01 Mai 2026

INFELICITER NON








INFELICITER NON
(leider nicht)

Herrlich war die Nacht im Traum 
Leicht und frei 
Als wär ich Flaum 
Flog mit Salbe hin zum Brocken 
Doch dort gab es nichts zum Rocken 

Kalter Wind strich durchs Gesicht 
Fahles Flackern brach das Licht 
Schatten tanzten stumm im Kreis  
Und ihr Wispern klang wie Eis 

Dunkle Stimmen riefen mich 
Klangen fern und doch so dicht 
Lockten tief im inn'ren Stein 
Wo mein Mut begann sehr klein 

Plötzlich hob sich mattes Licht 
Es erschien ein grausam' Wicht 
Augen glühten rot und schwer 
Und sein Blick traf mich so sehr 

Warum suchst du hier den Klang 
Wo nur Leere währt so lang 

Sprach er leis und doch voll Macht 
Die mein Herz erbeben macht 
Doch ich rief mit festem Mut 

Such' das Leben 
Such die Glut 

Da zerbrach der Bann im Licht 
Und die Nacht verlor Gesicht 
Nebelschwaden wichen fort 
Und ich fand den hell'ren Ort 
Wo zuvor nur Leere war 
Klang nun Leben hell und klar 

Als ich aufwacht’ früh im Licht 
Wich die Angst und hielt mich nicht 
Denn ich weiß in dunkler Zeit 
Wächst im Stillen Heiterkeit 


© Text & Bildsprache by @HerrWortranken      

0224| 2026 | ©HW