06 Januar 2026

TERRA ARDET

 
© foto by HerrWortranken 




TERRA ARDET 
(die Erde brennt) 

Das Jahr beginnt normal mit Bibbern 
Natürlich 
Es ist Winterzeit 
Doch nicht gewohnt wenn Seelen zittern 
Wenn Menschheit ohne Sicherheit 

Das Jahr begann 
Man lachte viel 
Es war fast so wie immer 
Doch schnell entstand aus winzig' Priel 
Ein reißend' Strom 
Viel schlimmer 

Anmaßend dumm 
Gottvatergleich 
Woll'n Weltenlenker brechen 
Freiheitlich' weltweit Seelenteich 
Der Welt nur Lügen stechen 

So leb'n wir heute in der Angst 
Der Jahresfreiheitstraum vorbei 
Wir sehen zu wie Trump jetzt pranzt 

Uns' schMERZhaft Fritze 

Weiter schweigt 



© Text & Foto by @HerrWortranken     

0014 | 2026 | ©HW     




02 Januar 2026

LUDERE







LUDERE 

Verwunschen dampfig' Glitzerzelt 
Wölbt sich als augenschmeichelnd Welt 
Zu einem Dunkelwohlgefühl 
Das mir im träumenden Gewühl 
Mit worteschmeichelnd' Phantasie 
Und eigenwilliger Magie 
Ein fliegend' Teppich für mich webt 
Mein Geist darob gemütlich schwebt 

Luzide leb' ich in den Tag 
Vom Gestern bis zu meinem Sarg 
Fühl' Tag und Nacht viel Fröhlichkeit 
Und kenne keine Hörigkeit 
Hör' nur wie Kinderseele tickt 
Und warte bis Impuls mich zwickt 

Ich halte als Antenne dann 
Die Feder hoch mit Spitze dran 
Synapsen sind die Kabel mir 
Ganz analog wird Reim zur Zier 



©text & bilddprache by @HerrWortranken     

0002 | 2026 | ©HW   





   

01 Januar 2026

WORTE RANKEN OHNE SCHRANKEN







  WORTE RANKEN OHNE SCHRANKEN

Worte  
    kriechen  
        schlingen sich  
                  um Schatten  
                                stolpern  
                                     in Ritzen  
                                              Geheimnisse 
 winden  
           winden  
                  winden 
                             sich 
 um Gedanken 
                      längst
                             vergessen  
                                          ziehen  
                                                sich hoch  
 knospen  
           in Ecken  
                      brechen  
                                Licht 
                                    in Splitter  
                                             drehen  
                                                       sich 
die Dunkelheit
                      fragt: 
                          "Wer bist du?"
Ein Funke 
             blüht auf  
                           Licht
                                 rankt weiter  
über Zeilen  
        unter Schatten 
                  durch Ritzen  
                                    stolpert 
                                              kriecht 
klettert  
      windet  
              windet  
                      windet 
                              um sich selbst 
webt Muster  
                   über 
                        Muster  
                                über Muster  
                                               bis alles  
                                                         fließt  
 ineinander  
         ineinander  
                 ineinander  
                       und der Funke  
                                             wächst  
                                                    wird Licht  
Ranken 
         werden Worte  
                    die nie aufhören 
                                         zu ranken 
 zu flüstern 
                zu sein  



© ababpöm & bildsprache by @HerrWortranken    


  

31 Dezember 2025

LETZTE ZEILEN KURZ VOR NEUJAHR



© Bild by @HerrWortranken 
... ich sehe nur SCHWARZ ... 



