Samstag, 15. Februar 2020

ROSENHILDE







ROSENHILDE 

Saß mit meiner prächtig Hilde 
In ‚ner Kneipe, an der Ecke. 
Rundum Sturm, doch innen milde, 
Weil geschützt, von einer Hecke. 

Ex abrupto kam ein Mann. 
Fremd Erscheinung – sprach sodann: 
„Wollen Hose kaufen heut; 
Haben auch schon kauft viel Leut“ 

Jetzt erst sah ich, was er meinte, 
Denn er wedelte mit Rosen. 
Sah das Hilde glücklich weinte 
Weil ich kaufte – keine Hosen. 


© Bild & Text by: HerrWortranken  

Freitag, 10. Januar 2020

ZWEITAUSENDZWANZIG











ZWEITAUSENDZWANZIG 

diplomatie 
phallokratie 
zehn tage her 
anfang schien schwer 
schlagworte heut 
niemand sich scheut 
lügen am tag 
nachts bombenschlag 
erde verbrennt 
geist eingeengt 
diplomatie 
nur onanie  




© Bild & Text by: HerrWortranken  




Mittwoch, 1. Januar 2020

UFF









UFF 

nu isset da 
dat neue ja 
un all is gleisch 
net hart – net weisch 
genau son mist 
kemmt nu mit list 
of uns nähxt zeit – 
wie ewischkeit – 
de ärd vabrennt 
mensch ungehemmt 
mischt neist doagehn 
eich hoff off fehn 
datt dölbbes gehn 
maacht nitt kabutt 
de ertt zu schutt 





  
  © Bild & ababpöm by: HerrWortranken  







Dienstag, 24. Dezember 2019

TATARAMTATAM



#AdventskalenderPortal #Adventszeit ... 🎄🎅🎄



TATARAMTATAM 

Gebimmel Gebammel, das Christkind ist nah. 
Wir kennen Geschichten, erfunden und wahr. 
Legenden von Helden, mit hehrem Geschick,
Fiktionen als Fakenews, auch als Replik. 

Die Jugend entschwunden, das kindhafte Glück; 
Vergessen der Schöngeist – verblieben  kein Stück. 
Die Lichter der Hoffnung begehren wir heut 
Und hoffen auf Engel, auf Friedensgeläut.  


  
© Bild & Text by: HerrWortranken  


Montag, 23. Dezember 2019

NACHTDUNKEL




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NACHTDUNKEL 

glöcklein klinge 
klöppel singe 
alle zeit 
fröhlichkeit 

glöcklein singe 
schwengel klinge 
krieg – der schwillt 
hoffnung killt  

glocke birst 
brechend first 
erde krank 
nur noch zank 



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Mittwoch, 18. Dezember 2019

CODA


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CODA 

Ich habe gesehen mit klingendem Ohr. 
Konnte nicht glauben, denn mein Hirn, es fror –  
In Ferne, ein Schatten, so bläulich und golden, 
Wie frische Blüten und vertrocknete Dolden. 
Ein Tier, eine Ratte – vermutete ich vorschnell, 
Doch es war eine Brexit-Glocke, eine xmas-Bell. 
Die güldenen Farben, waren ohne Bestand. 
Gar schaurig war das Läuten, es war nur Tand.

Betrogen die Leute, so, wie’s üblich zur Zeit; 
Obwohl in der Nähe, das Christkind nicht weit. 
Ich denk mir weiteres und warte nur ab; 
Kopfschütteln nützt nichts, denn keiner gibt acht. 
   


 © Text & Bild by: HerrWortranken 





Sonntag, 15. Dezember 2019

TRICK



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TRICK 

Kennst du das Zauberwort, 
Dass alle Türen, öffnet – Tore weit. 
Kannst nutzen es, an jedem Ort. 
Auf Schritt und Tritt ist es bereit. 

Ein Schlüssel ists, zu einem Ziel, 
Das täglich deine Wege quert. 
Mit diesem klitzekleinen Spiel, 
Zeigst du all Andren, ihren Wert. 

Brauchst niemals mehr danach zu gieren, 
Wenn du es erstmal, hast getan. 
‘Wirst diesen Schlüssel nie verlieren; 
Er sei dir immer untertan. 



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Freitag, 13. Dezember 2019

WINDSBRAUT


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WINDSBRAUT 

Rumps, da schlug die Türe zu. 
Sturm kam auf, – vorbei die Ruh‘. –  
Schankraum Toscanini; 
De adventu venti. * 

Dahingegen einerseits 
Sind so manche Ehestreits 
Eine ruchlos‘ Abwechslung, 
Wenn voll, ohne Vorwarnung, 
Kneipenatmosphäre schrill 
Und es kommt zum Overkill. 
Schankraum Toscanini; 
De adventu venti. 

