20 März 2013

BANANA PUP REP(b)LIK


 

 PUP REP(b)LIK

DIARRHOE DER DEMOKRATIE



Des Nachts lag stille, sanft und sacht,
Mein Kopf im Schlaf. Ganz plötzlich macht
Sich mächtig breit, ein Alb im Traum.
Ein Kind steht vor mir, wie ein Baum.
Es spricht mit Ausdruck, zart und weise.
Ich höre zu.
Ganz still und leise.

EHEC Tierchen in den Sprossen,
Doch wir fressen unverdrossen
Komischfleisch in uns'ren Speisen.
Experimente es beweisen. 

Heut' am Mittwoch les' ich Fieses.
In der Tagespresse, dieses 
Schafsfleisch illegal verbreitet.
Zeigt, wer dieses nun abstreitet,
War zum Hammel schon mutiert.
Die menschlich' Logik, so zitiert.

Oben wird ins Horn getutet.
Unten Pferd, wird zugemutet.
Woll'n die Eigner uns verarschen?
Mit den Worten, diesen harschen.
Drin sein darf, was ich nicht esse.
Ruft zusammen,
Halt die Fresse.

Ungewohnte Reaktionen.
Zweifel. 
Wird's sich balde lohnen.
Wählt  Neue, in der Republik.
Nie mehr,  Banana Pup Rep(b)lik. 


            (c) picture&poem by: HerrWortranken    








09 Februar 2013

VORSORGUNG


VORSORGUNG

[anno 09.Februar 2013]

Heut' nehmen Viele,
Wetten an.
Es fragt ein Jeder,
Wann, wann, wann?
Beim nächsten Doktor
Find' sich Dreck,
Am Stecken dran.
Wann ist man weg?

(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld







28 Januar 2013

ENTSORGUNG


 

ENTSORGUNG


Wer die Augen nutzt

Für das Wesentliche,


Braucht keine Mülltrennung


Für das Bedeutungslose.



(c) picture&citation by: ChapTer Kronfeld 








23 Oktober 2012

EPITAPH UND PROLOG EINER SIGNIFIKANZ



EPITAPH UND PROLOG EINER SIGNIFIKANZ


Und wiedermal im Herbst gestemmt.
Die Kunst genossen, voll enthemmt.
Begeistert sind wir nun berührt.
Das Festival, es hat verführt.
Zum Positiven war's gedacht.
Kunstint'ressierte hat's gebracht.
Konsens zu zeigen war es heut'.
Das Ziel erreicht, mit vielen Leut'.

Kueper, Zause und die Alten.
Weggefährten, ohne halten
Planen schon die Numero Drei.
Ganz im Stillen, ohn' Geschrei.
Treffen sich zum Fabulieren.
Massenhaft, organisieren.
Viele sind betört noch heute.
Auf zum dritten Fest, ihr Leute.


    (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld







05 Oktober 2012

EXPRESSION DER HOFFNUNG








EXPRESSION DER HOFFNUNG

Jauchzend,
Springend,
Fröhlich tanzend,
Sehnen wir den Herbst herbei.
Oh, wie lechzend wir ihn suchten.
Fanden schließlich ohne Reu'.
Eine Zeit im Lauf des Jahres.
Voller Leben, prall gefüllt.
Wenn die Andren lamentieren
Im Gemütskleid,
Streng verhüllt.

Dann die Tore unsrer Herzen,
Öffnen wir mit Zauberkraft.
Dieser Mächte dunkle Schatten,
Wandeln wir zu Lebenssaft.
Steh'n im Lichte, mit dem Willen.
Fest verankert und dem Ziel.
Eines Tags hat unsre Erde,
Doch noch Wasser,
Unterm Kiel.



(c) picture&poem by: HerrWortranken




17 September 2012

DIE STILLE DES WORTES IST DAS LICHT DER SCHATTEN



DIE STILLE DES WORTES IST DAS LICHT DER SCHATTEN

 
Was war zuerst in unserer Welt der Worte?
War es des Schattens Licht, der vielen Orte?
Der Orte, in uns, um uns, und auch rundherum.
War‘n es Gedanken, schlau, verwegen, manche dumm?

Zu viele Fragen nach der Leere und dem Licht.

Des Geistes Schatten, nicht erkennbar aus der Sicht
Der Menschen, die da dumpf und unbeholfen sind.
Nur einfach, niemals dreifach, denken, wie ein Kind.

Ein Wesen kam zu forschen, nach dem Grund des Seins.

