![]() |
| Hauptüberschrift: "Ein Mann voller Kummer, der keine Tränen vergießt |
👇
👆
PROCESSIONALE
(einzug)
Aus der Tiefe steigt unser Rufen
Aus der Nacht erhebt sich das Wort
Durch die Hallen der steinernen Zeiten
Durch die Münder der Wartenden
Gebt den Reichen
was den Armen gehört
Denn die Waage ist schwer geworden
Und die Schalen hängen ungleich
Der Wein fließt über die Ränder
Doch viele Lippen bleiben trocken
Gebt den Reichen
was den Armen gehört
O ihr Hüter der eisernen Türen
O ihr Zähler der silbernen Münzen
Hört das Schreiten der Barfüßigen
Hört das Atmen der Müden
Der Morgen fragt nach Gerechtigkeit
Der Abend zählt die leeren Hände
Die Erde trägt genug für alle
Doch der Mensch verschließt seine Kammern
Wer hortet, trage die Last seines Hortens
Wer anhäuft, erkenne die Schuld der Fülle
Gebt den Reichen
was den Armen gehört
Nicht aus Zorn allein sprechen wir
Nicht aus Neid erheben wir Stimmen
Sondern aus der Wunde der Zeiten
Und aus dem Schweigen der Verlassenen
O Herr der wandernden Schatten
O Herr der gebrochenen Brote
Öffne die Herzen der Mächtigen
Löse die Finger der Gier
Gebt den Reichen
was den Armen gehört
Dass Kinder ohne Furcht schlafen
Dass Alte nicht frierend erwachen
Dass Arbeit nicht Ketten bedeute
Dass Würde nicht gekauft werde
Die Glocken rufen über die Dächer
Der Wind trägt die Klage weiter
Und selbst die Mauern erinnern sich
An die Namen der Vergessenen
Denn Staub wird werden aller Reichtum
Und verwehen im Atem der Jahre
Doch die Tat der Barmherzigkeit bleibt
Und die Gerechtigkeit vergeht nicht
Gebt den Hungrigen das Brot zurück
Gebt den Müden die Ruhe zurück
Gebt den Gebeugten ihr Antlitz zurück
Gebt den Armen zurück
Was ihnen gehört
Gebt den Reichen
was den Armen gehört
Gebt den Reichen
was den Armen gehört
Dass Friede wohne unter den Menschen
SO SEI ES
© Textidee by @HerrWortranken
(Bild: Netzfund)














