29 November 2025

Gissa Hassorum

 

Bild by Rewe-AI 






Gissa Hassorum 
  (2025.NOV.29 Gießen)

 

Wenn Faschisten Trauer tragen 
Dreht sich in mir um mein Magen 
Jugendwahn mit braunem Schiss 
Und vom Kanzler hört man Driss 

 

Was einst braun
Dann schwarz geworden 
Heute Schwarzbraun 
Menschen Freiheit nun gestorben 

 

Einen Tag vorm erst' Advent 
Ce De U Faschisten Schmeichler 
Mit den Führern schMERZlich Heuchler 
Herz versteckt man unterm Hemd
 
Parlament total  verpennt 


 

👉Blues👈


 © Text by @HerrWortranken      

0553| 2025| ©HW      




 

27 November 2025

SENSIBILITATEM

 



Für den der sich im Nichts verfangen 
Vom leeren Denken sanft umseift 
Ein Mantel aus der Phantasie 
Im Herzen leise reift 
Der Mensch steht da und hält 
 Ein Etwas kalt und sacht 
Als wär’s ein fremdes Feuer 
Das in der Welt nur halb entfacht 

Er konnte kaum sich bücken 
Und suchte Bücher schmal und breit 
Mit schnödem oder gold'nen Rücken 
Doch seine Hand blieb ohne Kleid 
Die Seiten füllten Nichts 
Die Zeilen klafften wie ein Loch 
Die Wörter wehten hohl im Raum 
Kein Klang nur leises Wehen 
Das eigenartig roch 

So zog er durch die Hallen 
Wo Winde atmen stumm 
Und fragt' jedwede Schwelle 
Ob sie ihm Heimat sei 
Die Leere zeigte nur die Schatten 
Sprach nur von Form doch ohne Klang 
Sie stellte ihm die alten Fragen 
Aus der Erinnerung Gesang 

Die leere Leere 
Sagte sie 
Ist nicht ein bloßes Garnichts mehr 
Sie ist ein leerer Rahmen nur 
Ohn' Bilder die einst hehr' 

Der Mensch erhielt ein Teil des Nichts 
Es drückte nicht nur auf sein Sein 
Es wurd' sein stilles Zwischenheim 
So wurde aus dem Nichts ein Ruf 
Nicht leer doch ungefüllt 
Ein Hort wo Fragen atmen schwer 
Wo Ungesagtes manchmal müllt 

Er füllte nicht mit falschem Sinn 
Er füllte mit dem Mut 
Zu setzen einen Punkt im Jetzt 
Aus Schweigen wurde Glut 

Am Ende stand der Mensch 
Mit Händen da 
Ganz frei 
Ein Etwas hat verwandelt sich 
Zum ausgeblas'nen Ei 
Die Leere war kein Ende 
Ein Feld das noch gebar 
Ein Ruf ein' Saat ein Weben 
Und mehr noch wurde wahr

 
 

© Text by @HerrWortranken    


0548 | 2025| ©HW    






17 November 2025

atomizatum

 
by KI




atomizatum 
(ATOMISIERT) 


Himmel Hölle oder garnichts 
Oben unten oder quer 
Lebensende letzter Atem 
Lungenflügel sind jetzt leer 

Alle die dort angekommen 
In dem schmerzfrei Ewigland 
Haben Lebenssteg erklommen 
Bleiben fortan dort gespannt 

Niemand spricht aus dortig' Schönheit 
Wo man faszinierend lebt 
Nur hier unten bleibt die Mühsal 
Bis der letzte Atem bebt 

Wir erfahren niemals Kunde 
Wie's dort ausschaut wie's dort ist 
Spekulieren phantasievoll 
Leben weiter hier im Mist 




© Text by @HerrWortranken    

0539| 2025| ©HW   








14 November 2025

PRECOR AD VIM SPEI




© GIF by @HerrWortranken 
 




PRECOR AD VIM SPEI 
(Ich bete an die Macht der Hoffnung) 


Hoffnung lass' uns bitte leben 
Sei nicht hart zu uns im Streben 
Auszublasen bald das Licht 
Das der Seele Wärm' verspricht 

Unrund ist der Erdenlauf 
Freudentage gab's zu hauf 
Und wir waren nie Versager 
Manchmal wie verformtes Lager 
Doch wir gaben der Natur 
Eig'nes Leben und Statur 

War'n emphatisch alle Zeit 
Wenn es irgendwann soweit 
Lass' all' Freunde zu uns kommen 
Nur nicht die bigotten Frommen



© Text by @HerrWortranken     

0536 | 2025| ©HW       



10 November 2025

RES DIEI SUBT COGITATIONES NOCTIUM

 




RES DIEI SUBT COGITATIONES NOCTIUM 
(die Dinge des tages sind die gedanken der nacht) 

Tage zogen wie ein Band 
Erlebtes bleibt in uns'rer Hand 
Abend atmet milde Zeit 
Nächte sammeln zum Geleit 
Flüstern formen einen Traum 
Sanft verankert dort im Raum 

Schritt um Schritt vergaß man nie 
Jeder Tag schrieb ein Gedicht 
Schatten trugen eine Spur 
Herz bewahrte inn're Uhr 
Sterne bauten still ein Meer 
Sehnsucht blieb nicht ganz so leer 

