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© Foto by @HerrWortranken |
CAECA
(blind)
In regennasser Feuchte
Liegt hier 'ne dunkle Leuchte
Der Wolfram ist zerbrochen
War korrodiert seit Wochen
Ein Licht das einst geglommen
Nun ohne Glut benommen
Das Glas ganz blind
Zersprungen
Von Sturm und Nacht bezwungen
Ein Flüstern zart aus Fernen
Als ruft es aus den Sternen
Ein Schatten
Scharf wie Klingen
Begann sich aufzuschwingen
Die Leuchte tot und leer
Schien plötzlich umso mehr
Wie Glühen ohne Wärme
Man spürt ganz nah die Ferne
Mein Schritt wich vor dem Grauen
Die Nacht schien zuzuschauen
Ein Zischen
Ein Verderben
Als wollt' ein Etwas sterben
Wallung zwang die Leuchte nieder
Berstend jetzt wie tausend Glieder
Ein Schrei
Kalt schrill und bitter
Wie Schweigen ohne Lieder
Die Dunkelheit umfing mich
Kein Fluchtweg bot sich schicklich
In regennasser Feuchte
Verlor ich Rad mit Leuchte
© Text & Foto by HerrWortranken
503 |2024| ©HW