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Im dunklen Wind
Möcht ich das Dach
Und dir
Beschützer sein.
In Höhlen stürzt die Flut
Dahin.
Oh lass uns
Ziehn.
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| vernagelt und nur Müll im Kopf |
BESCHIMPFUNG
Du schätzt dich selbst — du sei'st ein gottesgleiches Wesen.
Doch zeigst dich hier, mit deiner haarig' Ansicht, wie ein Besen.
Bist nur Extrakt von eingedicktem Scheißdreck.
Bist in der Erdgeschichte nur ein brauner Fleck.
Bist nur die Ausgeburt des Satans widerwärtig Sinnverzerrung.
Dein Schandmaul braucht 'nen Maulkorb — mit justiziabler Sperrung.
Spazier' hinaus, in Wald und Flur
Such' dir am Baume dann die stärksten Äste nur
Greife zur Trosse — und werfe diese
Um einen Ast auf jener Wiese
Und schauk'le dich mit Tauen dann
Bis du gewesen bist
Du Blödian.
ELIXIER
Unbändig Sehnsucht nach dem Glück
Nach Anerkennung — nur ein Stück
Hat jedes abgewies'ne Wesen;
Künden die Schriften — so zu lesen.
Kennt ihr die Zauberin im Leben
Sie kann uns in den Himmel heben
Den Alltag zum Vergessen bringen
Sie kann auch uns're Angst bezwingen.
Kennt ihr die Liebe, die besticht
Für alle Menschen Frieden ficht.
Es ist ureigen'st Wesensart.
Jetzt liegt's an Euch — ist euer Part.
Zwischen vielen Sonnenstahlen
Off'ner Supermarkt, ohn' Dach.
Must für Einkauf nichts bezahlen.
Siehst die Menschen — breit und flach.
Schlenderst weiter — off'ne Augen.
Kein' Erfüllung und kein' Zier.
Willst heut' nudeln — danach saugen
Die Tomatensoß' — mit Gier.
Und dann sticht's dich, wie Randale.
Siehst sie vor dir — nackt zu liegen
Wie Spagetti im Regale
Abgepackt — brauchst nicht mehr wiegen.
Gehst nach Hause zu der Liebe
Die ein Festmahl dir beschert.
Gebt euch beide hin der Triebe
Die euch festigt — Seele nährt.
RUND
ERFOLG
Ein letztes Blatt liegt auf dem Boden
Im Sommer strotze es mit Leben
Ein letztes Blatt braucht keine Moden
Im Sommer lebte es im Regen
Im Sommer strotzte es voll Leben
Doch heute ist's, vom Tod nicht weit
Im Sommer tanzte es im Regen
Doch heut' vergisst es alle Zeit
Und heute ist's dem Tod geweit
Ganz löch'rig ist's — vergilbt, ermattet
Heute — vergisst es alle Zeit
Ganz löch'rig wird es heut' bestattet
Ganz löch'rig und ganz unbeschattet
Ein letztes Blatt braucht keinen Sarg
Kein löch'rig Todeslied gestattet
Das letzte Blatt — an diesem Tag
NOVEMBERKÜRZEL
verkürzte zeit
ab morgen dann
november fehlt ’ne stunde
jahresrunde
© Text by HerrWortranken
Für lyrimo Impuls Nr.0
ETAGEREN
stäubchen hier
papierchen dort
ich beschreib heut‘ meinen ort
der mir bietet mystisch‘ dinge
die dann formen meinen geist
wortschatz wird vergrößert – meist
hui – jetzt spüre ich die schwinge
die berührung von athene
göttin hehrer künste
anreiz für gedankenszene
ist das wort auch klar geschrieben?
dafür brauch‘ ich meinen duden
augen brennen und ich dünste
alle wörter könnt ich lieben
und verkupple sie wie luden
wenn nicht wären die blockaden
könnt ich schreiben flott balladen
nun die hand mit lebhaft‘ stift
kritzelt zeilen ohne drift
das papier ist vollgeschrieben
schade – fehlend platz ihr lieben
somit deses knappe end‘
weiter morgen – gleicher trend
© Text by HerrWortranken
Für lyrimo Impuls Nr.27
© Text by HerrWortranken
Für lyrimo Impuls Nr.25
ÜHOHAMMMMMMMMMM
Meine Brille weint bittere Glasperlen
LEGATISSIMO
traum der erfüllung
du bringst mein herz zum schwingen
ort meiner sehnsucht
WILLKOMMEN
(c) Text by HerrWortranken
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| lyrimo Challenge 17 Mai 2021 |
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| lyrimo Challenge 16 Mai 2021 |
© Bild & ♫ Text by: HerrWortranken
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| lyrimo Challenge 15 Mai 2021 |
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| lyrimo Challenge 14 Mai 2021 |
MUßESTUNDE
Komm doch runter – bleib nicht oben
Lass dich mal von andern loben
Beibe stumm, so wie ein Goldfisch
Werde Kind – doch sei nicht kindisch
Sei emphatisch zu den Andern
Fahr nicht Auto – geh‘ mal wandern.
Liebe Leben ohne hassen.
Glaub‘ nicht alles von den Massen
Die meist‘ grölend dir verkünden
Ihre tagtäglichen Sünden
Selbstverliebt darüber sinnen
Das die Ruhigen nur spinnen.
Bleibe immerfort bedachtsam
Für die Seele
Dies‘ ist heilsam.
© Bild & Text by: HerrWortranken
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| lyrimo Challenge 13 Mai 2021 |
PREISGABE
zwei spalten schneiden viertel silben
die mittig röte zeigt vergilben
mit sepiaaugen hinter glas.
ich denke farbig – weil vergaß
das licht hinein zu lassen – durch die ritzen
die mit viel druck, auf schultern sitzen.
doch fass ichs recht auch ohne wangen
schwarzweiß der fleck auf dünnen stangen
der mich mit nöt’gem halt gestärkt.
© GIF & Text by: HerrWortranken