27 Dezember 2020

ALTJAHRSWOCHE

 



ALTJAHRSWOCHE 
(Zwischen den Feiertagen / Raunächte)


Der Unternächte, zwölf wilde Gesellen 

 Preschen heran, aus den mystischen Weiten 

Von sphärisch' Gestaden – als brausend' Wellen 

Zerstückeln sie Lüfte im Flug und gleiten 

 

Zu der Staubgeborenen, Lebensbahnen. 

Sie zu nasführen und prüfen überall. 

Sich präsentieren in Spielen und Dramen 

Und sie ängstigen mit schaurig' Horror Schwall. 

 

Unbemerkt preschen sie durch allen Besitz. 

Dienend der Sonne – verbandelt mit Mithras. 

Dies' man sich kündet – so sagt man – wär' kein Witz. 

Hänget nichts Nasses – nicht vor, noch hinter Glas. 

 

Sollten sich zwölf Wilde, darin verfangen 

Nehmen sie Leinzeug und die Fäden mit fort. 

Übers Jahr, wirst'd nach dem Leben verlangen; 

Wird nur nichts nützen – liegst an nasskaltem Ort. 

 

So sei dir geraten, von alter Zeit her, 

Dann fühlst du dein Leben – gar leichter – nicht schwer. 

Wisse – Überlieferungen, sind gut. 

Oft stärken sie Denkart und Lebensmut. 



© Bild & Ballade by: HerrWortranken 


25 Dezember 2020

EXLIBRIS

 



EXLIBRIS 

  

          Ein Zeichen 

Aus fantastischen Gefilden 

Heute ich verspürt 

          Es war mir 

Befremdlich im Kopfe zumut' 

Die Kehle geschnürt 

          Was war das 

Umfassendes Klammern – Am Herz 

Versagt mir die Luft 

          Ich lechzte 

Höre Klangfolgen und Stimmen 

Es kam aus der Gruft 

          Sphäre – Pein 

Himmel und Hölle – Einigkeit 

Neue Erkenntnis 

          Ich bin es 

Selbst Artemis erfolglos jagt 

Endlich Exlibris 

   

 

 


 © Bild & Text by: HerrWortranken  

 

 





21 Dezember 2020

STARRE



 

STARRE 

 

lasst uns reden 

über leben 

leben lassen 

leben hassen 

covid winter 

schlimmer sprinter 

kam zu eilig 

ist nicht heilig 

heut zum feste 

ohne gäste 

lasst uns feiern 

's ist zum reihern 

wir sind stärker 

niemals kerker 

sind zu hause 

machen pause 

lassen impfen 

ohne schimpfen 

(frau mit kind und mann 

sind dann besser d'ran) 

 

 

© Bild & Tetrasyllabus by: HerrWortranken  




 

17 Dezember 2020

RÜBENRECHTSWESEN

 



 

RÜBENRECHTSWESEN* 
ein ababpöm 

||: Da – da – da daaaa :|| 

 Wer pochet da 

 

Ist's ein Appel –  

Klingt leis' und grell 

In meinem Ohr 

Rich' nur Odor 

Tod – bist du es 

Du machst mir Stress 

 

Mein Herz schwingt Vier 

Aber 

s'ist meine Fünft 

Noten sind Zier 

 

Notunterkünft' 

So leb' ich heut' 

 Hab' nichts bereut 

||: Da – da – da daaaa :|| 

                                       

© Bild & *ababpöm by: HerrWortranken  





13 Dezember 2020

LUCIAVISION




LUCIAVISION
 
Frei nach dem Märchen «Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern»
Von Hans Christian Andersen.

 
 
Ein Dunkeltag freit Raufrostnacht. 
Ein dürftig Gör möcht jetzt erst recht, 
Am Tagesend' – heim – fern der Gracht, 
Zu Vaters schäbig Hütt' – dem Knecht, 
 Der diese abgezehrte Maid, 
Zum Schwefelholzverkaufe zwingt. 
Die fremden Seelen haben's leid, 
Zu kaufen, was die Kleine bringt. 
 
Weisung zwingt – nicht selbst zu nutzen, 
Der Schwefelhölzchen wärmend Licht. 
Wohnlichkeit – von fern, aus Butzen. 
Vergessen jetzt, was ihre Pflicht. 
 Sie zündet's Erste – an dem Ort. 
Erstarkter Mut – sie zündet weiter. 
Das Zweite – Dritte brennt sofort. 
Kalt wird's – doch sie wirkt heiter  
Und träumt den Traum von einer Hand, 
 Die führet sie, in fernes Land. 
Aus dem es niemals Rückkehr gab. 
Dies Land heißt Frieden – ist ihr Grab. 

