Montag, 30. Juni 2014

DROHNENVORMARSCH





DROHNENVORMARSCH


Jetzt auf dem Dach.
Flogen zu flach.
Sind nun unten.
Echt zerschunden.
 Ist nur ein Traum.
Gedankenflaum.



©picture & poem by: ChapTer Kronfeld





Mittwoch, 25. Juni 2014

VERGEIGT




VERGEIGT


SIE HAT VERGANGENHEIT
DIE ZEIT
DOCH KEINE ZUKUNFT
TROTZ HERKUNFT
WER KANN DAS WISSEN?
IN DEN ELEGISCHEN KULISSEN
DERER WIR UNS BEDIENEN
FLENNEND MIT TRAUERMIENEN



©picture & poem by: ChapTer Kronfeld





Freitag, 20. Juni 2014

EINVERNEHMLICHE ENDLOSIGKEIT



EINVERNEHMLICHE ENDLOSIGKEIT


Gewalt des Kreises? Fragezeichen.
Vor den Stadien liegen Leichen.
Ringe, Bälle, pompös' Symbolik,
Nutzt den Korrupten, als Rhetorik.

Pervertieren all Fairness Ziele.
Vernichten durch diese Machtspiele,
Der Menschen Grundlage, zu leben.
Knebeln die Völker, mehr zu geben.

Volksvertreter! Austragungsorte!
Verneint, Forderungen, qua Worte.
Zeigt Ihnen euer Klares, "So Nicht".
Bezeugt Schuldigkeit, als eure Plicht.

Warum kann es nicht sein? Ich frage.
Vorteil samt Verlust auf die Waage
Zu legen. Eignes Volk befrieden.
Lasst die Korrupten in Geldgier sieden.




©picture&poem by: ChapTer Kronfeld





Sonntag, 15. Juni 2014

GENUSS



GENUSS


Ein Fiepsen, sanft und schrill zugleich
Mischt' sich, wie Moll und Dur, sehr weich
Zu einem wohlig Klanggemisch.
Einladend, wie ein Festtagstisch.

Den wir genießen in Gedanken,
Wenn uns die Welten überranken.
Aus prächtig Kraft, der Phantasie
Fühlen wir der, Natur ' Genie.

Flora, im bunten Gartengrün.
Facettenreich, dezent und kühn,
mit Formenvielfalt, die uns wohl
Umgarnt, selbst ohne Alkohol.

Zum Schluss des Tages, Dunkel kommt.
So manches hat sich ausgesonnt.
Doch die Schimäre in uns bleibt,
Wenn Körpersaft genießt und schweigt.


        ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld



Sonntag, 8. Juni 2014

PERSIFLAGE EINES GENRES




PERSIFLAGE EINES GENRES

 

 Sachter Schritt. Zehen fühlen zart den Boden.
Auffallend' Runzeln zucken auf der hohen Stirn.
Hosenbeine flattern trostlos fern der Moden.
Sie übertragen die Bewegung, schlapp ins Hirn.
Ein Knirschen, hörbar fein, wie flaumgeflügelt Luft
Stockt mir das flache Atmen zu dem Lungengrund.
Es ist der Geist, der im Gemäuer stöhnt, ein Schuft.
Der stahl dereinst, in düstrer Nacht, den Schlüsselbund,
Zur Kemenate. Damalig, zu der Buhle.
Sie war das Weib, des Dämons, der im Steine greint.
Man hört die Stimme knarzig rufen: "Tanzschule.
Lehr mich manch Schritte. Kenn keine. Mein Auge weint".

Gehts mieser noch? Ich sage nein in dem Moment.
Lyrik, wie hier vorgetragen, verkommt zum Graus.
Entbehrt der Seriosität, bleibt nur Fragment,
Des Wunsches einen Satz zu führen zum Applaus.
So bleib ich schuldig, dem geneigten Lesewurm
Meinen Respekt, für die Geduld zu Lesen jetzt,
Dies scheinbar' Kunstprojekt, aus wirrem Wirbelsturm
Des struppig überreizten Hirns. Ohn' Sinn durchsetzt.

Grinst und lacht mit mir zusammen.
Freud Euch an den kunstvoll Dingen.
Wenn die Welt steht, bald in Flammen,
Ists zu spät, sich umzubringen.
    

©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






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