Manchmal ist es schier egal, 
Wenn ein Zahn, verschluckt, oral. 
Hauptsach‘, Schlägerfaust bleibt heil. 
Heisa, denkt manch hohles Hirn, 
Wow, wie ist das heute geil. 
Mindest einer – blutig Stirn. 
Schankraum Toscanini; 
De adventu venti.




  © Bild & Text by: HerrWortranken 
*(Der Wind kommt) 







Mittwoch, 11. Dezember 2019

ANBEGINN



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ANBEGINN 

Dahin gegangen ist der Schlummer. 
Kalenderabriss – neue Nummer. 
Erwachend Tageshelle trödelt, 
Du wirst von Zwängen angepöbelt. 

Der Augenöffnungsmechanismus – 
Qualvoll Gefühl – gleicht einem Kaktus, 
Der mit den Dornen, Hände stachelt. 
Du hoffst, dein Blick, bleibt unverkachelt. 

Schleppst dich dann grottig, zu der Arbeit. 
Fühlst keine Unersetzbarkeit, 
Dann hast du heute große Mühe – 
Verpasst – hast du das Glück, der Frühe. 




  © Bild & Text by: HerrWortranken 





Sonntag, 8. Dezember 2019

VORWEIHNACHTSTRAUM




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VORWEIHNACHTSTRAUM 


Ihr glaubt nicht, was ich heute, am Abend geseh‘n. 
Vermochte nicht zu fassen, dass Engel, so schön. 
Eine himmlisch‘ Armada mit Wollust – Gestöhn, 
Ließ sich stylen, in der Maske, mit heißem Föhn. 

Wahnsinn überwallte jetzt, Sinn, Geist und Verstand. 
Ich hielt inne – auf dem Weg zur Bühne - zum Rand. 
Die Augen gefesselt, vom Sirenenanblick – 
Erleb‘ ich jetzt Tatsach‘, oder ist das ein Trick –  
Kommt das vom Schlürfen, vordem mit Schampus und Sekt. 
Ein grell lärmendes Etwas, mich plötzlich erschreckt, 
Doch ich sah nichts – um mich war nur düsteres Licht –   
Der Türspalt verringerte und nahm mir die Sicht. 

Während ich herumstand und sinnierte, im Flur, 
Erschien mir von hinten in kompletter Montur, 
Das Christkind – reizvoller als all‘ Himmelswesen. –  
Tagtraum zur Nacht. – 
Es war die Putzfrau mit Besen. 





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Donnerstag, 5. Dezember 2019

BARMEN



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BARMEN 

Verlorene Träne, 
Zum Abend – am Berg. 
Schwoll zur Fontäne; 
Wurde Hauptaugenmerk. 

Hinzu kamen Viele, 
Kühle und Heiße. 
Wandlung zum Priele; 
Obenauf, die Gleiße. 

Übernommen vom Meer – 
Steigt Alles hinan. 
Wandert mit Rückkehr – 
Eklatant, wie Titan. 



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Dienstag, 3. Dezember 2019

PREISGABE


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PREISGABE 

Mir fährt ein Schauder über Mark und Bein, 
Mir schmeckt kein Morgenkaffee mehr und Wein. 
Am Abend – lahme ich und schlafe schlecht; 
Verloren – Glaube an das Menschenrecht. 
An Luft zum atmen – Lebenselixier; 
Für jedwed Mensch, für Pflanzen und das Tier. 
Des Augenblickes Tat, zeigt Hoffnungschwund. 
Gesellschaftlich‘ Bekundung – Lügenmund. 
Sophisten frönen eigner Hochkultur. 
Wertlos ist deren silbenstechend Schwur. 
Zukunft und Leben, Erwartung ade – 
Bald seh‘ ich von unten, Wurzeln des Klee. 
Urenkel hab’ ich, derer Zahl jetzt, Acht. 
Kraftlos, schließ ich die Augen – 
Gute Nacht 




© Bild & Text by: HerrWortranken  







Sonntag, 1. Dezember 2019

BESINNUNG



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BESINNUNG 

Adventskalender hier und dort. 
Vorboten heut‘, an jedem Ort. 
Auf Tischen – meist‘ jedoch an Wänden; 
Zum täglich‘ öffnen, mit den Händen. 
Die Gier verschließet den Verstand, 
Hauptsach‘ ein Etwas, in der Hand. 
Scheiß‘ Süße reingestopft, nun flott. 
Wenn Zähne wackeln – Schuld war Gott 
Und nicht Verführung durch den Hype. 
Doch Tage später schwillt der Leib. 
Im Bad, die Spiegelbreite schrumpft. 
Die Willensstärke, abgestumpft. – 
Und die Moral von solchem Tun 
Vor Warnungen, wirst du immun. 
So gehts dann leider, 
Weiter, 
Weiter. 