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LETZTE ZEILEN KURZ VOR NEUJAHR 


Es schwinget die Feder
Im vollen Tankhalter 
Auf das dies' jetzt wird 
Ein gelungener Psalter  

Silvester du altes verschrumpeltes Weib 
Verblast ist die Schönheit 
Das Neujahr nicht weit 


Was ist die Liebe heut' noch wert 
Wenn niemand sich um Nächsten schert 

Ist sie noch Motor für all' un'sre Kraft 
Hat sie genug noch von dem Saft 
Der einst im Bauch das Kribbeln tat 
Ich finde nirgends zum Spagat 
Der früher Tagesmotto war 
 
So langsam wird es Vielen klar 
Es ist das Dummgeschwätz der Politik 
Es ist der lange FriedrichschMERZ 
Es ist der Lügenwahlversprechentrick 
Der hier zerfällt 
Wie mottendurchgefress'ner Nerz 




© Text & Bild by @HerrWortranken    

0607| 2025| ©HW     



28 Dezember 2025

PARABOLA CASUS

 






  PARABOLA CASUS 
(parabel des untergangs)

Im Außen schroff und kantig fremd 
Mit Worten rotzfrech ungehemmt 
Bei allen Völkern so auch hier 
Meint dieser Berg er sei das Tier 

Fernab von aller Menschlichkeit 
Gestützt vom Beifall Braunblauzeit 
Gründolchlegend' Vasallenwerk 
Dabei ist er nur dummer Zwerg 

Er glaubt sich Retter in der Not 
In Wahrheit stiehlt er uns das Brot 
Letztendlich malt er nur dreibastig 
Sein Selbstporträt gefährlich schwatzig 

Mit braunem Abfall in den Bergen 
Geistig verbrüdert mit den Schergen 
Baut man 'nen zweiten Adlerhorst 

Im Herz kein Feuer 

Nur Kammerfrost  




© Text  & Bildsprache by @HerrWortranken    
0595 | 2025| ©HW      




27 Dezember 2025

INNOCENTIA

 




INNOCENTIA 

Mutter plagte manche Sorgen 
Vor dem Tode zu besorgen 
Und so bat sie ihre Kinder 
Sorgt euch bitte um den Vater 
Wenn ich von den Wolken blicke 

So solls sein in uns'rer Sippe 
Ruft ihn jeden Morgen an 
Ob er noch gut atmen kann 
Oder übern Styx gefahren 
Und im Hades schon verweilt 
Denn Freund Hein ist schnell und eilt 

In dem Alter schnell passiert 
Ob's die Kinder int'ressiert 
Vater ist heut' leicht enttäuscht 
Fragt sich 
Ist's normal nach längerer Zeit 
Das das Sippenband porös 

Vater wartet ganz nervös 
Ob das Telefon sich meldet 
Denn er lebt seit dem er Witwer 
Ganz alleine nur als picture 
Hoffentlich noch im Gedächnis 
Ja so ist das mit Vermächtnis 

Wenn nach Wochen Leiche stinkt 
Nachbarschaft den Kindern winkt  
Denn sie haben Haustürschlüssel 
Vater war schon lang vergessen 

Unschuld 
Händewaschen in der Schüssel 



© Text & Foto by @HerrWortranken     

0592 | 2025| ©HW     




25 Dezember 2025

eo tempore

 


eo tempore 
(damals) 

Still war es meist an Heiligabend 
Die Mutter kochte 
Trotz großer Not 
Das Kind war wartend auf den Abend 
Der Vater war schon lange tot 

So zog sich hin das lange Warten 
Aufs Christkind und was alles noch so kam 
Wohnzimmertanne war schon fertig 
Geschmückt 
Trotzdem sie waren arm 

Am Baum gebügeltes Lametta 
Man nutzt es immerzu nochmals 
Mit silberbronz' gestrich'ne Nüsse 
Die Zeit war karg 
So wars damals 

Geschenk für Sohn war Unterwäsche 
Weil Winter kalt zu dieser Zeit 
Textil war kratzig' Wollgewebe 
Der Sommer war ja noch sehr weit 