                      


                
© Bild & Text by: HerrWortranken 







04 Dezember 2020

nig_RAPORT_a

 




 
 nig_RAPORT_a 

 


man ging 
flanierend 
vor sich hin 
Im kopf nur freude 
auf der sim* 
mit kind und frau 
in freundes arm 
genoss geseh'nes 
mittig im schwarm
der nachbarn und der namenlosen 
die präsentierten in manch posen 
und in gekonnten posituren 
die straß' belebt 
mit einkaufstouren 
 
es war wie immer 
dacht' nichts arges 
zu dieser hellen zeit am mittag 
niemals an grauen – tod des tages 
nicht mal an horror, nicht an anschlag 


gefangen
zwischen shop fassaden 
schreie
ums nackte überleben 
ein mordfahrzeug 
auf zickzack pfaden 
tote  – 
verletzte  – 
trauer  – 
beben  – 


                         

                                      © Bild & Text by: HerrWortranken  

*)Simeonstraße in Trier (Flaniermeile)       



01 Dezember 2020

VERHEIßUNG

 





VERHEIßUNG 
 
Wer heut' im Kaffeepulver rührt 
Wird kaum zum Impfen animiert 
Immunisieren ist ein Gut. 
Mach' es – brauchst dazu keinen Mut; 
Voraus zu sagen ungehemmt 
Im nächsten Jahr käm' angeschwemmt 
Zum wiederholten Male dann 
Die Pandemie für Frau und Mann 

 
  
 
           © Bild & Text by: HerrWortranken  
 



29 November 2020

MANIER

 





MANIER 

 

ich      kann      nichts      sehen 

halt'     mich      fern 

verleugne      schlechtes 

seh'      den      stern 

den      du     vermutest 

hinterm      dunst 

das      ist      mein      leben 

hohe      kunst 

die      mir      gegeben 

schicksalsgral 

 aus      dem      ich      labe 

gold      –      oral 

 

  

           © Bild  & Text by: HerrWortranken  

 

 * angeregt durch lyrimo-impuls 


28 November 2020

SEILSCHAFT




SEILSCHAFT 

 

Verdrillt, verzwirbelt und verbandelt 

Verklebt, verpflichtend Satz verhandelt 

Verfangen dann im Netz der Handlung 

Verliert man Boden – dann meist Wandlung 

 

Unsicherheit – ? – tat ich das Faire 

Will ziehen flott, daraus die Lehre 

Ohn' Klüngel ist man unabhängig 

 Bleib treu dir Mensch – dann bist 

Anständig 

 

 

           © Bild & Text by: HerrWortranken  

 

 * angeregt durch lyrimo-impuls 


 

27 November 2020

PEL





 PEL 
 

Klein    und    eckig    dieses    Gizmo, 

Heutzutage    überall. 

Nutzt    es    uns    für    täglich    Info. 

Spannungslos    –    ist's    nur    Verfall 

 

In    der    gegenwärtig'    Hektik. 

Was    wär'    weltweites,    Kontakten. 

Funktioniert,    rein    mit    Elektrik; 

Brauchen    es    zum    schnellen    takten. 

 

Was    kann's    sein,    das    winzig    Ding. 

Bist    der    Lösung    schon    ganz    nahe. 

Wird    genutzt    als    praktisch    Ping, 

Oder    –    zeigt    dein    Kopf    'ne    Brache. 

 
 
           © Bild & Text by: HerrWortranken  
 



26 November 2020

KAUTION

 




  KAUTION 
ein erase Gedicht extrahiert aus Friedrich Schiller «die Bürgschaft» 
Worte in der original Reihenfolge 
 

     wolltest du mit dem wüterich 
     die schwester erwürgen 
     schweigend von dannen stürzen 
 
         die quellen und bäche schwellen 
         und gott hat erbarmen 
         mit drohend geschwungener sonne 
 
             geschwätzig schnell bückt er sich nieder 
             und malt zwei worte ans kreuz 
             mit hoffender wiederkehr 
             «retter kommen» 
 
der freund schlachte die sonne am tor 
die menge gaffend an dem seile zieht 
drauf spricht er gelungen 
«nehmet die dritte» 

  
           
 © Bild/Montage & erease-Text by: HerrWortranken 
 
ein erase Gedicht extrahiert aus 
Friedrich Schiller «die Bürgschaft» 








25 November 2020

MISSINGSCH





 
MISSINGSCH 
 
Mundart ist Kunst des Mundes. 
Die Art des Mundes – manchmal offen 
Versprüht dann Eckiges, auch Rundes, 
Wobei die Hörenden dann hoffen, 
Dass sie verstehen Wort und Sinn, 
Auch wenn Bewegung fehlt, dem Kinn.
 