Blieb vor mir steh'n und fragte dann,
Sind wir nun Eins,
Mit allen Sonnen und den Worten dieser Welt.
Mit all dem Licht und auch dem Schatten,
Der uns hält?

Die Nacht kam auf und keiner sprach ein Satz zu viel.

In dieser stillen Zeit war Denken unser Ziel.
Nur schöne Worte,
Voller Strahlkraft,
Fanden schnell,
Das unsre Zukunft,
Voller Leben,
Immer hell.

(c) picture&poem by: HerrWortranken      






08 September 2012

KLEBSTOFF



KLEBSTOFF


 Schon wieder kommt ein Tag daher.
Entblödet sich.

Ist ja nicht schwer,
Das Aufsteh'n.

Lange d'ran gewöhnt.
Der Blick nach draußen mich verhöhnt.
Nur Müll.

Ich seh' heut' d'rüber weg.
Trotz Yellow-Press, die zeigt uns Dreck.
Den And're werfen um sich 'rum.
Zu Viele lesen's, macht sie dumm.
Mancher, wird dabei verblöden,
Wenn Synapsen sich veröden.

Doch dann kommt das dicke Ende.
Der Verleger reibt die Hände.
Wieder zahlt der tumbe Leser.
Nur für Lüge, so wie dieser.
Die uns weis' macht,

Das nur Geld,
Kleister sei,

Für unsere Welt.

(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld







04 September 2012

PHOBIE





PHOBIE


Mir ist so leer im Kopf,
Als wär' der Inhalt unterm Schopf
Verborgen heut'.
Seit acht Uhr dreißig,
Versuch' zu Denken und das fleißig.
Und immerfort ein Zwang im Hirn.
Fühl' mich verwurschtelt, wie ein Zwirn,
Wenn jener springt von seiner Rolle.
Ich fühl' mich wirklich nicht so tolle. 


Heut' Nacht im Traum kam der Gedanke.
Mit Worten, bauen eine Flanke.
Zu meinem leeren Blatt Papier.
Doch nur ein Bleistift, liegt vor mir.
Ganz griffbereit.
Ich will ihn packen.
Nun wehrt er sich.
Mit starkem Hacken
Verhunzt das Sauding flott mein Buch.
Jetzt kann ich schreiben.
Es wird ein Fluch.



(c) picture&poem by: Herr Wortranken       





22 August 2012

MIR IST DANACH



MIR IST DANACH


Ich möchte etwas zerschlagen 
Weil mich diese Welt erschlägt 


Weil kein Mensch so etwas verträgt 

Seit Januar schlage ich Eier in die Pfanne
Im Dezember schlage ich meine eigene Tanne 

Ich will nicht mehr meinen Konkurrenten schlagen 
Ich will mich mit der ganzen Welt vertragen
Und ein Bein über das andere schlagen 
Mit Behagen 
Wenn ich sitze um Wurzeln zu schlagen 

Der Handwerker muss seine Unkosten draufschlagen 

Keine Eltern haben das Recht ihr Kind zu schlagen 

In der Bank könnte ich der Zinsen wegen mit der flachen Hand auf den Schalter schlagen 

Ehrlich und mutig durchs Leben schlagen sollte man täglich wagen 

Wenn der Fensterladen schlägt im Wind 
Ist es gut sich nach Hause zu schlagen zu Frau und Kind 

Wenn der Regen gegen die Scheiben schlägt 
Vergessen ein Streit und man sich schnell wieder verträgt 

Dann schlägt mein Puls doppelt so schnell 

Nach einem Donnerschlag wird der Himmel wieder hell 

Ich möchte etwas zerschlagen 
Weil mich diese Welt erschlägt 
Weil kein Mensch so etwas lange verträgt 

Wenn die Turmuhr sachte schlägt
Und die Nachtigall schlägt an
Und wir fragen uns 
wann wann wann 
Hat hat Stunde geschlagen 
Um die Geldgier der Bänker zu stoppen 
Die die ganze Welt nur foppen 

Wir müssen etwas zerschlagen 
Weil uns diese Geldgier erschlägt 
Weil kein vernünftiger Mensch
 So etwas sein Leben lang erträgt 




    (c) picture & poem by: HerrWortranken 





09 Juli 2012

DAS EUROLIED

  DAS EUROLIED

(song of grasshoppers)


Destruktiv Brutal und Giftig.
Jeden Tag ein neues Gräu'l.
Losgelöst und nicht mal triftig',
Reißen Banken mit Geheul'
Uns das Inn're aus dem Leben.
Und wir dulden's ohne Grund.
Lasst uns Alle schnell erheben,
Laut zu schreien mit dem Mund.