Die Aufziehbahn aus einfach Blech 
Auch Schienen waren viel zu kurz 
Es fehlte noch der Kantenschutz 
Der Jung' verletzte sich 
Und stolpert über Schienenrund 
Mit einem schmerzhaft' Sturz 

So ging das alte Jahr zu End' 
Silvester hat man nie gepennt 
Das neue Jahr wie immer gleich  
Ganz wenig' Menschen waren  reich 




© Text & Bildsprache by @HerrWortranken    
0595 | 2025| ©HW     



24 Dezember 2025

MEMORIA

 


... ob das der Autor ist? ... 
7


 MEMORIA 

Es war so schön in Kindertagen 
Einmal im Jahr Froh' Weinacht sagen 
Gebastelte Geschenke schauen 
Und Vater Mutter blind vertrauen 

In Kinderphantasie da rauschte 
Das Flügelschlagen und es bauschte 
Auf 
Uns're Weihnachtsfreuden schnell 
Das Bleilametta strahlte hell 

Nüsse die am Baume lockten 
Wir als Kinder drunter hockten 
Staunend dann nach oben schauten 
Glizernd' Kugeln 
Träume bauten 



© Text & Bildsprache by @HerrWortranken       

0577 | 2025| ©HW    

23 Dezember 2025

NECROLOGIUM

 





NECROLOGIUM
(Nachruf)


Ein Stirnrelikt steht eingepflanzt 
Am vorder'n Glatzenrand 
Verklebt von Schweiß und altem Selbstbetrug 
Darunter rechnete ein leeres Hirn 
Das Menschen wog und sie für minder schlug  

Er wählte stets die Kleinen 
Die keinen Widerstand noch Kraft besaßen 
Laut ihm zu widersprechen 
Er brach sie nicht im Zorn nein mit Verstand 
weil leise Grausamkeit sich besser rechnet zum zerbrechen 

Er lernte früh wie man Vertrauen häutet 
Ohn' Messer nur mit Zeit und Blick 
Er nahm was blieb nachdem man Hoffnung beutet 
Und nannte diesen Raub dann gut' Geschick 

Wenn einer weinte blieb er ruhig stehen 
Er mochte es wenn Scham den Boden sucht 
Er sah dem Zittern gern und lange zu 
Als wär es Kunst 
Als wär es Selbstgenuss 

Das Schandbüschel 
Stand wie ein schmutzig' Siegel 
Ein Mal das selbst der Spiegel nicht verzieh 
Es zeigte jedem der es sah 
Was unter Haut und Namen wirklich war  

Er fraß sich hoch aus fremdem Stillesein 
Aus Ja-Gesagtem das kein Ja mehr war 
Er lebte gut vom langsamen Verfall 
Das er als Werkzeug damals stahl 



© Text & Bildsprache by  @HerrWortranken      

0592 | 2025| ©HW     


20 Dezember 2025

aequalis cum fascismo structurali

 



aequalis cum fascismo structurali 
(gleichbedeutend mit strukturellem Faschismus) 



Ein Körper steht umstellt von grauem Licht 
Die Sonne kreist gefiltert durch den Rauch 
Der Himmel hängt wie Blei auf jedem Hauch 
Doch bleibt das Maß der Dinge unverricht' 

Die Schatten wachsen 
Länger als die Sicht 
Sie kriechen dort wo einst noch Hoffnung war 
Der Winkel ändert sich 
So wie ersehnt in jedem Jahr 
Und jenes Bild verklagt was man verdrückt 

Der Mensch bleibt stehen 
Schaut in die Politik 
Zählt Stimmen während Küsten leise sinken 
Lässt Zahlen reden 
Und zwingt 
Das Seher hinken 
Als sei das Jetzt nur schlechter Augenblick 

Die Schatten rufen 
Man hört sie nicht 
Man raunt 
Es sei nur Licht nur Perspektive 
Ein falscher Schnitt hysterischer Archive 
Kein Grund der tief ins eigne Handeln sticht 

