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| © Bildsprache by @HerrWortranken |
EGO SUM LYRA TUA
(ich bin deine lyra)
Wär’ ich heut' eine Saite fein
So kläng’ ich nur für dich allein
Von deiner Hand so wohl geführt
Daß jeder Ton das Herz berührt
Mal sanft gestrichen zart und lind
Mal kräftig wie der rauhe Wind
Gespannt in treuer Harmonie
Erklingt mein Sang nur dir wie nie
Verstummt mein Klang solang du lenkst
Stimmschlüssel drehst und an mich denkst
So bleib ich dein in süßem Bann
Bis leis' mein letztes Klingen sann
In deiner Gunst mein Wesen ruht
Du schenkst mir Maß melodich Glut
Ziehst an
Spannst nach mit zarter Hand
Ww
Wie’s ziemt im edlen Harfenstand
Wenn Fingerkuppen mich berühr'n
Muss selbst die Zeit fürwahr verglüh'n
Denn jeder Laut den du entfachst
Ist Zauber den du göttlich machst
Ich schwing mich dir in Treu und Pflicht
Verweigre dir mein Stöhnen nicht
Ob froher Tanz
Ob Klage schwer
Mein Herz extatisch und noch mehr
Und reißt die Spannung einst entzwei
So bleib mein Klang dir dennoch treu
Denn was in dir mein Lied entbrannt
Ward fest in deiner Macht gebannt
So nimm mich hin in deine Hut
Stimm' mich mit Kunst und sanfter Glut
Dass ich in reinem Tone bleib
Für dich erkling mein Saitenleib
In stiller Nacht bei Kerzenschein
Will ich dein süßer Bote sein
Der heimlich dir von Sehnsucht spricht
Im sanften Klang und leisem Licht
Und endet einst mein letztes Lied
Weil Zeit auch unsre Weise mied
So hallt mein Klang doch fort in dir
Als wär ich ewig noch bei dir
© Text & Bildsprache by @HerrWortranken
0190 | 2026 | ©HW