Wenn die Banken sich vereinen.
Klauen's Geld der Bürger weg.
Fürchtet Volkszorn sich vor Keinem,
Denn Verbrecher die sind Dreck.
Und wir Alle wollen Leben,
Nie mehr zahlen ohne Grund.
Lasst uns Alle jetzt erheben,
Und gebrauchen uns'ren Mund.

Oft die Schlächter sich vereinen,
Und das Schlachtvieh köpfen lässt.
Last uns Alle dies' Verneinen,
Um zu Retten, letzten Rest.
Denn wir Alle wollen Leben,
Nie mehr betteln ohne Grund.
Lasst uns Freiheit jetzt erstreben.
Arm in Arm, fest im Verbund.

Schickt sie alle, diese Griefer.
Treibt sie in den eig'nen Wahn.
Denn sie stinken diese Miefer,
Leeres Hirn und fauler Zahn.
Denn wir wollen nicht mehr leiden.
Nie mehr ducken ohne Grund.
Lasst uns alles jetzt erstreiten.
Hand in Hand im Weltenrund.


    (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld






12 März 2012

NACHTALB


NACHTALB


Vorgestern sicher.
Morgens Weckerklingeln.
In durchströmenden Distanzperspektiven,
Erste Zeitpunkte.
Wach?
Geöffnete Augenlider in konzertierten Zeitpunkten.
Träumer?
Nach Gefühl,
Und dort,
Tage erleben ein Unterbewusstsein
Bei wankenden Zimmerecken
In  abschätzbaren Standorten.
Amorphe Sehmuster platzieren zerlegte Fraktalflashs als Endzeitfilme im Hirnkino.
Märchenbücher schleudern blitzschnell reale Formenfluten
Durch intensive Gedankenritzen.
Übergänge jenseitiger Tunnel erschrecken die Zweifel.
Physisch, innehaltende, schwarze Sehreize, trudeln ohnmächtige Zeigefinger.
Unendliche Dunkel im Feuersturm der Rettungsanker
Sinnieren geistig forcierte Gesichtshälften.
Urplötzlich,
Abschätzend.
Körperlichkeit wechselt im Funktionsbereich der Spannungsgefühle.
Hintergrundgedächtnisse in schweren unterirdischen Systemen
Vertreiben höhlenartige amorphe Bildaufnahmen
Klarer fleckiger Horrorgedanken.
Schläfrige Unsicherheiten überschäumen fokuslose Szenarien.
Konzertierte wabernde Nebel bewegen existentielle Anhängsel
Und interaktive Höhlenwanderungen zeigen surrealistische Daseinsformen
In zweifelhafter Elevation.
 Frühlingshaftes Säuseln vermittelt kantenlose, totale Stille.
Violette Weltphantasien präsentieren rasende Ouvertüren in überschlagendem Tempo,
Durch mittige Sehfelder des Grauens.
Hier!
Sie gebieren ungeschönte Missetaten des Bösen.
Dokumentieren die Unvollkommenheit des Exodus, als Lösung.
Dann!
Befreiende Tiefatmungen durchfluten wundersame Alpträume.
In machtvollen, saftigen Orgien harmonisieren ungezwungene Stimmungswechsel
Die strukturierte Grausamkeit einer sehnsüchtigen Konzentration
Am Begrenzungsrand des über allem schwebenden Nachtalb.



(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld






 

01 März 2012

TRAUM EINES SURFER's

 

 

TRAUM EINES SURFER's


Ich kenne einen Herrn von Mega.
Der hat 'ne Frau, das ist die Meta.
Seit gestern, beide sind verbandelt.
Mit ihren Daten wird gehandelt.
Ergebnisse, so sagt Frau Emma,
Sind alle Zeit ein groß' Dilemma..


    (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld






 

15 Dezember 2011

WEIHNACHT







WEIHNACHT


Hysterisches Kreischen. 

Von Vielfalt erfüllte Wallungen.

Stetige Spitzen genießen. 

