Sonntag, 12. April 2015

DAS PREDIGENDE SYNDROM

 
 
*pegida Dresden Syndrom


DAS PREDIGENDE SYNDROM 

 
 

 

I
Ein Kerub, namens Licht, nahm sich des Formulierers an, dass der von Klarsicht animiert, ein Wörterbild mit scharfen Kanten porträtiert, um einer Welt, mit sehend Blick, im Vortrag Klärung zu vermitteln.

 
II
Freund Essentia, der mich begleitend informiert auf diesem Pfad hinunter in den modrig braunen, klaftertiefen Mulm, weiß zu berichten, das der Kleister, der die Welt zusammenhält so ramponiert wie sonnenausgedorrter  Fensterkitt, der brüchig dann aus seinem Winkelbette fällt, wenn man fortdauernd knallend, schließt den Fensterladen, um abzuschotten eigne Unzulänglichkeit, vor Fremdes Blick.
 
III
Ich setz nun Fuß vor Fuß und werte nur all hundert Schritt, damit Gedankenraum im Hirn nicht engt, durch töricht Mengen von statistisch' Zahlenwidersinn, abgrenzend mich, von megaphongestützten Flausen, jenes Rummels.
 
IV
Wir kamen an zur tageshellstenden Zeit, den eingefärbten Ort zu sehn, der dann zur nächtig' Mondenwandlung, als Fratze, prostituierte.

V
Blendung der Dunkelheit des düsteren Knechtes Lanze stieß vor mit mannigfacher Wucht der Sehnsucht ruhmlos Tat.

VI
Unsäglich bitterer Geschmack, des Wortes Postament, verbreitete ein Nebel über jedwede Schlüssigkeit.
 
VII
Eines Gedankens machtvoll' Herrschaft, diese Blenderwelt zu überwallen, deren Denkstrukturen dümmlich, das unbeholfene Wissen ohn' Zusammenhang, mit törichtem Skandieren buhlend, plätzefüllend überlädt, erfüllt die Stadt.
 
VIII
Seht, alle Reiter dieser Endzeit sprengen mit geifernd Wut heran, die dumpfen Münchhausiaden und begleitend Sprüche, die jeder Tatsach' abseitig bleiben, als wünschenswertes Leben, jetzt in dieser Zeit, zu postulieren.

IX
Ein Wochenanfang nach dem anderen, hanebüchen in der Wiederholung, folgt angsttraumgleich des Irrwitz' vorgeplappert Torheit Wort.
 
X
Uns bleibt die Hoffnung, und die lebt zusammen mit der Kraft, die diesen Wahnsinn bald vergehen lässt, wenn Sinn erhebt sich über Dunkelheit des Unsinns.
 
XI
Doch, während aktueller Zeit des Weges, vorgezeichnet weltumspannend Trägheit, der eingelullten inaktiven bürgerlich verrottend Wesenheit, zeigt uns Historie, den Abklatsch der vergangenen Generationen, die gleichen Zyklus nie gewünscht und doch durchleben mussten.
 
XII 
Manch Fremder, der den Umstand' sieht, fühlt Ekel in der heutig Stund.
 
XIII 
So ist auch er gewiss zugleich, dass solch Geschmeiß nicht logisch Tat vollbringt.
 
XIV
Die Qualität der Massen kann Quantität der eignen Größe niemals übertrumpfen.
 
XV
Begleiter Lichtgestalt, heischt mich zur Hastigkeit den Montagsort zu fliehn.
 
XVI
Der Traum glüht endlos, auflodernd jetzt mit fürchterlicher Feuerwalze aus des garstig Faschos Brut, somit scheint unserem Land all' Zukunftshoffnung dieser Welt verloren.
 
XVII
Ich hoffe, dass die Kindeskinder, die dieser Staat in Bälde kreißt, von trostlos' Vorurteil befreit und alle Herkunftsfarbenvielfalt derer Haut, als das Normale, Akzeptable auch begreift.
 
XVIII
Gönnt meiner Feder etwas Ruhe, zum Decrescendo ihres flotten Stils, damit der Tintentank erneut sich füllt, um euch hinfort mit lichtdurchflutet Zeilen zu bedenken.
 
