Epitaph zum 06ten September 2026
CUM DE DOMO HODIE COGITO
(wenn; heute denke ich an heimat)
(wenn; heute denke ich an heimat)
du land der dichter
denker
und FASCHISTEN
mutiert bist'd jetzt zum neuen HENKER
für freigeist
freundenbecher
demokraten
man kanns nur ahnen
wenn du hier sesshaft wirst
vernichtest zukunft
dann durch braune autokraten
doch irgendwo singt noch die nacht
von dem was hoffnung einst gemacht
von büchern
bildern
wort und klang
von einer freiheit
lebenslang
denker
und FASCHISTEN
mutiert bist'd jetzt zum neuen HENKER
für freigeist
freundenbecher
demokraten
man kanns nur ahnen
wenn du hier sesshaft wirst
vernichtest zukunft
dann durch braune autokraten
doch irgendwo singt noch die nacht
von dem was hoffnung einst gemacht
von büchern
bildern
wort und klang
von einer freiheit
lebenslang
nun über dächer
zieht der braune rauch
und kriecht ganz langsam
in den bauch
zieht der braune rauch
und kriecht ganz langsam
in den bauch
der städte
die sich einst geschworen
NIE WIEDER
menschen zu verlieren
die sich einst geschworen
NIE WIEDER
menschen zu verlieren
es gibt aus angst ein wort
das treibt die fremden aus dem ort
und wer dagegen seine stimme hebt
wird schnell zum feind
der nicht dazugehört
der stört
man spricht von volk
man spricht von land
und reicht sich feixend braune hand
das treibt die fremden aus dem ort
und wer dagegen seine stimme hebt
wird schnell zum feind
der nicht dazugehört
der stört
man spricht von volk
man spricht von land
und reicht sich feixend braune hand
man spricht von ordnung
zucht und pflicht
doch menschenwürde kennt man nicht
freigeist und freunde
demokrat
wird bälde sehr verdächtig hier im staat
der seine freiheit selbst zerfrisst
und dabei stolz
von heimat spricht
ach heimat
du mein altes haus
was haben sie aus dir gemacht
sie hängen ihre fahnen raus
und nennen vielfalt jetzo nacht
doch ich erinnere mich daran
dass heimat auch ein lachen kann
ein fremd' akzent
ein offnes ohr
ein mensch
der einst von weit her kam und blieb
weil man ihn hören wollte
ich seh noch grüne wiesen liegen
seh' bunte drachen durch die lüfte fliegen
ich denke keine grenzen
keinen wall
ich hoff' auf demokraten überall
und wenn der morgen wieder graut
und einer braunbilder erbaut
dann will ich nicht mit schweigen gehen
ich will mit widersprechen
stehen
denn heimat ist
wo freiheit wohnt
und nicht
wo man gehorsam lohnt
heimat ist nicht faschistenreich
heimat ist menschlich für alle gleich
so denk' ich heute an mein land
mit zorn im herzen
doch mit verstand
ich lieb es nicht weil's mir gehört
ich lieb es
weil sein freiheitsdenken
noch nicht verstummt
noch nicht zerstört
© Text und Bild by @HerrWortranken
0518 | 2026 | ©HW