Voll wollener Haarigkeit schieben sich
Anschuldigungen
Aus verquerem
Geiferndem Mund
Ins ahnungslose Gegenüber 

Ein unkontrollierbarer 
In Stärke einer Notsirene
Wabernd modulierter Auswurf der Entgegnung
Verursacht Stille 
 

Wie nie zuvor geahnt

 


© picture & poem by: HerrWortranken   





14 Dezember 2011

KONSTRUKTIVISMUS






KONSTRUKTIVISMUS


Ein alter Mann.
Am Kopf den Schwanz.
Er trägt ihn stolz, wie einen Kranz.
Geflochten nicht, nur lang und glatt.
So liegt er auf der Straße, platt
Gefahren von 'nem Elkawe.
Kein Leben mehr, nur großes Weh'.
Macht breit sich in des Herzensgrund
Der Gaffer, die mit Augen rund
Und off'nen Mündern steh'n darum.
Ein kleines Kind ruft, der war dumm.
Zu gehen von dem Wegesrand.
Ich halte mich an Mutters Hand.
Beim überqueren dieser Straße
Bin ich beschützt, in großem Maße.
Auf meinem langen Lebensritt.
Hüpft froh gelaunt und auch mit
Schwung. Lässt los der Mutter Arm.
Die Ampel Rot. Es kommt ein Schwarm
Von Autos, bunt und schwarz in allen Typen.
Sie grapschen's Kind, so wie Polypen.
Nun ist es auch trotz Mutters Schutz,
Zu Ende mit des Lebens Schmutz.
Das diesem Kinde ward erspart.
So ist das Denken, es ist hart.



    (c) picture & poem by: HerrWortranken 




13 Dezember 2011

INTOLERANZ







INTOLERANZ


Tief,
Dick und leer die Luft.
Wir atmen wiederum im Takt.
Gemeinsam
Stoßen wir den Geifer aus.
Wir eifern um die Gunst der Masse.
Stillos und ohne Grund
Erklimmen wir die Höhe unsres Wahns.

Letztendlich glauben wir uns tolerant.
Besoffen von dem Zwang der vielen Geister,
Die ewig sind im Sprachgebrauch der Reaktion
Entledigen wir uns,
Von tag's zuvor genossenem Frust.
Wir
Sind die Krüppel
Unsres Sein.


   
 (c) bild & poem by: HerrWortranken 





07 Dezember 2011

VERURTEILUNG


VERURTEILUNG


Gelebtes Bangen
An Tischen mit prallgefüllten,
Triefend heißen Sprüchen.
Vergebens wartet manche Seele
Auf ein ehrlich Wort.
Nur manchmal haucht ein Schrei
Vermeintlich klärendes Gefasel,
Quer über leblos waberndes Gespinst.

    (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld








28 November 2011

LEB@EN.DE



@ Leb-en.de


Leb' Leben
Lebende leben,
leben Ende.
Leb' Ende.


    (c) picture&text by: ChapTer Kronfeld




23 November 2011

QUELLE

(c) Bild by @HerrWortranken 



QUELLE


Weißt du die Quell' des Lebens
Fragt mich daeinst vergebens
Ein kleines Kind, es kam daher
Es wollt das Eine und nicht mehr
Wissen, über seine Herkunft
Kein Fragen nach der Zukunft

Sag' mir du alter Mann
So sprach das Kind mich an
Ich such' die Brühe, wo ich schwamm,
Als ich nicht war, als ich begann
Mit Leben auf dem Weltenrund
Hier steh' ich nun mit off'nem Mund
Zu hören jetzt dein weises Wort
Zu künden mir an diesem Ort

Wo komm' ich her, was war davor?
Wo war die Grenze, wo das Tor?
Des Übergangs, vom Nichts zum Jetzt
Sag endlich, wurde ich gerezzt ?

Sprachloses Atmen im Gesicht
Um Antwort ringend 
Sprizt die Gicht
Vom nahen Gestade, mir Sand,
Als Antwort klar, in meine Hand
Sieh nun genau, ich zeig' dir's flott
Ein jedes Korn, es ist ein dot
In dieser Welt aus Pixel hier
Wenn du gegeben deine tier,
Dann darfst du Bauen was du denkst
Ein Haus, ein Baum, ein Licht, ein Hengst,
Ein Kind, wie du, zwei oder vier
Doch alles ist nur wirklich hier,
So lang die Welt in diesem grid
Vernünftig ist, sonst wird es shit
Mit uns'ren Fragen nach dem Sein

Gleich bin ich off und du allein
Du wirst nichts spüren von dem Aus
Denn du bist ja in einem Haus,
Im cach vom server bist du dann
Beim nächsten login, spring'st mich an.