Vermögen hat, gleichfalls, wer arm 
An Bildung, oder Portmonee.  
Vermögen zählt zum Eignungskram 
Der Menschen ungeplant Idee. 
 
Lasst leiten euch von der Agogik. 
Schreibt freudig heut im Dialekt 
Und zeiget frei nun eure Logik 
Auf das dies allen, dann auch schmeckt.

 
 
            © Bild & Text by: HerrWortranken 
 
 

 

 

 



24 November 2020

SCHARTEKE KLADDE

 







SCHARTEKE KLADDE 

Seit siebzehnhundert Nochwas 
Steht spinnenfädend dort, 
Das dunkle Einkochglas 
Vergessen in dem Hort 
In dem es Wohlfühl harrte. 
 
                 ~ ~ ~ 
 
Im Innern dieses Innen 
Geheinnisvoll' Genießen 
Wer's ahnt 
Liest sonnenglänzend Zinnen 
Und findet zwischen Biesen 
In uralt Zeichen – ein Kochrezept 

 
 
 
            © Bild & Text by: HerrWortranken 
 
 




23 November 2020

SZENARIO


© gif-Animation by: HerrWortranken  



SZENARIO 
 
Ein Korpus – ungeklärt welch' Art 
Im Blickfeld meiner Augen, zart 
Fragt mich, durch seine Existenz 
Wer Sieger – wer hat Resistenz 
 
Fass dies' nicht an, so mahnt mein Sinn 
Ist drin ein Katzensarg aus Zinn 
Oder 'was Schlimm'res, das dann knallt 
Oh Gott – wie's mir im Kopf, nun wallt 
 
Nein nein, ich lass' es dort, wo's steht 
Vielleicht ist's chemisch und es bläht 
Mag sein – im Innern lebt die Katze 
Von Schrödinger – horch  – die Tatze 


 

  

            © Bild-Animatin & Text by: HerrWortranken  

 

 * angeregt durch lyrimo-impuls 




 

22 November 2020

SCHIEF

 



SCHIEF 

 

Vor einer Summe, harrt Erwartung 

Jedoch bei Menschenmassen – Achtung 

Sieht man, wer querdenkt steht in Menge 

Im Block der dissonanten Klänge 

 

Jenseitig Wahn der Transzendenz 

Verrechnet vielen die Sentenz 

Entflammte Trunkenheit des Zieles – 

Bleibst lächerlich Figur – des Spieles 

 


 

            © Bild & Text by: HerrWortranken  

 

 * angeregt durch lyrimo-impuls 




21 November 2020

VERLANGEN






VERLANGEN 
(ein Pantun) 
 
Verloren in der Welt der Hetze 
Gefangener, im Zwang der Wahrheit 
Bringt Farben in die Sätze 
Die Sehnsucht nach mehr Offenheit 
 
Gefangener, im Zwang der Wahrheit 
Des Lügners Gegner – jeglicher Aporie 
Die Sehnsucht nach mehr Offenheit  
Leben – vor aller Agonie 
 
Des Lügners Gegner – jeglicher Aporie 
Glorioser Zukunftsglaube 
Leben – vor aller Agonie 
Beschützt – unter der Götter Haube 
 
Glorioser Zukunftsglaube 
Bringt Farben in die Sätze 
Beschützt – unter der Götter Haube 
Verloren in der Welt der Hetze 
 
 

 

            © Bild & Text by: HerrWortranken  

 

 * angeregt durch lyrimo-impuls 

 




20 November 2020

ANACHRONISMUS

 







ANACHRONISMUS 


sag an mein herz 

wo ist der schmerz 

der in mir brennt 

ich spür ihn kaum 

die lieb – sie pennt 

nicht nur im traum 

auch jetzt spür ich 

sie liebt mich nicht 

 

 

            © Bild & Text by: HerrWortranken  

 

* angeregt durch lyrimo-impuls 




19 November 2020

ERDICHTUNG

 



ERDICHTUNG 
(ein Triolett) 
 

Lyrimo mag ich alle Jahre,  

Phantasmagorisches als Märchen. 