 
 
© picture & poem by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 
 



Freitag, 3. April 2015

KUMMERTAG

 
 

 
 
 

KUMMERTAG

(Freitag vor Osterfest)

 
 
Zuviel geschehen letzte Zeit.
Auf uns'rer Erd', trotz Christenheit,
Islam, Buddhismus, Judentum und Hinduismus.
Frag dich stumm.


Halt inne jetzt.
Mit Glaubenssatz.
 Verlass den Pfad der Menschenhatz.

Kundtu heute,

allerorten,
Duldsam Tugend,
Nur mit Worten.
 
 
 
 
© picture & poem by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 

 
 
 


Dienstag, 17. März 2015

LEBEN

 
 
 
 

 

leben


aus der fläche ungebremstes tuscheln,
mit gefiederter geschwätzigkeit vieler flügelschläger
mischt eine Dauerhaftigkeit, der himmelssymphonie,
über uns.
 
knorriges balzen, eines täuberichs,
prononciert das versmaß dieser melodei.
 
eine stahlblaugrüne schmeißfliege
setzt zur landung
auf einer Steinplatte an.
 
unbestimmte blicke der freiluftgenießer fokussieren in weite und nähe wechselnd,
die vielfältigkeit der sprießenden farbpaletten
eines mit mächtigkeit gebärenden erdensubstrates.
 
krautfremdlinge,
vorurteilsschwer als unwürdig tituliert,
versuchen beeindruckend,
ihr blattgrün,
durch die tageswärme wachsend darzustellen
und ertragen den despektierlichen blick eines spatengerüsteten gärtners.
 
harmonie im licht des frühen nachmittags
streift in wallenden schüben über den grund.
 
frühling ist's.
sommer kommt
mit erfrischendem herbst
und ruhendem winter.
 

 
© picture & poem by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 
 



Montag, 9. März 2015

SCHAFFENSKRAFT

 
 
 
 
SCHAFFENSKRAFT
 
 
licht aus sonne
strömst ins leben
bringst uns wonne
lässt uns beben.
 
frühling, sommer,
herrlich zeiten.
blast den pommer.
nie mehr streiten.
 
lust versprühst hier,
sensitive.
anspornst gier,
kreative.
 
mag dich spüren
immer wieder.
 ohn allüren
sing ich lieder.
 
frühling, sommer,
herrlich zeiten.
 kraftvoll donner
spielt die saiten.
 
 
 

 
© picture & poem by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 
 


Freitag, 6. März 2015

STERN IM PRELENZ

 

 
 
 
 
 

STERN IM PRELENZ * 

 
 

sonne, bist impulsversender,
 
lebensschaffer, tatenspender,
 
gleißend maßlos,
 
nie als blender.
 
schenkst dein füllhorn.
 
du verschwender. 


 

 
© picture & poem by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 


Donnerstag, 5. März 2015

DIGITALER HAIKU

 
 
 
 
 
 
 

DIGITALER HAIKU

 
 

Ich bat ums Passwort

 
Niemals, schrieb sie mir zurück



Im Nu war ich drin


 

 
 
© Bild & Haiku by: ChapTer Kronfeld 
 
 
 
 
 
 


Dienstag, 3. März 2015

PRELENZIG [ababpöm]

 
 
PRELENZIG

PRELENZIG

<ababpöm   &   klayrik>

 
 
 
(3 x) ᑇreschniefen  (←)  "Fffffffffffff - TT"  (→) 
 
 
TTummmmBe   Danken   fliehen   dir
 
 
SogesSst   jeTTZZooh   nur   das   ReiiiHne
 
 
Der   ummmmspuuuuuhltenNn   NahHhsenluFFFFFTT
 
 
In   dein   schmerzenvolles   Herze
 
 
In   des   Kopfes,   der   das   Deine
 
 
Fernt   das   Schmerze
 
 
(3 x) ᑇreschniefen  (←)  "Fffffffffffff - TT"  (→) 
 
 
Freunde   spüre   ich   in   allen   Kleidern.
 