So sammeln sich auf kaltem Untergrund 
Archive aus verzerrten Projektionen 
Vertagte Schuld in tausend Variationen 
Bis selbst das Original verstummt 

Und wenn das Licht zuletzt den Winkel auch verliert 
Steht nichts mehr still 
Auch nicht der alte Kern 
Dann lernt ein jeder spät 
Der Schatten log nie fern 
Er zeigte nur 
Wohin das Schweigen führt 



© Text & Bildsprache by @HerrWortranken    

0581| 2025| ©HW     






19 Dezember 2025

HOLOGRAMM IM SPANNUNGSFELD

 





HOLOGRAMM IM SPANNUNGSFELD 


Ein Zweig ruht still im klaren Mittagslicht 
Die Zeit zieht leis an seinem Rand vorbei 
Und Sonne wandert immer neu dabei 
Doch bleibt das Sein 
Das sich im Schatten bricht 

Der Schatten spricht 
Doch ohne eigne Pflicht 
Erzählt vom Blick 
Nicht von Substanzen frei 
Er formt sich um 
Bleibt niemals einerlei 
Und sagt doch stets was unverändert ist 

Der Mensch steht still 
Betrachtet was geschieht 
Sieht Wandel dort wo Ruhe weiter wohnt 
Ein Spiel aus Form das sich im Wechsel lohnt 
Weil jede Sicht ein neues Fragen zieht 

So lehrt der Schatten ohne dass er zieht 
An Wahrheit selbst die ruhig in sich thront 
Was wir als Bild begreifen ist entlehnt 
Doch trägt es Sinn der weiter als es sieht 

Vielleicht sind wir im Lauf von Raum und Zeit 
Nur Bilder auch vom Licht kurz angerührt 
Vom Blick der andern sanft neu konturiert 
Doch tief darin bleibt etwas ungeteilt 

Und freundlich lächelt wer das Spiel versteht 
Dass Wandel nicht den festen Kern verzehrt 
Dass jede Sicht das Ganze neu erklärt 
Und Sein besteht 
Auch wenn der Schatten geht 




© Text & Bildsprache by @HerrWortranken     l

0583 | 2025| ©HW    



14 Dezember 2025

MENDACIA ET DECEPTIO

 






MENDACIA ET DECEPTIO

<schMERZ in meiner brust>



Im Rausch eigener Umnachtung 
Lügt 
Schwadroniert er seine Kunst 
Gespeist aus schwarzblau Faschotrog 
Beschwört er laut die Münchhausiaden 
Die er dem Abgrund selbst entlog 

Die Lüge steht in kalten Bögen 
Geschniegelt stolz doch leer und blind 
Sie zehrt sich nur an fremdem Leben 
Und würgt die Wahrheit wie ein Kind 

~

Als später jedes Wort zerbarst 
Und selbst der Spott den Blick verlor 
Nie Worte der Entschuldigung 
Blieb Schuld zurück
Er war ein Mensch der sich im Nichts beschwor 
So bleibt unsäglich Tat 
In der Erinnerung 



© Text und Bild by @HerrWortranken    

0575 | 2025| ©HW    




09 Dezember 2025

AMICITIA APERTA

 


(1. Johannes 2,1-6)




AMICITIA APERTA 
(offene freundschaft) 



War nie ein Freund von 
Ce-De-U 
Von schwarzbigottem Tun 
Doch seit die Welt verloren True 
Schau' ich genau mit Zoom 

Ehre dem Mensch' der Haltung zeigt 
Und nicht mit Schwarzbraun Blauem geigt 

Den Namen kennst du hier im Land 
Als Mensch ermordet 
Verachtet 
Von Partei verbannt 

Des Lübcke Walters Memorial 
Steht jetzt als Mahnung 
Fordert grell 
Von schMERZhaft' Bundeskanzlers Hand 

