INFELICITER NON
(leider nicht)
Herrlich war die Nacht im Traum
Leicht und frei
Als wär ich Flaum
Flog mit Salbe hin zum Brocken
Doch dort gab es nichts zum Rocken
Kalter Wind strich durchs Gesicht
Fahles Flackern brach das Licht
Schatten tanzten stumm im Kreis
Und ihr Wispern klang wie Eis
Dunkle Stimmen riefen mich
Klangen fern und doch so dicht
Lockten tief im inn'ren Stein
Wo mein Mut begann sehr klein
Plötzlich hob sich mattes Licht
Es erschien ein grausam' Wicht
Augen glühten rot und schwer
Und sein Blick traf mich so sehr
Warum suchst du hier den Klang
Wo nur Leere währt so lang
Sprach er leis und doch voll Macht
Die mein Herz erbeben macht
Doch ich rief mit festem Mut
Such' das Leben
Such die Glut
Da zerbrach der Bann im Licht
Und die Nacht verlor Gesicht
Nebelschwaden wichen fort
Und ich fand den hell'ren Ort
Wo zuvor nur Leere war
Klang nun Leben hell und klar
Als ich aufwacht’ früh im Licht
Wich die Angst und hielt mich nicht
Denn ich weiß in dunkler Zeit
Wächst im Stillen Heiterkeit
© Text & Bildsprache by @HerrWortranken
0224| 2026 | ©HW