  
© Bild & Text by: HerrWortranken 







Samstag, 30. November 2019

MÄNNERÄNIGMA


#Lyrimo 30. November2019
Impuls:“Briefgeheimnis“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/30/lyrik-30-11-2019-briefgeheimnis-2/






MÄNNERÄNIGMA 

 In einem fernen Land 
Da gaben sich die Hand 
Zwei Menschen, jung und zart. 
Es war so ihre Art, 
Zu schlendern, froh gestimmt. 
Die Liebe scheinbar klimmt. 
Doch bei der Jungfer nicht. 
Sie war darauf erpicht, 
Den Boy an ihrer Seit‘, 
Im laufe spät’rer Zeit, 
Zu schröpfen; alles Geld, 
Das er auf dieser Welt, 
Je angehäuft für sich. 
Der Mann bekam ‘nen Stich 
In seines Herzens Grund. 
So kam er auf den Hund. 
Wurd‘ krank – arg schlimm – dann Tod. 
Fazit: 
Verlass‘ so’n Weib, auch ohne Not. 


© Bild & Text by: HerrWortranken  









Freitag, 29. November 2019

PROST




 #Lyrimo 29. November2019
Impuls:“Schönheit der Dinge in 30 Tagen“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/29/lyrik-28-11-2019-schoenheit-der-dinge-in-30-tagen/







PROST 

Novemverdichtung, hehr gestemmt.
Das Wort genossen, voll enthemmt.
Begeistert wurden wir verführt; 
LyriMo hat uns all‘ berührt. 
Manch Leserin hat nachgedacht, 
Ein anderer Leser oft gelacht. 

Zur Lebensfreude war’s geplant. 
Die Leserschaft hat es geahnt, 
Dass in manch‘ Zeilen mehr drin steckt. 
Jetzt, lasst genießen uns, den Sekt.


  ©  Bild & Text by: HerrWortranken  









Donnerstag, 28. November 2019

REPRESSALIE

 

#Lyrimo 28. November2019
Impuls: “und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ _ diesen Wortlaut aus Hesses Gedicht: “Stufen“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/28/lyrik-28-11-2019-hermann-hesse-stufen/



REPRESSALIE 

Es scheint des Wunsches ewig Streben 
Nach Jugend und dem langen Leben. 
Doch, was ist Leben, ohne Tod? 
Was meint ein Streben, ohne Not? 
Hat Sinn Bestand und Haftigkeit 
In allen Lagen, schmal und breit? 

Kann auf die Fragen nichts entgegnen, 
Die massenhaft hernieder regnen. 
Die mich erschlagen, die mich malmen; 
Mit Rosendüften, wedelnd Palmen 
Mir hinterher den Weg dann säumen; 
Doch in ihr’m Innern, maßlos schäumen. 

Den Schnodderdank, behaltet, diesen 
Und lebt so weiter, als 
Aasfliegen. 

  


  © Bild & Text by: HerrWortranken 





NEBENWOHNSITZ



#Lyrimo 27. November2019
Impuls lautet „Einladung zum Kaffee“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/27/einladung-zum-kaffee/





NEBENWOHNSITZ 


Stressfrei, gemächlich – ohn‘ täglich Plage 
War’s Achtzehnneunzig, derer Tage. 
An einem Schwarzen trank man stundenlang. 
Bis dann urplötzlich, der Herr Ober kam. 

Nachschlag, nur Wasser – gab’s gratis für den Kaffeehasser. 
"Woll’ns noch‘n Braunen, oder woll’ns ’n Wasser?“ 
Ober – sauer, über solche Nasser

So trank man, schwatzte, schaute – jahrelang. 
 War selber sich genug, ganz ohne Zwang; 
Am Nachmittag, so gegen Viere. 