> Halt' offen sie für Emigrant' <




© Text by @HerrWortranken      

0558| 2025| ©HW      




👇
  




06 Dezember 2025

CHOCOLATE SANTA CLAUS

 

© by Rewe-AI



CHOCOLATE SANTA CLAUS 


Ganz egal ob Osterfest 
Oder Zeit der blattlos' Äst' 
Jeden Tag im Jahr kannst tun 
Hauptsach' einig 
Hahn und Huhn 

Nackte Füße bar der Schuh'  
Gierig Sehnen 
Ohne Ruh' 
Trotz der kalten Witterung 
Pärchen giert nach Hingebung 
 
Nicole trifft sich heut' mit Klaus 
Samstagmorgen hinterm Haus 
Klaus hat Körbchen mit dabei 
Nicole sucht das Osterei 

Beide haben sich vertan 
Klaus genießt 
Kräht wie ein Hahn 
Höhepunkt in der Geschicht' 
Nicole zeigt ihr wahr' Gesicht 

Ist verschmiert von dem Genuss 
Beide fassen den Beschluss 
Wiederhohlung tut uns gut 
Dafür braucht es keinen Mut 




© Text by @HerrWortranken     

0556 | 2025| ©HW     




29 November 2025

Gissa Hassorum

 

Bild by Rewe-AI 






Gissa Hassorum 
  (2025.NOV.29 Gießen)

 

Wenn Faschisten Trauer tragen 
Dreht sich um in mir mein Magen 
Jugendwahn mit braunem Schiss 
Und vom Kanzler hört man Driss 

 

Was einst braun
Dann schwarz geworden 
Heute Schwarzbraun 
Menschen Freiheit nun gestorben 

 

Einen Tag vorm erst' Advent 
Ce De U Faschisten Schmeichler 
Mit den Führern schMERZlich Heuchler 
Herz versteckt man unterm Hemd
 
Parlament total  verpennt 


 

👉Blues👈


 © Text by @HerrWortranken      

0553| 2025| ©HW      




 

27 November 2025

SENSIBILITATEM

 



Für den der sich im Nichts verfangen 
Vom leeren Denken sanft umseift 
Ein Mantel aus der Phantasie 
Im Herzen leise reift 
Der Mensch steht da und hält 
 Ein Etwas kalt und sacht 
Als wär’s ein fremdes Feuer 
Das in der Welt nur halb entfacht 

Er konnte kaum sich bücken 
Und suchte Bücher schmal und breit 
Mit schnödem oder gold'nen Rücken 
Doch seine Hand blieb ohne Kleid 
Die Seiten füllten Nichts 
Die Zeilen klafften wie ein Loch 
Die Wörter wehten hohl im Raum 
Kein Klang nur leises Wehen 
Das eigenartig roch 

So zog er durch die Hallen 
Wo Winde atmen stumm 
Und fragt' jedwede Schwelle 
Ob sie ihm Heimat sei 
Die Leere zeigte nur die Schatten 
Sprach nur von Form doch ohne Klang 
Sie stellte ihm die alten Fragen 
Aus der Erinnerung Gesang 

Die leere Leere 
Sagte sie 
Ist nicht ein bloßes Garnichts mehr 
Sie ist ein leerer Rahmen nur 
Ohn' Bilder die einst hehr' 

Der Mensch erhielt ein Teil des Nichts 
Es drückte nicht nur auf sein Sein 
Es wurd' sein stilles Zwischenheim 
So wurde aus dem Nichts ein Ruf 
Nicht leer doch ungefüllt 
Ein Hort wo Fragen atmen schwer 
Wo Ungesagtes manchmal müllt 

Er füllte nicht mit falschem Sinn 
Er füllte mit dem Mut 
Zu setzen einen Punkt im Jetzt 
Aus Schweigen wurde Glut 