Ein Satz kann's sein – ich rauf' die Haare. 

Lyrimo mag ich alle Jahre,

Die Worte, wie auf einer Schnur. 

Schreib nieder sie im Staub der Lärchen. 

Lyrimo mag ich alle Jahre,  

Phantasmagorisches als Märchen. 

 

  

                              © Bild & Text by: HerrWortranken 

 

* angeregt durch lyrimo-impuls 

 

 


18 November 2020

MUSKELTREIBLING


 


MUSKELTREIBLING 


manch einer hat ein fahrrad heute 

der eine hats im keller stehn 

der andere trägt's auf seiner nase 

für manche scheint es fette beute, 

wenn unverschlossen, sie eins sehn



 

                              © Bild & Text by: HerrWortranken 

 

* angeregt durch lyrimo-impuls 





17 November 2020

HEUTE.IST.DER.WOCHENTAG.EIN.DIENSTAG


 

HEUTE.IST.DER.WOCHENTAG.EIN.DIENSTAG 

      ein Ababpöm-Silben-Akrostichon 

 

 

HEU_lend zieht er durch sein Stadtteil 

TE_ilbewaffnet – schwenkt den Giftpfeil 

IST betrübt, weil er den Bogen 

DER_er, die ihn heut' betrogen 

WOCH_entags nicht finden kann. 

EN_täuschung pur –bei diesem Mann 

TAG_s zuvor war alles besser 

EIN_igkeit ging ohne Messer 

DIENS_beflissen dann beim Essen 

TAG_s darauf – alles vergessen. 

 

 

 

                              © Bild & ababpöm-silben-akrostichon by: HerrWortranken 


 * angeregt durch lyrimo-impuls 

 


16 November 2020

PNEU

 


PNEU 
 
Schulter – defekt und kein Profil 
So hängt er rum – im Kopf debil 
Rundum verschlissen zeigt er sich 
Sein schmutzig Auseh'n – widerlich 
 
Früher war er Star der Leute 
Viele wollten ihn als Beute 
Seine Laufleistung vergessen 
Heute träumt er von Fachmessen 
 
Glaubt ihr Leser, dieser Zeilen 
Irgendetwas könnt ihn heilen 
Nein sag' ich – es hilft Verbrennung 
Auf zum Wertstoffhof – dann Trennung
 

 

 

 

                              © Bild & Text by: HerrWortranken 





15 November 2020

SINNEN

 



     SINNEN 
 
Streckt mir den vollen Becher heut‘ entgegen. 
Ich nehm‘ ihn auf mit meinem hungrig‘ Herze. 
Wenn es euch freut, seid frei in eurem Leben 
Und füllt ihn mit den simplen Worten eurer Scherze. 
Mischt gern den Inhalt mit dem schmeichelhaften Beben 
Das ihr tagstündlich nutzt 
Für lachhaft gloriolen Auftritt eines sinnlos‘ Leben, 
Das schon seit Anbeginn verschmutzt. 
 
In einem Zuge, werd‘ ich den vollen Kelch, 
Ohn‘ Abwägung, vor euren Augen öden, 
Damit in Schnelle, mein Verdauungsapparat, 
Der Worte Inhalt neu vermischt 
Und dann mit breitem Schwall, euch überziehet. 
 
Seid dann besudelt oder auch beglückt 
In einem Maße, 
Der sinnend euch, weil ihr verrückt, 
Begleitet auf der Zirkusstrasse. 




 * angeregt durch lyrimo-impuls                     © Bild & Text by: HerrWortranken  

_________________________________ 
(© Theodor Fontane:
«Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf»)
(© Helmut Schmidt: 
«Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden»)


 
 



14 November 2020

SUMMASUMMARUM

 



SUMMASUMMARUM 

 

Wir sitzen schreibend Seit‘ an Seit‘ 

Auf Abstand dichtend, nicht sehr weit 

Mit uns’rem Schreibbedürfnis 

Wieso heut‘ dies‘ Zerwürfnis? 