  

©  Bild & Text by: HerrWortranken 









Dienstag, 26. November 2019

LOSGELÖST


#Lyrimo 26. November2019
Impuls lautet „nachtgedanken“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/26/lyrik-26-11-2019-nachtgedanken/ 



LOSGELÖST 

Nachts, 
Wenn Inneres, dich erinnert, 
Wenn Nachgedachtes, wirre flimmert, 
Wenn überwallen dich Gedanken 
Und greifen mit Erlebnispranken, 
Dein logisch Denken – blutrünstig an, 
Dann bist gefangen im grünen Tann. 

Nichts, bleibt erspart dir, in dem Traum. 
Mit Hexen tanzen, um morschen Baum. 
Musst fliegen, wie die Fische schwimmen. 
Dein Geist verirrt sich, ist von Sinnen. 
Urplötzlich scheint es – Real ist nah. 
Du bist im Leben. 
Der Morgen – 
Wahr.  


© Bild & Text by: HerrWortranken 


Montag, 25. November 2019

ÜBERZEUGUNG


#Lyrimo 25. November2019
Impuls lautet „Die Steinlaus im November“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/25/lyrik-25-11-2019-die-steinlaus-im-november/





ÜBERZEUGUNG 

Die Kleine Oxyribonusau 
Verursacht Leid, ist oft ‘ne Plage. 
Mehr noch für den, der stellt in Frage, 
Das man sie schlachtet ohn‘ Fleischbeschau. 

Jetzt denkt so mancher Zeitgenosse, 
Der spinnt, der dieses schreibt hier, nieder. 
Nein, sag ich euch, wenn’s juckt die Glieder, 
Kratzt euch, die Oxysauen Flosse.



© Bild & Nonsens by: HerrWortranken  





Sonntag, 24. November 2019

RUCH


 #Lyrimo 24. November2019
Impuls lautet „Geruchsimpuls“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/24/lyrik-24-11-2019-geruch/ 


RUCH 

Ich rieche Erd‘  – 
Will saugen sie. 
Kann Worte schnuppern – 
Empathie. 
Ich schmeck mit Nase und dem Mund. 
Im Herz Gerüche – 
Lind und Schund. 

Lust und Pflicht –  
Beides im Leben –  
Sei weise – 
Danach, zu streben. 
Dann kannst auch riechen, ruchlos Tat, 
Denn du bist 
Lebensakrobat. 
  


  © Bild & Text by: HerrWortranken 







Samstag, 23. November 2019

STREICH


#Lyrimo 23. November2019
Impuls lautet „„Synapsensymphonie“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/23/lyrik-23-11-2019-synapsensymphonie/


STREICH 

gedachtes zwingt 
beachtung ringt 
vernunft oft klar 
wie wunderbar 
das leben jetzt  
der tod zuletzt 
noch denkt man kühl 
ohn‘ angstgefühl 
  doch kommt er dann 
für uns abspann 
kein dererlei 
alles vorbei 


  © Bild & Text by: HerrWortranken  







Freitag, 22. November 2019

WINDMONAT



#Lyrimo 22. November2019 
Impuls lautet „November Limerick“ 
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/22/lyrik-22-11-2019-november-limerick/



WINDMONAT

Novembergeist, ging her und hin. 
Erkannte nicht, das ich es bin. 
Oh Gott, oh Gott, nun ists soweit, 
Fühl mich allein, mit allem Leid. 

Ein Tag, wie alle Tage zeigt, 
Das außen kalt und mundlos steigt 
Der nasse Dunst, wie Worteschwall, 
wenn Kühe blöcken aus dem Stall. 

Es legt sich fein Gedankengut 
In unsre Seel‘, wie Feuerglut. 
Doch plötzlich scheint, als wär die Welt 
Aus Trübsinn - Aufgewacht - Erhellt. 
   


  © Bild & Limerik by: HerrWortranken 






Donnerstag, 21. November 2019

FÜLLE


#Lyrimo 21. November2019
Impuls lautet Morgengelb“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/21/lyrik-21-11-2019-morgengelb/



FÜLLE 

ein morgen 
scheint 
wie jeder and‘re auch 
doch ist das gleiche 
nie und nimmer stet 
wenn blick dich streift 
bis an die wölbung 
 bauch 

dein körper brennt  
wie gelber sonnenstrahl 
erwachend gier 
zu zwei 
bejahend wunsch 
um fortan immerfort 
bar jeder zahl 
dem liebesmagen gönnen 
köstlich punsch  

  © Bild &Text by: HerrWortranken 












Mittwoch, 20. November 2019

KONTRAST

#Lyrimo 20. November2019 Impuls lautet „laut/leise
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/20/lyrik-20-11-2019laut-leise/






KONTRAST 

„Wenn du mal groß, genau wie wir“, 

„Ich bin schon groß, sooo groß bin ich“, 

„Jetzt hör mir zu und merke dir, 
Ich mein‘ das Beste, nur für dich“. 



