 


Freitag, 26. Juli 2013

SPAL - TUNG

 

SPAL - TUNG

Ich begehe manche Wege,
Dass die Spaltung mich errege.
Mit den Beinen,
Diesen Einen.
Muss mich spalten, dort und hier.
Brauch zum Weiterlaufen Vier
Meiner Schenkel. Unten, oben.
Auch vier Füße tät ich loben.
Hätt‘ ich alles doppelt dann,
Wär‘ ich ein gespalt‘ner Mann.
Doch ich bin ein einzig‘ Wesen.
Dessen Freude ist‘s zu lesen
in den Farben vieler Bilder.
Welt zerklüftet, oft auch milder.
Je nach gustus der Betrachter
Werden Relationen sachter.


©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




Donnerstag, 25. Juli 2013

KLIMAX

 

KLIMAX


Schaffenslust du wirst versiegen.
Heißes Feuer in der Luft.
Sitz‘ seit Tagen unter Linden
Auch die Feuchte nicht verpufft.

Arktisbilder und den Winter,
Oh, wie träum ich euch herbei,
Wenn heranrauscht, wie ein Sprinter,
Eisig Nordwind, fühl dich frei.

Auf der brütend heißen Erde
Unser Dasein malträtiert.
Wohlig‘ Denken, das ich sterbe,
Wenn mein Körper nun erfriert.

Doch wir leben allzu gerne
in der Leidenschaft des Sein.
Holen träumend aus der Ferne
Kühle Wünsche zu uns heim.

Schaffenslust, du kannst hienieden,
Bleiben in mir, weiterhin.
Schließe einen glühend Frieden,
Denn auch heute bringt es Sinn.


 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld

  


Mittwoch, 24. Juli 2013

PERIPETIE

 

PERIPETIE


Sauerstoff,
Fühl‘ dich entschwinden.
Drohnen dräuend über mir.
Kann seit Wochen nur noch finden,
Kühle mit dem Trieb aus Gier.

Herbst,
Auch du Altweibersommer,
Oh, wie sehn' ich Euch herbei.
Wenn der knackig frische Donner
jubelnd kündet sein Geschrei.

Wenn die Wahllokale öffnen
Und die Sehnsücht' werden wahr.
Kann der Freiheitsdrang groß hoffen,
Dann Adieu,

Mit NSA.

Wahltag
Im Altweibersommer.
Oh, wie sehn ich dich herbei.
Hoffe das der Neue Donner,
Wird die richtige Partei.


 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld
  





Montag, 22. Juli 2013

LEIBESBRENNEN

 

 LEIBESBRENNEN



Ein Hunger lechzt nach deinem Herzensgrund.
Er sprach mir Liebe oft,
Dein Sehnsuchtmund.
Ich denk‘ dich immerfort.
Doch ‘bist nicht mehr.
Dein Bild versiegt im Kopf.
Es quält so sehr.

Ein Tag, ein Jahr,
Ein ganzes Leben lang.
Sind auf der Suche nach dem höchsten Rang,

Der einzig Liebe,
Dem großen Hehren.
Wir meinen forsch,
Nichts
Kann uns dies' verwehren.

Das groß‘ Gefühl der tiefen Leidenschaft.
Doch Leiden,
Massig viel

Hat‘s oft gebracht.
Dann standen wir verstört im Jammerkleid
Und suhlten zweifelnd uns,
Im Selbstmitleid.

Nur das ehrliche Gefühl der Liebe,
Darf Schwäche zeigen,
Ganz ohne Hiebe.
Erst dann,

Aus Klammerung wird Partnerschaft.
Die hält ein Leben lang

Mit tiefer Kraft.