(c) text & Bild by: HerrWortranken     











16 November 2011

LOYALITAeT


LOYALITAeT


Vergessen ward' der Trunk
Der Ehrlichkeit.
Im Glanz der Trüben Spiegel
Sah' Mancher wohl sein unsichtbares Selbst.
Der Kellner,
Welcher emsig Salz und Knochen brachte,
Entpuppte sich,
Als nie gedachte Farce.
So brach der Gast des Abends,
Schwankend,
Sein Versprechen.

       (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld





06 November 2011

DER GARDEROBENSTAeNDER





DER GARDEROBENSTAeNDER


Mal schief, mal leer, mal überladen.
So steht er, quält er sich.
So nützt er uns.
Mit seinen stummen, stillen, starken Armen.
Mal einbeinig mit Ringhalter für Regenwetterstäbe,
Mal mit vier Standfüßen,
Mal eckig oder runder Fuß.
 
 
So saugt er auf den Schweiß,
Die Mühsal,
Das Innerste des Innern,
Der Träger der Mäntel, Jacken und Hüte.
Er ist ein Schwamm für Stimmungen,

Das Biotop
Für unbewusstes Ahnen
Über fremde Seelen.





(c)  picture & poem by: Herr Wortranken 





05 November 2011

LEBENSLAUF




LEBENSLAUF


Vierunddreißig Zahlen. 

Fünfundsiebzig Lettern. 

Ein Mensch. 

Potenzierbare Informationen. 

Menge wird viel weniger. 

Masse,
Als Grenzwert der Leere. 

Wieviel mehr wiegt ein ungedachter Gedanke
Schwerer,
Als das Nichts. 

Gestern wird auch ein Tag sein. 

Morgen war ich noch nicht vorhanden.




   (c) picture&poem by: HerrWortranken    







02 November 2011

ADVENT-2011


ADVENT-2011


Warten auf Zeiten
Auf Hoffnung
Auf Mehr.
Warten, wie lange?
Ich schwitz' hier
So sehr.

Unter der Glocke
Der Dünste
vom Geld.
Hör' ich nur jammern
Vom Euro
Der fällt.

Fallen das wird er
So tief er
Auch will.
Ausbaden soll'n wir,
Als Stimmvieh
Ganz still.

Mensch hol' dir balde
Den Knüppel
Aus'm Sack.
Hoff' wie im Märchen,
Er drescht die
Im Frack.

Und dann das Ende
Das Ende
Vom Lied.
Heiland der heilt nicht
Finanzen
und Krieg.

Nirgends ist Hoffnung
Das Leben
Vergeigt.
Frieden beständig
Wird niemals
Gezeigt.

      (c) picture&poem by: HerrWortranken aka (ChapTer Kronfeld)





01 November 2011

FLUeCHTIGE FLUCHT


FLUeCHTIGE FLUCHT


Versprechen -
Hoffen -
Laufen -
Reden sehen.
Dummheit lehren
Stund' um Stund'.
Im Lachen hören.
Schritt für Schritt den Atem sehen.
Der, der manchmal dort
Im Kreise steht,
Sieht niemals in sein Antlitz
Und vergeht,
In wolkenloser Hülle.


   (c) picture&poem by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld





31 Oktober 2011

WENN LEIDEN LEIDEN_SCHAF(F)T








WENN LEIDEN LEIDEN_SCHAF(F)T




Advent.

Der Tisch in Flammen.
Gefühle brennen.
Gedanken schweifen fern.
Blicke -
Ein Suchen -
Noch was?
Drei paar Augen.
Zwei Brillen sehen auf zur Decke.
Falten im Gesicht.
Falten im Gemüt.
Wo bleibt Es?
Wer war Es?
Wer sprach ein Wort? 



(c) picture & poem by: HerrWortranken 




30 Oktober 2011

ERARE HUMANUM EST


ERARE HUMANUM EST


Wirres Mein.
Klares Dein.
Am Tresen der Zweisamkeit.
Flucht nach Hause.
Mensch, begreife.
Zum Reden braucht es mehr,
Als zwei Ohren.

(c)  picture&poem by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld


 hier zugehöriges Anagramm   


HURRA AMUESEMENT (Ehe Eid)
Wir Miseren
Landkreise
Demaskierten Zweimaster.
Nachschau, fuehlt
Im Geben, freches
Truemmer Herz.  Bauschend
Ans Ziel.  Woher 


    © Anagramm by HerrWortranken   


     


29 Oktober 2011

SCHÖNHEIT












SCHÖNHEIT

 


Schönheit manifestiert

Hinter dem Lack

Sich in der Seele 

Und nicht im Geschmack 
 




© Text & Bild by: HerrWortranken



24 Oktober 2011

MEMENTO MORI

[denke d'ran,zu sterben]

MEMENTO MORI

Warum soll ich Denken.
Einer wird lenken.
Oder Zwei ?
Oder Drei ?
Dann ist's vorbei.



