23 Februar 2026

PARADISUS

 


PARADISUS 

Inmitten sanfter Auen 
Stand einst laut alter Sage 
Verlockend nur zum Schauen 
Ein süßlich' Apfelbaum 

Mit Schönheit nackt geboren 
Aus Adams Knochenmark 
Der Name dieses Traumes 
War Spenderin des Lebens 
Sie wurde Adams Plag' 

Ein angenehmes Leben lang 
Mit Landesfrüchten 
Meerestang 
Bis eines Tages Süchte groß 
Die Menschen war'n ganz ohne Hos' 
Stechapfelbaum als Opiat 
Die Engel sangen Moritat 

Dann Rauswurf Lebenstraurigkeit 
Wie sinnlich Tanz mit Traulichkeit 
Jetzt erst wurd' Mensch zu Frau und Mann 
Schlaraffenland nur Traumnachspann 

Es ist wie Tango in der Nacht 
Bewegung scharf mit Schwung apart 
Die Hoffnung lodert mit Musik 
Jedweder Tagbeginn ist Krieg 



© Text & Ölgemälde by @HerrWortranken     

0095 | 2026 | ©HW     




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09 Februar 2026

ASPECTUS INTUS

 

© Bildsprache by @HerrWortranken 





ASPECTUS INTUS 
(Blick nach innen)


Zart legt sich Abendgold auf müde Hand 
Die Peitsche summt und webt ihr erstes leises Lied 
Ein Sound der sacht ins tiefe Schweigen zieht 
Verliert den Takt im weichen Abendland 

Beim Streicheln öffnet sich 
Ein heimlich herrlich Tor 
Es flutet durch die Brust 
Ein warmer flüchtg Hauch 
Die Haut empfängt ein Funkeln 
Mit bebend zuckend' Bauch 
All deine Finger lauschen 
Mit tausendfachem Ohr 

Meist nimmt einschneidend' Wendung 
Wie fester harter Biss 
Ein Schwingen trifft dich blind 
Zerreißt den kurzen Frieden 
Der Körper glaubt dem Schlag 
Die Stunde wird zum Riss 
Weil plötzlich Nähe fort 
Sie weicht dem kalten Nichts 

Bei Tränen auf den Wangen 
Stellt sich nur eine Frage 
Wer hält die Hand die trifft? 
Wer webt dies rauhe Spiel?
Du suchst im fremden Blick 
Und oft erkennt dich dein Profil 
Im Spiegel kehrt das Bild zurück 
Erkennt dich ohne Klage 

Zuerst kannst du's nicht fassen 
Willst alles dies nicht glauben 
Doch tiefer wohnt ein Schatten 
Stumm in dem innern Kern 
Es ist ein Teil von dir 
Verborgen nun als schwarzer Stern 
Und langsam dämmert es in dir 
Wer diese Peitsche lenkt 

Jetzt hörst dein eig'nes Schnauben 

Du suchst den Übeltäter 
Auf fernem kalten Feld 
Doch jede Spur ist wertlos dir
Es ist nur billig' Tand
Du fühlst den Griff 
Die Kraft die ziehet 
Du spürst die eigne Hand  
Und Schuld wie rostig Eisen 

Liegt schwer auf deiner Welt 

Das Dunkel wächst 
Dir schwindet Mut und formet Nacht 
Die Peitsche singt dir Lieder 
Du wirst versteh'n es ist kein Scherz 
Es bleibt kein wortlos Traum 
Empfindung ist und bleibet Schmerz 

Am Morgen ist gebrochen dann 
zerstörerische Macht 



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© Text & Grafik by @HerrWortranken       


0084 | 2026 | ©HW       





01 Februar 2026

ÄRGERNIS

 








ÄRGERNIS 


Ce De Uh, du Götterstrafe, 
Ausgeburt der Wirtschaftsgier, 
Kannst nicht halten uns für Schafe,  
Und nicht achten Mensch und Tier.  

Wenn wir Menschen uns nicht wandeln, 
Und besinnen uns aufs Jetzt, 
Wird die Erde strafend handeln, 
Weil du die Natur nicht schätzt.  

Sei jetzt maßvoll mit Verpflichtung, 
Denk bescheiden, nicht gestresst, 
Dann vermag auch deine Richtung, 
Das Natur dich leben lässt.  

Richte auf, all‘ dein Begehren. 
Sei besessen von dem Glück, 
Das dir dünkt von blühend‘ Sphären, 
Von der Freiheit, die zurück.  

Unsre Erde staubt, verdorrend. 
Wolkentränen – war einmal. 
Klima kippt, wird menschenmordend; 
Hirne brennen – alles kahl.  

Die Natur wird weiter leben 
Und mit ihr auch das Getier. 
Hast verwirkt durch all dein Streben; 
Sein, als Erdenpassagier. 



© Text & Bildsprache by @HerrWortranken     


0591 | 2025| ©HW    


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