 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld







Montag, 15. Juli 2013

FRAGEN AN DEN SOMMER


FRAGEN AN DEN SOMMER


Manch‘ Sommer kommen oft mit Loch daher.
Ein Sommerloch entsteht, ganz ohne Teer.
So präsentiert‘s dem Volk sich, ritterlich.
Urplötzlich Vieles, aber bitterlich.
Wenn Rabulisten dreh‘n am Wahrheitsrad
Und sähen Missgeburten dann im Staat.
Vertrauen wendet sich ins Gegenteil.
Des Bürgers Herz gespalten durch den Pfeil,
Der Silbenstecher, die da unter uns.
Sind wir verwaltet heut‘, von Hinz und Kunz? 




            ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld



Mittwoch, 10. Juli 2013

VERSCHLUeSSELTE UNVERSCHLUeSSELUNGEN DER VERSCHUeSSELUNG

VERSCHLUeSSELTE UNVERSCHLUeSSELUNGEN DER VERSCHUeSSELUNG


Messerattacke: Sechs Jahre für den Täter. Snowden beantragt Asyl in Venezuela. EU-Gericht prüft Vorratsdatenspeicherung. Juncker in Luxemburg vor Rücktritt. Lesen macht schlau. Islamisten schalten auf Vollblockade um. Deutschland, die EU und die Grenzen der Überwachung. Glücklos daheim: Jean-Claude Juncker. Lettland führt 2014 den Euro ein. Im Juli die Hecken in Form bringen. Luxemburger Baufirmen in der Krise. Biowetter. Katja Lange-Müller stellt "Böse Schafe" in Luxemburg vor. Betrunkener Polizist als Geisterfahrer unterwegs. Designer vermutet Neider hinter Koksvor= würfen. Wir suchen langfristig IT-Berater/Betreuer (m./.w.). IWF korrigiert Wachstumsprognose. Abschiebe Gefängnis künftig ohne Gitter und Zellentüren.

So nun speichert diesen Satz.
Dechiffriert es ohne Hatz.
Welche Presse, oder was?
Wisst ihr Tage oder das
Datum und die Seitenzahl?
Schreibt‘s ins Gästebuch dann mal. 





©Überschriften by: Überschriften
                ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






Sonntag, 7. Juli 2013

SCHAU ICH MIR DEUTSCHLAND AN

SCHAU ICH MIR DEUTSCHLAND AN


Schau‘ ich mir Deutschland an in dieser garstig Zeit.
So frag ich mich, wohin verschwunden Ehrlichkeit,
Korrektheit, auch alles bürgernahe Handeln?
Warum nur?
Auf diesem Schwindelpfade wandeln.
 Die Fragen,
So viele muss man konzipieren.
Politgrößen sich dann weigern,
Immer zieren.
Den Grund zu nennen,
Für all‘ die großen Lügen.
Wir müssen aufsteh‘n,
All‘ diese Blender rügen.
Auch nicht getan,
Ist es mit unsrer Bürgerpflicht,
In kleinen Wahlkabinen lesen ohne Licht.
Die Namen tumb.
Könnt‘ mir dann raufen all‘ mein Haar.
So eiligst die paar Kreuzchen machen,
All‘ vier Jahr‘.
Nehm‘ wir zusammen,
Einig‘ Geist und auch den Mut.
Nie zweifelnd und im Aufbruch unsren Friedenshut.
Mit Volksbegehren,
Kann soviel dann gelingen,
Was nie und nimmer,
Politclowns uns sonst bringen.
Schaut man das Deutschland an in dieser grausig‘ Zeit.
So fragt sich Mann und Frau,
Wo find‘ ich Menschlichkeit?
Was bleibt dann übrig von der niedrig‘ Geldgierbrut?
Die Zukunft zeigt,
Die Welt kann nichts.
Der Mensch,
Er tut.



            ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld





Sonntag, 23. Juni 2013

MUTTIS NEULAND

  MUTTIS NEULAND


Anbiederung ist nicht nur Scheiße
Es ist auch falsch auf diese Weise.
So sag' ich mit erhob'nem Finger
Frau Mutti, merkle dir das immer.