Es war doch nur ein Tweet 

Indem ich vielen riet 

Und viele Leute kränkte 

Als ich mich stark verrenkte 

mit meinen heilig zornig Worten 

 

 

    © Bild & Text by: HerrWortranken 



* angeregt durch lyrimo-impuls 



13 November 2020

PARTIZIPATION_SARS-CoV-2.

 





PARTIZIPATION_SARS-CoV-2.

 

die liebe so bist die sprache 

ich versiegte immerfort 

wir nach bild das jammerkleid 

uns mehr tagkraft schwächte ein oft 

im leidenschaft der forschen standen wir ohne jahr 

 nur großes lebensgefühl rang aus dich leiden 

kopf der ganzes wird tiefen ein 

dem hat kann sehr mir hehren 

erst er herzensgrund verstört 

im dann großen deinem dein 

wir lechzt und suhlten liebe 

hält ehrliche leben das zweifelnd sehnsuchtmund

darf ganz lang verwehren 

der es gebracht auf mit gefühl dann nichts denkt lang 

dem partnerschaft quält uns der hunger höchsten selbstmitleid 

viel tiefer zeigen massig klammerung 

ein doch liebe – dein oft hiebe meinen einzig suche 



 

  © Bild & ababpöm by: HerrWortranken 


* angeregt durch lyrimo-impuls 





12 November 2020

LUXIERT


 

LUXIERT 

 

wenn HEXEN SCHIEßEN dann SPALTEN TÜREN 

und HOCKER BAR des FUßES, TRETEN 

wenn EISEN BÜGELT mit allüren 

dann RÄUME ich, den SCHANK, auf feten 

 

und TASTE die KLAVIERE festlich 

damit die SCHEIBEN TÖPFERN restlich 

auch KLAMMERE ich das BÜRO heute 

mit pinsel, FLECKE ich des FETTES beute 

 

 
  © Bild & ababpöm by: HerrWortranken 
 



11 November 2020

DREIEINS

 


DREIEINS 

 

draußen vor 

doch 

hinterm tor 

am 

fensterglas 

sitzt 

alles was 

ihm 

wert und lieb 

hat 

auf anhieb 

freud‘ 

bereitet 

als 

er freitet 

und 

sie liebet 

tags 

und nächtens 

so 

ist’s rechtens 

 

  

  © Bild & Trisyllabus-Text by: HerrWortranken 

 



SINTEMALEN


 




SINTEMALEN 

 

Es war Walde. Denn diesen Wald der Furcht erneut. 

So zu künden, will sagen. So Weg verlassen. 

Bekleidet schon zeigt angedauert die Nacht erschöpftem Meer. 

Flut zurückblickt. So wandte dunkle Talschlucht. 

Die keinen gerastet setzt‘ ich ednemamrutsreuef Fuss. 

Behende das Untier nimmer mich wandte. 

Sternen die schönen buntgeflecktem Felle. 

Nicht geringer, der mich Hunger kam. 

Fürchten schien ihrer Magerkeit ihr ausging. 

So hoffte und wie bringet in seinem friedelosen Sonne, 

Schweiget ednemamrutsreuef Gestalt. Doch, als ging mir Hügels. 

Der den erblickte rief ein Schatten lebender Eltern. 

Auch spät Lügengötter ehrte ein Dichter. 

Kam, als kehrst du. Wesbalb Freude. So bist entfließet. 

Entgegnet andren Dichter. 

Mein Empfehlung bist Schöne. Schreibart errette mich. 

Erbeben willst du weinen? Musst Klage gestattet. 

Niemand ihn getötet. Bösgeartet sättigt. 

Und nach sich gattet Land und Tugend. 

Daheim ist das ednemamrutsreuef verblutet. 

Von Hölle, wo ew’ge Räume schmerzgebrochnen Flammen. 

Zufrieden hofften ich dahin. Dich Kaiser will man Weltenall. 

Ednemamrutsreuef gesegnet, ich beschwöre. 

Jenem Unheil fliehe. Ich sehe jene ednemamrutsreuef Schritte.



  © Bild & ababpöm by: HerrWortranken 

  * angeregt durch lyrimo-impuls



10 November 2020

’s_ist


 

’s_ist 



fa_TAL ist’s Leben, heute UNTEN 

 

kein PARADIES  für j_EDEN  

 

für Lesben, alle Homos, Tunten 


DENK_MAL daran, es ist ein LEBE_n 

 

 

 

 



    © Bild & ababpöm by: HerrWortranken 

 

* angeregt durch lyrimo-impuls