Samstag, 13. September 2014

FALTENTRUDE {nonsense verse}




FALTENTRUDE


Meine Tante Trude
Lebt in Buxtehude.
Hat durch ihre Falten,
Früher in der kalten
Jahreszeit, gesoffen.
Eheglück betroffen.
Doch es reut sie nimmer,
Ehemann war schlimmer.
Er, der alte Suffkopp,
Kaufte sich ein Laptop.
War damit beschäftigt,
Bis die Frau bemächtigt,
Sich ein scharfes Messer.
Jählings ging's ihr besser.
Heute trägt die Trude,
Diese Herzensgute,
Ihr Gesicht, noch faltig.
Kopf und Hirn, kalkhaltig,
Sind der Zeit geschuldet.
Muhme ist geduldet.


 

© picture & nonsense verse by: ChapTer Kronfeld



Sonntag, 7. September 2014

WOLKENKUCKUCKSHEIM




                                  WOLKENKUCKUCKSHEIM


          Ein Land, in dem niemals die Schwerter klirren.
                 Ein Leben, ohn' aktuell geahnten Tod.
                 Wohnstätte, ohne des Tötens Farbe Rot.
                 Solch Dasein such ich in den heutig' Wirren.

          Bei dem Versuch, manch Lüge zu entwirren,
                 Antwort versagt man. Der Frager wird bedroht.
                 Flieht diese garstig' Heimstatt des Mammons Kot.
                 Bleibt auf der Walz, solang, es gibt die Irren.

          Schüttelt euren freien Kopf, wenn rieselt Sand
                 Aus Spalten, undemokrat'schem Seilschaftsgeist.
                 Falls des Geldes rohe Macht euch schmieren will,
  
          Gebt nie das Herz dem Henker. Nie mehr sitzt still.
                 Wehret im Chor. Formt ein Werk aus Meisterhand.
                 Wenn Denkart anheizt, nimmer, sie dann vergreist.



                 © Sonnet &  picture by: ChapTer Kronfeld












Montag, 1. September 2014

DEMOKLOPPTEN STEUERN KRATEN





DEMOKLOPPTEN STEUERN KRATEN



Heute hauen diese Paten,
Diese Lenker reicher Staaten,
Immer mit dem Lügenspaten,
Alles nieder. Unsre Daten.
Vieles wird mit List verbraten.
Generieren Psychopaten.
Steuern mit den Implantaten
Unser Hirn, dem delikaten
Seelensitz, der Demokraten.
Mensch, vergess die Diplomaten,
Allesamt sind sie missraten.
Sich're deine Separaten,
Schützenswerten, oft Privaten
Sachverhalte. Deine Taten.



© picture & poem by: ChapTer Kronfeld




Sonntag, 31. August 2014

OMEGABET [ababpöm]



OMEGABET 


das betabet,
es fällt und steht
wirkt wie 'n magnet.
auch wenn man's dreht
auf dem planet,
der worte. seht,
ein sturm. er weht
sehr stark und geht
voll aufgedreht
mit 'nem packet.
noch schnell 'n gebet.
mit dem erfleht
das alphabet,
was ihm zusteht.
plötzlich feststeht,
gamma entgeht
dem abfallbeet.
ende endehhhht.




© picture & ababpöm by: ChapTer Kronfeld





Dienstag, 19. August 2014

SONETT AUF EINE MÄR





SONETT AUF EINE MÄR

   
                            Sehr viele Schatten kamen aus dem Frost.
                                Der Eine wähnte Hoffnung im Gepäck.
                                Doch erst verbarg er uns, den künftig' Schreck,
                                Der innen stak, im Mädchen aus dem Ost'.

                            Entrückte Augen im Gesicht. Wie Rost
                                Beim Golde saß sie da am Seitendeck
                                Des Brockens, deutscher Politik, so keck.
                                Geglückt war ihr das Sitzen durch Glasnost.

                            Relevantes, zu des Bürgers Leben,
                                Hat uns die Frau, bis heute, kaum gezeigt.
                                Seht, sie kann am eignen Stuhle kleben,

                            Schläfrig uns auf viele Wolken heben,
                                Hofft, das Europa sich vor ihr verneigt.
                                Doch fraglich scheint die Zukunft. Acht geben!








 © Sonnet & picture by: ChapTer Kronfeld





Montag, 4. August 2014

WAFFENRUHE





WAFFENRUHE


waffenruhe
aus der truhe
der geschichte
sind nur schlichte
lügenstorys
aller zombies,
deren wissen,
so beschissen
zeugt, vom frieden.

waffenschmieden,
ja das könn' sie.

andre schlachtvieh.

nur sie selber
sind goldgelber,
als all sonnen
je vernommen.

 

© picture&poem by: ChapTer Kronfeld



Sonntag, 27. Juli 2014

VERABREDUNG








VERABREDUNG


Helle des Tages entfleucht.
Nebelschwaden wandeln Licht.
Ein zarter Gedanke bricht
Sich an der Luft und ward feucht.

Erkunden keuscher Räume.
Stichhaltiges zu proben
In nahend Perioden
Immerwährender Träume.

Flugs verdichtet Reales.
Heran brausen Gerüche.
Mixtur aus Schweiß und Küche.
Genussvoll Infernales.

Schwelgend erahnt die Sehnsucht
Die erwartenden Tropfen.
Bitterer Trunk, wie Hopfen,
Drängt das Begehren mit Wucht.

Endlich strömt hitzig Wollust
In des Sinnesreiz Zentrum.
Erlebtes Farbenspektrum,
In unsrer Nacht, im August.

Gierig umspielten Lippen
Dies vorzüglich Schlemmermahl.
Mitternacht, warst genial',
Regisseur an den Strippen.

    
©picture&poem by: ChapTer Kronfeld



Donnerstag, 24. Juli 2014

MOTORIK




MOTORIK


Am Horizont aufkeimt die fahle Dunkelheit.
Die Heerschar ausgebrochen aus dem Höllenschlund.

Sie treibt vornan die üppig Front aus Sturmes Kleid.
Weitab und doch so dicht, darbietet sich ein Schlund
mit grauenvollem, basslastig Eruktieren.       
Es prasselt Furienstakkato mir im Ohr.
Schmerz, real verspürt, durchflammt die beiden Nieren.
Der Körper bebt synchron bei diesem Schauder Chor.

In trüber Schwülstigkeit der neblig dicken Luft,
Die ihren Mantel überstülpt, auf Mensch und Tier.
Wenn abgelegt, das Soundgehabe, seine Kluft,
Dann bin ich nochmals Niederschreiber auf Papier.
Sublimation beflügelt flottes Schreibgerät.
Der Worte Sinn, zu Haufe, möcht ich verbreiten.
Stimmungslagen, immer mit Leichtigkeit gesät
Klingen trotz bissig Wahrheit, wie zarte Saiten.


    

©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




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