Manch Erinnerung war schwer 
Seele quoll dann immer mehr 
Worte blieben ohne Stimme 
Nur die Augen zeigten Bild 
Dann fand Inn'res neuen Ton
Hoffnung brannte 
Neuer Lohn 

Morgenröte löst die Nacht 
Neue Schritte and're Macht 
Feuer innen 
Warm und klar 
Mut entsteht 
So wunderbar 
Freundschaft reicht dir offene Hand 
Und zeigt heilsam Hoffnungsland 

Nebel webt das neue Sein 
Gedanken fliegen nicht allein 
Lehren wachsen 
Tief und sacht
Aus dem Dunkel kreißt die Macht
Jeder Tag schenkt still Vertrauen
Und lässt leise Wege bauen 

Manchmal ist die Nacht sehr schwer
Doch der Morgen atmet mehr 
Träume atmen neuen Mut 
Sanft erhebt sich eine Glut 
Eine Melodie erwacht 
Sanft schwebt diese 
Durch die Nacht 

So zieht sie aus 
Die alte Zeit 
Erlebtes führt zur Heiterkeit 
Die Blicke offen 
Hirn wird weit 
Ein Dank erfüllt die neue Zeit 




© Text & Bild by @HerrWortranken      

0532 | 2025| ©HW     






08 November 2025

PROGENIES DIABOLI

 



PROGENIES DIABOLI 
(des teufels brut) 



Es stinkt in uns'rem Land 
Im Land in dem wir frei geboren 
Das uns're Vorfahr'n auserkoren 
Damit die Erben Hand in Hand 

Gemeinsam kämpfen für gerechtes Handeln 
Nie mit politisch' Macht verbandeln 
Niemals fraternisieren mit des Teufels Wort 
Auch nicht mit ränkeschmiedenden Gesellen 
Aus politisch' braunem Faschistenort 

Doch Fäulnis kriecht durch unser Land 
Die Weigels sähen Zweifel leis' und fein 
Verkaufen Wahrheit billig und gemein 
Und treiben uns 
An einen Selbstzerfleischungsrand 

Wir dürfen nicht dem Trug vertrauen 
Noch uns're Hände an Verrat anbauen 
Denn hohle Reden sind nur kaltes Wort 
Sie füttern Hass und Angst in jedem Ort 

Erheben wir mit klarem Mut 
Den Dienst mit Recht und Menschlichkeit 
Mit jeder Tat 
Emphatische Gerechtigkeit 
Und schlagen so die widerwärtig' Brut 

Gemeinsam schaffen wir den Wandel sacht 
Mit klarem Blick und gut' Bedacht 
Dann Recht als Licht bewahrt den Hort 

Demokratisch' Freiheit 

Atme neu an jedem Ort 






© Text by @HerrWortranken     

0531| 2025| ©HW      





05 November 2025

UMIDITAS

 


© Bild by @HerrWortranken 




UMIDITAS 
(luftfeuchtigkeit) 


tropfen tröpfeln 
ballen sich 
nächtlich dampfen 
morgens frisch 

luft voll feuchte 
doch muss raus 
bin jetzt draußen 
vor dem haus 

atmung leicht 
im wattemeer 
sehe überhaupt 
nichts mehr 

autsch 
jetzt knall' ich gegen pfahl 
seh' nur sterne 
'damm noch mal 

ziel hab ich mit müh' erreicht 
kopf schmerzt höllisch 
hirn jetzt weich 

bin mutiert zu einem ochs 

fühl' auf stirne großes Horn 
bleib' gelassen 
ohne zorn   




© Text & Bild by @HerrWortranken      
0529 | 20205| ©HW    


04 November 2025

NOVEMBERBLUES

 


NOVEMBERBLUES 


du warst mein leben 

allzeit mein streben 

jetzt bist nicht mehr 

vermiss' dich sehr 

ich seh' dein bild 

augen liebmild 

ach wärst du hier 

mein glück wär' mehr 

jetzt bist du mir gedanke 

im kopf 

lebst weiter nun als ranke 

mit dir nie mehr bettkante 

hach 

war das Leben schön 

doch heute kein verwöhn



© Text & Graphik by @HerrWortranken    


0527 | 2025| ©HW     



02 November 2025

FINIS MUNDI 

 


FINIS MUNDI 
(das ende der welt)


Der Geist verblasst im wabernd' Nebel 
Die Kreuze alle tief im See 
In Leichen stecken noch die Knebel 
Und über allem böse Fee 

Wenn dann das Wasser demnächst kocht 
Die Erde schwitzt die Seele aus 
Kommt nie mehr Licht 
Erlosch'ner Docht 
Alles was war 
Bleibt jetzt ein NICHT 

Ein Totenlicht in schwarzem Schweigen 
Bricht über Aschenmeere Sieg 
Ein müdes Raunen spricht uns Stille 
Ein Traum beherrscht vom großen Krieg 

Die Erde stirbt mit jeder Stunde 
Das hat der Mensch sich auserkor'n

Das Herz 
Es pocht nicht mehr 

Ein tiefer Seufzer rinnt verlor'n 



©  Text & Bild by @HerrWortranken     

0526 | 2025| ©HW