14 Januar 2026

LUX AD FINEM CUNICUL

 
Öl, gepachtelt auf Goyaleinwand, Keilrahmen 






LUX AD FINEM CUNICULI 
(Licht am Ende des Tunnels


Oh Erde 
Wirst mir mehr und mehr 
Zu einem fremden Land mit Meer 
Das aus dem wechselwarmen Sein 
Jetzt schneller kippt 
Wie saurer Wein 

Seh' unvergor'nes Dummgeschwätz 
Von Politik 
Der schon verwesend' alten Skelett's 
Der sogenannten weißen Männer 
Mutiert im Hirn zu altem Penner 

Ich will 
Ist heute angesagt 
Vergess'nes Wort 
Ich kann 
Weil ohne Sinn dies' Wort genutzt 
Von zuviel Dummbratschmann 

Der Himmel brennt in blassem Rot 
Die Tiefe winkt mit braunblau' Tod 
Die Flut trägt schwer das alte Leid
Und jede Welle weiß Bescheid 

Gold wird zu Staub in schroffer Hand
Mächtig Gelaber 
Am schwarzen Rand 
Sie nennen lügend dies das Recht
Die Welt zerbricht als Teufels Knecht 

Die Faschos schreien alt und leer
Ihr Glanz ist faul wie Güllemeer 
Die Krone blinkt mit mattem Schein
Die Hoffnung sinkt 
Bleibt stumm ohn' Reim 

Doch aus der Asche wächst ein Ton
Ein Flüstern mehrt vergess'nen Mut
Es bricht sich Feuer aus der Fron 
Und lehrt 
Wer sich nicht rührt 
Im Sarg schnell ruht 

Wir pflanzen Wort und neues Sein 
Wir hören nur noch auf das Herz 
Das bricht den Stahl 
Vertreibt den Kain 
Es keimt ein Morgen ohne Schmerz 



©Text & Bildsprache by @HerrWortranken 

0039 | 2026 | ©HW