Montag, 14. Oktober 2013

TATORT



TATORT

Die Schwiele hat sich einen Zorn gepachtet.
Sieht nichts. Es hängt ein Dunst vor ihrem Auge.
Das Hühnersehorgan verklebt, es schmachtet,
Nach frischer Luft. Will raus aus dieser Lauge.

Die angesammelt sich in derbem Schuhwerk.
Benannt wird sie auch oft als Käsesoße.
Dick ist's, das Auge, doch wirklich nur ein Zwerg.
Gefangen ohne Brille, Hut und Hose.

So verzehrt es, stetig sich in seiner Wut,
Einmal jetzt rauszukommen aus der Socke.
Drückt und quetscht bis alles Rot gefärbt mit Blut.
Gern wär es jetzt schneeweiß, wie eine Flocke.

Doch Zweckarbeit verursacht oftmals Spuren.
Gib niemals auf den Wunsch nach klugen Zielen.
Wer dies erfüllt sich auf den Lebenstouren.
Fortan, er zeigt auf seiner Seele, Schwielen.

Trag diese Hornhaut dann mit Stolz und Würde,
Jetzt bist du Mensch und solcher auch geblieben.
Freigeist gepaart mit Herz, nimmt jede Hürde.
Vertrau nur dir und Taten deiner Lieben.



 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






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