Donnerstag, 23. Oktober 2014

LAUBFÄRBER




LAUBFÄRBER

Herr Herbst, du bist uns heute sehr willkommen,
Wenn du mit deinem Lichterglanz verschwommen,
Zartfühlend, deine gülden' Farbenspiele
Verteilst mit Inbrunst, in der Menschenseele.
Wir mögen dich, du edler Schattenspender,
Du kommst nach Jahresmitte im Kalender.

Du scheinst der wahre Bringer, uns, den hehren
Glanz, der aus dem Baldachin ins Inn're fällt.
Unbezahlbar ist dein Farbenspiel mit Geld.
Mittler, von lichter Glut und dunklen Sphären.

Künstler bist, durch Abwechslung im Kolorit.
Zeigst Formen der Vergänglichkeit beim Auftritt
Auf der Wetterbühne mit dem Blasebalg.
Fuchtelst und drängelst, nicht boshaft, doch mit Schalk.
Zirkulierst, ohn Unterschied von Mensch und Tier.
Herbst, wir mögen dich als Zeitenpassagier.

   


 © picture & poem by: ChapTer Kronfeld



Samstag, 4. Oktober 2014

SUBLIME





SUBLIME



Erhabene,
Erhebtest dich
Aus des freien Flächengrundes.
Durch Gepräge deines Mundes,
Bleibst uns,
Fortab, 

Erinnerlich.

Schönheit zärtelt Wortgerippe.
Musensinn qua Götterweisung
Ändert oft Gemütsverfassung.
Wahrt uns Leser, nah der Klippe,

Abzuspringen in die Tiefe.
Fernab, der hehren Sinneswelt.
Oh Satzgebilde, bist mein Held.
Muse, meine Exzessive.




 © picture & poem by: ChapTer Kronfeld





Mittwoch, 1. Oktober 2014

JAHRESZEITEN






JAHRESZEITEN


MUTTER
du gebärende
wiegtest uns im arm
trocknetest oft tränen
hieltest bei kälte warm

MUTTER 
herschenktest leben
gabst uns die moral 
MUTTER  
du warst uns lästig
doch nur manchesmal

fühltest dich oft einsam
wir kinder flogen aus
du wandeltest dich älter 
und wir bauten ein haus

altersgebrechen 
wurden dauernder zur last
verstandest nur zu bewegen
dich ohne hast

verschenktest 
teil deines lebens 
zeit rasch verrinnt
für dich lief's rückwärts
entwickeltest dich zum kind

dies Kind  blieb die 
MUTTER
wir wiegten sie im arm
wir trockneten die tränen
ihr herz wurde warm 

die mutter im sterben
wir umarmten sie fest
ihrer lunge entschwand
ein beseelt' lebens rest

 

© picture & poem by: ChapTer Kronfeld



Freitag, 26. September 2014

FABEL DER ALTERNATIVLOSEN POLITIK





FABEL DER ALTERNATIVLOSEN POLITIK


      --------- ------ -------- -----------. ------------ ----- ------ -- ----, ----------- --- --- ---. ---- -- ------ --------------, ---- ------- ---------, --------------. ------- ----------------- ------- --- ----- ----- ---------
" ----- ---- -- ------, ----- ------ -----". --- ---- ----: " ---- ---, ---- ----, ---- ------ ----- ----". Hieraufhin öffnete die Murner ein Auge und murmelte ein unverständliches, Maulhalten. Mit einer, für alle zu verstehenden, Lautstärke äußerte sie daraufhin: "Ich finde unter Umständen etwas. Im gegebenen Moment, vielleicht doch einen Weg, wenn ich nur lange genug in diesem Dunst dahinkümmere."
      Alsdann fingen ------------ ----- ------ -- ----, ----------- --- --- --- -------. ------- ----------------- ------- --- ----- ----- --------- ----------------- -------, dann schlafen sie noch 2017.



  © Bild & Fabel von: ChapTer Kronfeld




Mittwoch, 24. September 2014

SYMPHONIE







SYMPHONIE


komplex gefurcht

ein stamm

blattwerk säuselt

rundum der sturm vibriert

besinnlich in gedanken

ein wanderer

hört jetzt die Kunde der natur


  
  © picture & poem by: ChapTer Kronfeld




Dienstag, 23. September 2014

LAPTOPONKEL {nonsense verse}



LAPTOPONKEL



Morgens gegen halbe Vier.
Müde schnaubt er wie ein Stier.
Glaubt sich trinkend in 'ner Bar.
Doch er wusst' nicht, ist es wahr.
Überlegte angestrengt.
Hirn schien leer, wie angesengt.
Dachte nach, ohne Erfolg.
Dann im Kopf ein Bienenvolk,
Surrte, summte, hämmerte.
Bis ihm plötzlich dämmerte,
Dass er träumte. Echt fatal.
Lag er doch im Hospital.

Voll gereihert war das Hemd.
Mund verschmiert, Haar ungekämmt.
Lallte, Sprüche vor sich hin.
Bis ein Krampf in Onkels Kinn,
Ursach' war, für einen Biss,
Der die Zungenspitze riss.
Totenstille, jetzt im Raum.
Herbert fiel in einen Traum.
Merkte nicht, dass seine Frau,
Kam zur Tür herein. Ganz schlau
Stach sie zu. Er sagte nix.
Würdigte auch keines Blicks,
Ihre Falten im Gesicht.
Tante Trude dachte, Schicht.

Onkel Herbert, nie mehr bricht.



© picture & nonsense verse by: ChapTer Kronfeld





Montag, 22. September 2014

SEITEN-STEINE






SEITEN-STEINE


STEIN
kennt nicht ja, noch nein
STEIN
zeigt bewusstsein
STEIN
inneres geheim
STEIN
start aus urknall
STEIN
ursprung überall
STEIN
verwirrend' drall
STEIN
fühle meine hand
STEIN
wertvoller tand
STEIN
mit kunst verwandt
SEIN
WELT DU BIST



© picture & poem by: ChapTer Kronfeld





Samstag, 13. September 2014

FALTENTRUDE {nonsense verse}




FALTENTRUDE


Meine Tante Trude
Lebt in Buxtehude.
Hat durch ihre Falten,
Früher in der kalten
Jahreszeit, gesoffen.
Eheglück betroffen.
Doch es reut sie nimmer,
Ehemann war schlimmer.
Er, der alte Suffkopp,
Kaufte sich ein Laptop.
War damit beschäftigt,
Bis die Frau bemächtigt,
Sich ein scharfes Messer.
Jählings ging's ihr besser.
Heute trägt die Trude,
Diese Herzensgute,
Ihr Gesicht, noch faltig.
Kopf und Hirn, kalkhaltig,
Sind der Zeit geschuldet.
Muhme ist geduldet.



© picture & nonsense verse by: ChapTer Kronfeld



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