Auch wenn vor zwei vergang'nen Jahren
Der 'Neuland' Bernie im Verfahren
'ner Frage, antwortete nicht toll.
Er wusst' es garnicht, ob's web bald voll.

Was haben wir für Rissgehörnte
Politiker.  Nur Abgetörnte.
Die wollen regieren ohne Hirn.
Nur lang und dünn, wie'n billiger Zwirn.



        ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




Donnerstag, 6. Juni 2013

PULS DER ZEIT

  

PULS DER ZEIT


Sommer, bist uns fair willkommen.
Sind von deinem Glanz benommen.
Lebensvielfalt, mit viel Mühe.
Hohes Wasser.
Braune Brühe.
Regen spült das Leben munter,
Erstens rauf und vielmals runter.
Geld veruntreut mit Millionen.
Keine Tötung durch die Drohnen.
Unsre Herzen;

Blanke Wunden.
Nur Minister, nicht verschwunden.
Hoffnung ist das Wort der Stunde,
Doch die Geldgier treibt die Runde.



                                                          ©picture&poem by: ChapTerKronfeld





Sonntag, 2. Juni 2013

QUINTESSENZ DES ZENSUS

 

 

QUINTESSENZ DES ZENSUS


Statistik ist ein Teufelssporn.
Sticht uns ins Auge‘, wie ein Horn.
Luft von Nöten.
Aufgeblasen.
Intoniert mit vielen Phrasen.
Tönt es oft aus allen Ecken.
Klares Denken, zum Verrecken,
Wird dem Hörer nicht vermittelt.
Doch, als Wahrheit hier getitelt.
Dick ausgedruckt steht‘s auf Papier.
Nie als Tatsach‘,
Bleibt es Geschmier.

        ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld








Donnerstag, 23. Mai 2013

GARSTIG WELT

 

GARSTIG WELT

 

Sieh dich um und schau‘ genau.
Ist das Himmelblau noch Blau?
In der Welt real.- Jetzt? - Heut?
Dies‘ ist Missstand. Fühlt ihr Leut‘,
Nicht das Grausen uns‘rer Zeit?
Neid, Ausbeutung und den Streit.
Zu tief der Zaun, die Hürde,
der Tier und Menschenwürde.
Wir flüchten uns in Träume
Und schildern nur noch Schäume.
In ganz realen Welten
Sind Viele von uns,
Selten.
      
  ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld








Samstag, 18. Mai 2013

PATIENTIA

 

PATIENTIA

Lasst uns in die Sonne schweifen.
Jauchzend laufen hinter Reifen,
Die sich drehn im Sauseschritt.
Schneller, als ein Pferd im Tritt.

Warten heißt, das Tugendwort.
Ehrt die Duldsamkeit vor Ort,
Derer die geblieben sind.
Nicht geflüchtet wie ein Kind.

Hehre Krieger, große Frauen.
Alle warten voll Vertrauen,
Bis das Werk den Zugang weist.
Dann erleichtert. Danke heist's.


 
 


        ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld







Donnerstag, 16. Mai 2013

TIMOR


TIMOR

[lat:Angst]


Es brausen heran die graufarblosen Hyänen.
Die Boten mächtiger Götter. Geifernd und ohne
Zu achten fauligen Schaum, auf ehernen Zähnen.
Wabernd verteilen sie Furcht, als Geisel der Klone.

Der Bruder ist Schwester. Lebt zugleich als Gemenge.
Natur wird der übermächtigen Götter, Ermessen.
Gesetzmäßigkeiten vergessen ihre Strenge.
Übrig wird bleiben, leblos' Gespinnst des Vergessen.