(c)  picture&poem by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld





DEMENZ








DEMENZ


Der Tote, der Töter  
Vom Dasein und vom Sinn.
Der Bote , der Löter,

Verbinder im System.
Verrammelt, Vergammelt,
Nur Maden halten's aus.
Versammelt im Körper,
Verwesend hinter'm Haus.

  Die Schmerzen so tröge.
Ein Fühlen ohne Weh.
Das Leben, ein Zustand.
Nur Angst ich hier seh'.
Selbst Frühzeiterinnerung
Und liebevolles Jetzt.
Vergessene Hoffnung.
Gefühl nicht gesetzt.

 Der Zeitplan läuft rückwärts 
 Die Uhren bleiben steh'n.
Das Alter im Spätherbst.
Die Jugend wird geh'n.
So lern' ich die Frage
Im Jetzt meines Todes,
Als Schatten der Waage,
des eig'nen Quellcodes. 





  ©  picture & poem by: HerrWortranken 






19 Oktober 2011

ORGANSPENDE













ORGANSPENDE

So, wir spenden ein Organ.
Wird es wachsen im Orkan?
In der Wirrheit, fremden Lebens.
Hoffnung hofft so oft vergebens.

Hirntod.
Zeh'ntod.
Füße kalt.
Kniee, Hände. Wer gibt Halt?
Diesem Treiben uns'res Lebens.
Gier nach Gelde, oft vergebens.

Tod?
Wieso?
Du?
Oder Ich?
Ich will schwimmen wie ein Fisch.
In dem trüben Übergang.
Engels'chöre.
Hör' Gesang.

Und dann seh' ich plötzlich Lichter.
Fühl' mich leichter, sehe Dichter.
Seh' den Goethe, seh' Herrn Kant.
Und der Tod reicht mir die Hand.

Hirntod. Zeh'ntod. Füße kalt.
Kniee, Hände.
Wer ruft Halt?
Zittern.
Einmal noch vergebens.
Dies' ist Endpunkt, eines Lebens.

Und der Strom wird abgestellt.
Schläuche weg.
So ist die Welt.
Eines bleibt uns noch hinieden,
Die Gewissheit, es gäb' Frieden. 

 
(c) picture & poem by: HerrWortranken






18 Oktober 2011

ENDE DES ANFANGS


Veranstaltungs Plakat





ENDE DES ANFANGS



Ich lebe - also bin ich. 

Ich sehe - also denke ich mich. 

Zeugen waren keine anwesend. 

Und dennoch wurde geteilt. 

Gezeugt - Geteilt - Vermehrt. 

Ein Klumpen Lebendiges. 

Im Meer der Ahnungen. 

Wirre Verstrickung eines Bauplanes. 

Kaos als einzelner frame. 

Leben ? 
Ist es das ? 

Ende, Was bist du ?







(c) Bild & Text by: 
HerrWortranken 
(aka ChapTer Kronfeld)    







 

DER BEWEGTE PUNKT ALS STRICH


Veranstaltungs Plakat




DER BEWEGTE PUNKT ALS STRICH 


Ein Punkt, mit keiner Dimension
Will beamen sich, wie ein Atom.
Mit Power raus, aus seiner Welt.
Er hats versprochen, ob er's hält?

Ein Anlauf, nochmal, jetzt ein Sprung
Ihm wird jetzt schwindlig rundherum.
Er bläht sich auf, wie eine Pinie
des Zeichners Hand, zieht eine Linie.

Die Linie hat nun Dimension
Sie schreit nach Breite, ohne Hohn.
Nur Eine, aber immerhin,
Ich will 'ne Fläche, das macht Sinn.

So denkt sie sich und dehnt sich aus.
Ich bin der Star, holt mich nicht raus.
'Ne Fläche bin ich, - jetzt bereit.
Sie ist es wirklich, lang und breit.

Nun kann mein Zeichner immerhin
Auf Blätter malen, wie's sein Sinn
Ihm eingibt, seiner Künstlerhand.
Das Bild wird fertig, ohne Rand.




©picture & poem by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld