Mittwoch, 5. August 2015

REGEN

 
 
 
 
 
REGEN

Im Tropfenacker, der geschwängert' Luftigkeit,
Saug ich durchnässt
An ihrem Busen
Und hör auf diesen Takt, der berstend' Häute.
Leicht rauschend resoniert dualer Klang, 
Basslastig, aus Südwest.
Musensinfonie umgarnt des Dichters Geist,
Mit Lebensfreude.

Ich nutz' dies Timbre flott,
Damit die Feder schwingen kann, tolldreist.
Weil ohne Maß, vernebelt oftmals Sinn die erste Satzgestalt.
Das Körperboot verankert. Unbeirrt wiegt leicht der Rudergeist 
In ihm.
Denkt scharf.
Er findet manches.
Er verwirft.
Das Wort verhallt.

Doch wiederkehrend drängt Erleuchtung 
Durch den Dunst mit Leidenschaft.
So baut mit Klarheit,
Satz und Zeile hier,
Des Lesers Phantasie.
Lyrik kennt nur wenig Blätter,
Denn tausend Seiten zehren Kraft.
Wenn Wälzer, stehen im Regal,
Ists Schmökern oft, ohne Magie.

 
 

  © picture & poem by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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