(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld







Sonntag, 12. Mai 2013

DER TRAGOeDIE LETZTES ZAPPELN


DER TRAGOeDIE LETZTES ZAPPELN


Manche soll man ziehen lassen.
Ist weit besser, als zu hassen.
{Oh', ein Reim kommt jetzt hervor.}
Schau, die Zukunft steht vor'm Tor.
Augen, Hirn und Arme offen.
Lasst uns Neues jetzt erhoffen.
Mut und Kraft das haben wir.
Sind ja auch noch mehr als Vier
G'sellen in dem Kreis der Macher.
Kümmern uns nicht um's Geschacher.

Manche Parzen, gleicher Ziele.
Hehre Sprüche, so wie Viele
Über Lippen kamen schnell.
Nur ein Flackern, manchmal hell.
Jetzt, die Schatten sind vergangen
Und wir planen voll Verlangen
Für die Zukunft unsr'e Kunst.
Ohne Wulst und nicht verhunzt.

Mut, Ideen, doch kein Tand,
Geh'n dem Künstler von der Hand,
Wenn er sorglos ist im Geiste.
Fabulierend find' das Meiste,
Seiner Farben, seiner Worte.
Ist Willkommen aller Orte.
Überall sein Werk gelungen,
Applaudiert wird er besungen.

Frühling und auch Herbst und Winter
Sind die besten Kunsterfinder.
Nur den Sommer meidet, wer
Nicht der Lage, seiner Herr.

        (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld







Dienstag, 30. April 2013

WORTE WAGEN VERSUS FAeUSTE SCHLAGEN





WORTE WAGEN VERSUS FAeUSTE SCHLAGEN



Uns're Welt ist so Bund, nicht immer Schlau.
Euer Weltbild dagegen, dumpf und Grau.
Ihr rottet euch schlagend, den Menschen zu treten.
Wir treffen uns wagend, gegen euch zu Reden.
Ihr schlagt zusammen die Demokratie.
Wir setzen Hoffnung gemeinsam auf sie.
Dort wo ihr Füße zum Quälen benutzt.
Wird gemeinsam von uns Rücksicht genutzt.
Ihr schlagt euch tumb für gestrige Anrechte.
Wir schlagen Alarm für die Menschenrechte.
Dort, wo Ihr schlagende Fäuste verteilt,
Steh'n wir eingehakt, bevor uns ereilt
Mutlosigkeit. Genau so zu titeln:
Gelebte Demokratie vermitteln.
Öffnet die Faust und nehmt unsere Hand.
Die wir euch reichen, gegen Schund und Tand
In euren Köpfen.
Macht frei euch davon.
Hört auf zu prügeln.
Es gibt kein Pardon.

(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld









 

Mittwoch, 20. März 2013

BANANA PUP REP(b)LIK

 

BANANA PUP REP(b)LIK

DIARRHOE DER DEMOKRATIE




Des Nachts lag stille, sanft und sacht,
Mein Kopf im Schlaf. Ganz plötzlich macht
Sich mächtig breit, ein Alb im Traum.
Ein Kind steht vor mir, wie ein Baum.
Es spricht mit Ausdruck, zart und weise.
Ich höre zu.
Ganz still und leise.

EHEC Tierchen in den Sprossen,
Doch wir fressen unverdrossen
Menschenfleisch in uns'ren Speisen.
Experimente es beweisen.
Heut' am Mittwoch les' ich Fieses.
In der Tagespresse, dieses.
Schafsfleisch illegal verbreitet.
Zeigt, wer dieses nun abstreitet,
War zum Hammel schon mutiert.
Die menschlich' Logik, so zitiert.

Oben wird ins Horn getutet.
Unten Pferd, wird zugemutet.
Woll'n die Eigner uns verarschen?
Mit den Worten, diesen harschen.
Drin sein darf, was ich nicht esse.
Ruft zusammen,
Halt die Fresse.

Ungewohnte Reaktionen.
Zweifel. Wird's sich balde lohnen.
Wählt  Neue, in der Republik.
Nie mehr,  Banana Pup Rep(b)lik.

            (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld








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