 

  "Fffffffffffff - TT"  (→) 
 
 
 
 
 
© picture & ababpöm & klayrik by ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Sonntag, 1. März 2015

L ּ CHER IM S ּ STEM

 
 
 
 
 
 
 

L ּ CHER   IM   S ּ STEM

 
 
Das Loch verlor durch Offenheit
Von Anbeginn, Struktur und Zeit.
Auch war es nie gefüllt mit Geist,
Des' Fehlens schlechterdings, nichts heißt.
 
Ihr seid umgeben, von so Viel.
Doch strebt erbärmlich nach dem Ziel,
Immer im Mittelpunkt zu stehn.
Das Auge täuscht. Ihr könntet's sehn.
Gebartet euch, verroht, als Loch
Und hofftet, andere tragens Joch.
 
Doch alle Übrigen herum,
Die all' vier Jahre wählen stumm,
Innehaben Substanz, leben real.
Sehens. Wahlkreuze sind egal.
 
Ihr entfernt euch von der Masse.
Glaubet noch, ihr seiet Klasse.
Platzieret immer sehr zentral
Des Lobbyisten Wunsch. Fatal
Prägt alles diese Politik.
Die Nachgeborenen mit Blick
Auf das Gesellschaftsloch gewandt
Erkennen flott, ihr ward nur Tand.
Ein absolutes nil, ein Nicht.
Ohn' Hirn, kein Herz und auch kein Licht.
Bitte erspart uns dieses Tun,
Mit dem Gegacker, wie ein Huhn.
 
 
  
© picture & poem by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 


Samstag, 21. Februar 2015

WER HÄTTE DAS GEDACHT ~02


WER HÄTTE DAS GEDACHT ~02




Versuch einer Deutung





©ababpöm & picture by: ChapTer Kronfeld









Donnerstag, 19. Februar 2015

Paradies [ababpöm]





Paradies

[lange Version] 

ababpöm




|:refrain:|
nil 
Mann Sparerib
Duett
Elend Erdball
Heute
Überall
 Lügen Zukunft
  Hoffnungslosigkeit 
nil
|:uıɐɹɟǝɹ:





© KUH-quote & Tohuwabohus  by: ChapTer Kronfeld









     

Sonntag, 15. Februar 2015

SCHWARZWEISSGRAU










SCHWARZWEISSGRAU


Zwei Wege gibt es aus dem Grau.
Der Eine führt ins weiße Land.
Für ihn brauchst keine führend Hand.
Dein Selbst erkennst du punktgenau.

Wenn du die zweite Strecke nimmst,
Wälzt Schwärze sich um deinen Fuß.
Das Dunkle lähmt dich, wirst Konfus.
Verfängst dich arglos in Gespinst.



© picture & poem by: ChapTer Kronfeld 








Samstag, 14. Februar 2015

B Ü T T E N R E D E





B Ü T T E N R E D E 

ababpöm



        { ta } - { ta } 

{ ta } - { ta } 

 { ta } - { ta }        




 er  PO larisiert 

sie  POLE misiert 

es  POET isiert 






© Bild & Büttenrede by: ChapTer Kronfeld












Freitag, 13. Februar 2015

#Haiku ACHT FÜßE






ACHT FÜßE 

zwei kraken haken
stramm, sich mit vierzehn armen.
der dritte macht sex.




© Bild & Haiku by: ChapTer Kronfeld










Donnerstag, 29. Januar 2015

RAFFGIER






RAFFGIER

Habsucht nach Nichts
Nach Leere
Zeigt Lebensart des Menschen
In dieser überbordend Welt der Wechselwirkung.

Was kann es Schöneres geben,
Als Schieres,
Nicht das geringste Bisschen,
In diesem wissensdurstig' Intervall der Weile.

Raum lässt sich prägen,
Ohne Zwang,
Von fremdgedachten Inspirationen,
Die fortab nie, des Individuums Geist verbiegen
.






 © picture & poem by: ChapTer Kronfeld







Dienstag, 27. Januar 2015

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  ©  Dinglosigkeit & Gebilde by: ChapTer Kronfeld

 

 

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