Nun Kind geschockt, von diesem Ton. –  
 Vom Vater, der belehrend sprach, 
Der Mutter, –  sie umklammert Sohn. –  
Der Knirps empfindet erstmals Schmach. 

Geborgenheit, für heute hops. 
Der Knabe flüchtet aus der Welt. 
Mit einer Handvoll zuck‘rig Drops  –  
Wird dick und fett.  – 
Harz-Vier  –  
Kein Geld.

 

© Bild & Text by: HerrWortranken 








Dienstag, 19. November 2019

BALZEN





#Lyrimo 19. November2019
Impuls: ″Puzzle“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/19/lyrik-19-11-2019/



BALZEN 

gelacht 
gedacht 
geliebt 
gezeugt 
geboren dann und jeder beugt 
sich, um zu sehen, diesen spross 
der plötzlich kam, wie ein geschoß 
nun sind es mehr, zwölf an der zahl 
so langsam wird der wohnraum schmal 
für all, hinreißend kinderlein 
die süß und schön, wie elfenbein 
als orgelpfeifenabbild dann 
uns ziehen mächtig, in den bann 

wenn tausende man zählen wird 
dann hat gelohnt, der erste flirt 
   




© Bild & Text by: HerrWortranken 



Montag, 18. November 2019

GEIßEL



#Lyrimo 18. November2019
Impuls: „schreiben wie Ringelnatz / ringelnatzig eben“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/18/lyrik-18-11-2019-ringelnatzig/







GEIßEL 

Der Inhalt wurde wilder. 
War schlecht, wie auch ihr Ruf. 
Sie wedelten die Schilder. 

Sie fächerten Kultbilder; 
Nur einer dieses schuf. 

Es ist der Nazi Alex 
Mit ruchlos Denkorgan. 
Für ihn ab jetzt nur Tippex. - 

Reden, speien Hasskomplex, 
Scheiß Sinnlos, ohne Plan. 





  © Bild* & Text by: HerrWortranken 
         *Technik: Filzstift                





Sonntag, 17. November 2019

ENTBEHRLICH



#Lyrimo 17. November2019
Impuls: „ich sehe was was du nicht siehst“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/17/lyrik-17-11-2019-ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst/




ENTBEHRLICH 

ich sah und seh es kommen  
den weltenuntergang  
des menschenhirn, verschwommen  
des menschenhirn benommen  
es folgt der untergang  

der mensch mit seinem streben 
aus gier und großmannssucht 
will nur am mammon kleben 
will nur für mammon leben 
es hilft ihm keine flucht 

ein winzig logisch denken 
wär heute angebracht 
bequemlichkeit zu senken 
ein wenig einzuschränken 
natur vorangebracht 


  © Bild* & Text by: HerrWortranken
*Technik: Grafitstift               









Samstag, 16. November 2019

SCHATTEN



#Lyrimo 16.November2019
Impuls: „schreibt ein Erasure-Gedicht“ Wir bedienen uns bei Rainer Maria Rilke
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/16/lyrik-16-11-2019-erasure-gedicht/







SCHATTEN 

Der Flügel kam in der Nacht, 
Wie ein Schatten in mir. 
Das Bild, in glänzendem Relief 
Nenn ich Anfang. 

Bange Schönheit aus dunklem Grab. 
Verloren auf allen Ereignissen 
Nennst du letzte Tage. 
Glanz, befiehl. 


  © Bild & Erasure-Gedicht by: HerrWortranken  




Freitag, 15. November 2019

BEHUF

#Lyrimo 15.November2019
Impuls: „Vorfreude“
https://lyrimo.wordpress.com/2019/11/14/lyrik-15-11-2019-vorfreude/



BEHUF 

Empfinden, ist Gefühl zum Weinen, 
Wenn man Betroffener ist, voll Pein. 
Vorfreude nie, ein Ding zum Greinen. 
Man kanns genießen, wie wertvoll Wein. 

Naht Lebensend‘ mit schnellen Schritten 
Und Baumstamm zeigt, die ersten Risse, 
Kannst du den Sensemann nicht bitten: 
„Gib mir noch Zeit, in der Kulisse“. 

Verflogen dann, all‘ Grund zur Neugier. 
Machs gut – Vorfreude – bist jetzt dahin. 
Es sind verloren, Schnickschnack und Zier. 
Bist nun umgeben, von kaltem Zinn. 



  © Bild & Text by: HerrWortranken 







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