Am Ende stand der Mensch 
Mit Händen da 
Ganz frei 
Ein Etwas hat verwandelt sich 
Zum ausgeblas'nen Ei 
Die Leere war kein Ende 
Ein Feld das noch gebar 
Ein Ruf ein' Saat ein Weben 
Und mehr noch wurde wahr

 
 

© Text by @HerrWortranken    


0548 | 2025| ©HW    






17 November 2025

atomizatum

 
by KI




atomizatum 
(ATOMISIERT) 


Himmel Hölle oder garnichts 
Oben unten oder quer 
Lebensende letzter Atem 
Lungenflügel sind jetzt leer 

Alle die dort angekommen 
In dem schmerzfrei Ewigland 
Haben Lebenssteg erklommen 
Bleiben fortan dort gespannt 

Niemand spricht aus dortig' Schönheit 
Wo man faszinierend lebt 
Nur hier unten bleibt die Mühsal 
Bis der letzte Atem bebt 

Wir erfahren niemals Kunde 
Wie's dort ausschaut wie's dort ist 
Spekulieren phantasievoll 
Leben weiter hier im Mist 




© Text by @HerrWortranken    

0539| 2025| ©HW   








14 November 2025

PRECOR AD VIM SPEI




© GIF by @HerrWortranken 
 




PRECOR AD VIM SPEI 
(Ich bete an die Macht der Hoffnung) 


Hoffnung lass' uns bitte leben 
Sei nicht hart zu uns im Streben 
Auszublasen bald das Licht 
Das der Seele Wärm' verspricht 

Unrund ist der Erdenlauf 
Freudentage gab's zu hauf 
Und wir waren nie Versager 
Manchmal wie verformtes Lager 
Doch wir gaben der Natur 
Eig'nes Leben und Statur 

War'n emphatisch alle Zeit 
Wenn es irgendwann soweit 
Lass' all' Freunde zu uns kommen 
Nur nicht die bigotten Frommen



© Text by @HerrWortranken     

0536 | 2025| ©HW       



10 November 2025

RES DIEI SUBT COGITATIONES NOCTIUM

 




RES DIEI SUBT COGITATIONES NOCTIUM 
(die Dinge des tages sind die gedanken der nacht) 

Tage zogen wie ein Band 
Erlebtes bleibt in uns'rer Hand 
Abend atmet milde Zeit 
Nächte sammeln zum Geleit 
Flüstern formen einen Traum 
Sanft verankert dort im Raum 

Schritt um Schritt vergaß man nie 
Jeder Tag schrieb ein Gedicht 
Schatten trugen eine Spur 
Herz bewahrte inn're Uhr 
Sterne bauten still ein Meer 
Sehnsucht blieb nicht ganz so leer 

Manch Erinnerung war schwer 
Seele quoll dann immer mehr 
Worte blieben ohne Stimme 
Nur die Augen zeigten Bild 
Dann fand Inn'res neuen Ton
Hoffnung brannte 
Neuer Lohn 

Morgenröte löst die Nacht 
Neue Schritte and're Macht 
Feuer innen 
Warm und klar 
Mut entsteht 
So wunderbar 
Freundschaft reicht dir offene Hand 
Und zeigt heilsam Hoffnungsland 

Nebel webt das neue Sein 
Gedanken fliegen nicht allein 
Lehren wachsen 
Tief und sacht
Aus dem Dunkel kreißt die Macht
Jeder Tag schenkt still Vertrauen
Und lässt leise Wege bauen 

Manchmal ist die Nacht sehr schwer
Doch der Morgen atmet mehr 
Träume atmen neuen Mut 
Sanft erhebt sich eine Glut 
Eine Melodie erwacht 
Sanft schwebt diese 
Durch die Nacht 

So zieht sie aus 
Die alte Zeit 
Erlebtes führt zur Heiterkeit 
Die Blicke offen 
Hirn wird weit 
Ein Dank erfüllt die neue Zeit 




© Text & Bild by @HerrWortranken      

0532 | 2025| ©HW