Dienstag, 23. September 2014

LAPTOPONKEL {nonsense verse}



LAPTOPONKEL



Morgens gegen halbe Vier.
Müde schnaubt er wie ein Stier.
Glaubt sich trinkend in 'ner Bar.
Doch er wusst' nicht, ist es wahr.
Überlegte angestrengt.
Hirn schien leer, wie angesengt.
Dachte nach, ohne Erfolg.
Dann im Kopf ein Bienenvolk,
Surrte, summte, hämmerte.
Bis ihm plötzlich dämmerte,
Dass er träumte. Echt fatal.
Lag er doch im Hospital.

Voll gereihert war das Hemd.
Mund verschmiert, Haar ungekämmt.
Lallte, Sprüche vor sich hin.
Bis ein Krampf in Onkels Kinn,
Ursach' war, für einen Biss,
Der die Zungenspitze riss.
Totenstille, jetzt im Raum.
Herbert fiel in einen Traum.
Merkte nicht, dass seine Frau,
Kam zur Tür herein. Ganz schlau
Stach sie zu. Er sagte nix.
Würdigte auch keines Blicks,
Ihre Falten im Gesicht.
Tante Trude dachte, Schicht.

Onkel Herbert, nie mehr bricht.



© picture & nonsense verse by: ChapTer Kronfeld





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