23 September 2014

LAPTOPONKEL {nonsense verse}



Filzstiftzeichnung by real @HerrWortranken 

LAPTOPONKEL



Morgens gegen halbe Vier.
Müde schnaubt er wie ein Stier.
Glaubt sich trinkend in 'ner Bar.
Doch er wusst' nicht, ist es wahr.
Überlegte angestrengt.
Hirn schien leer, wie angesengt.
Dachte nach, ohne Erfolg.
Dann im Kopf ein Bienenvolk,
Surrte, summte, hämmerte.
Bis ihm plötzlich dämmerte,
Dass er träumte. Echt fatal.
Lag er doch im Hospital.

Voll gereihert war das Hemd.
Mund verschmiert, Haar ungekämmt.
Lallte, Sprüche vor sich hin.
Bis ein Krampf in Onkels Kinn,
Ursach' war, für einen Biss,
Der die Zungenspitze riss.
Totenstille, jetzt im Raum.
Herbert fiel in einen Traum.
Merkte nicht, dass seine Frau,
Kam zur Tür herein. Ganz schlau
Stach sie zu. Er sagte nix.
Würdigte auch keines Blicks,
Ihre Falten im Gesicht.
Tante Trude dachte, Schicht.

Onkel Herbert, nie mehr bricht.




© picture & nonsene vers by HerrWortranken          








22 September 2014

SEITEN-STEINE






SEITEN-STEINE


STEIN
kennt nicht ja, noch nein
STEIN
zeigt bewusstsein
STEIN
inneres geheim
STEIN
start aus urknall
STEIN
ursprung überall
STEIN
verwirrend' drall
STEIN
fühle meine hand
STEIN
wertvoller tand
STEIN
mit kunst verwandt
SEIN
WELT DU BIST



© picture & poem by: ChapTer Kronfeld





13 September 2014

FALTENTRUDE {nonsense verse}






FALTENTRUDE


Meine Tante Trude
Lebt in Buxtehude.
Hat durch ihre Falten,
Früher in der kalten
Jahreszeit, gesoffen.
Eheglück betroffen.
Doch es reut sie nimmer,
Ehemann war schlimmer.
Er, der alte Suffkopp,
Kaufte sich ein Laptop.
War damit beschäftigt,
Bis die Frau bemächtigt,
Sich ein scharfes Messer.
Jählings ging's ihr besser.
Heute trägt die Trude,
Diese Herzensgute,
Ihr Gesicht, noch faltig.
Kopf und Hirn, kalkhaltig,
Sind der Zeit geschuldet.
Muhme ist geduldet.



© picture & nonsense verse by HerrWortranken  
 
  



07 September 2014

WOLKENKUCKUCKSHEIM





                                  WOLKENKUCKUCKSHEIM


          Ein Land, frei von Geräuschen, Waffenklirren.
                 Ein Leben, ohn' aktuell geahnten Tod.
                Wohnstätte verwaist von Terrors Farbe Rot.
                 Solch Dasein such ich in den heutig' Wirren.

          Bei dem Versuch, manch Lüge zu entwirren,
                 Antwort versagt man. Der Frager wird bedroht.
                 Flieht diese garstig' Heimstatt des Mammons Kot.
                 Bleibt auf der Walz, solang, es gibt die Irren.

          Schüttelt euren freien Kopf, wenn rieselt Sand
                 Aus Spalten, undemokrat'schem Seilschaftsgeist.
                 Falls des Geldes rohe Macht euch schmieren will,
  
          Gebt nie das Herz dem Henker, nie mehr sitzt still.
                 Wehret im Chor. Formt ein Werk aus Meisterhand.
                 Wenn Freiheit anbläst, sie nimmer dann vergreist.


              © Sonnet &  picture by: ChapTer Kronfeld aka HerrWortranken







01 September 2014

DEMOKLOPPTEN STEUERN KRATEN






DEMOKLOPPTEN STEUERN KRATEN

Heute hauen diese Paten,
Diese Lenker reicher Staaten,
Immer mit dem Lügenspaten,
Alles nieder. Unsre Daten.
Vieles wird mit List verbraten.
Generieren Psychopathen.
Steuern mit den Implantaten
Unser Hirn, dem delikaten
Seelensitz, der Demokraten.
Mensch, vergess die Diplomaten,
Allesamt sind sie missraten.
Sich're deine Separaten,
Schützenswerten, oft Privaten
Sachverhalte. Deine Taten.



© picture & poem by: ChapTer Kronfeld aka Herr Wortranken




31 August 2014

OMEGABET [ababpöm]




[ababpöm]

 

OMEGABET 


das betabet,
es fällt und steht
wirkt wie 'n magnet.
auch wenn man's dreht
auf dem planet,
der worte. seht,
ein sturm. er weht
sehr stark und geht
voll aufgedreht
mit 'nem packet.
noch schnell 'n gebet.
mit dem erfleht
das alphabet,
was ihm zusteht.
plötzlich feststeht,
gamma entgeht
dem abfallbeet.
ende endehhhht.




© picture & ababpöm by: HerrWortranken    




19 August 2014

SONETT AUF EINE MÄR





SONETT AUF EINE MÄR
   
Sehr viele Schatten kamen aus dem Frost.
Der Eine wähnte Hoffnung im Gepäck.
Doch erst verbarg er uns, den künftig' Schreck,
Der innen stak, im Mädchen aus dem Ost'.

Entrückte Augen im Gesicht. Wie Rost
Beim Golde saß sie da am Seitendeck
Des Brockens, deutscher Politik, so keck.
Geglückt war ihr das Sitzen durch Glasnost.

Relevantes, zu des Bürgers Leben,
Hat uns die Frau, bis heute, kaum gezeigt.
Seht, sie kann am eignen Stuhle kleben,

Schläfrig uns auf viele Wolken heben,
Hofft, das Europa sich vor ihr verneigt.
Doch fraglich scheint die Zukunft. Acht geben!



 © Sonett & picture by: HerrWortranken     




04 August 2014

WAFFENRUHE




WAFFENRUHE


waffenruhe
aus der truhe
der geschichte
sind nur schlichte
lügenstorys
aller zombies,
deren wissen,
so beschissen
zeugt, vom frieden.

waffenschmieden,
ja das könn' sie.

andre schlachtvieh.

nur sie selber
sind goldgelber,
als all sonnen
je vernommen.


© picture&poem by: ChapTer Kronfeld



27 Juli 2014

VERABREDUNG








VERABREDUNG


Helle des Tages entfleucht.
Nebelschwaden wandeln Licht.
Ein zarter Gedanke bricht
Sich an der Luft und ward feucht.

Erkunden keuscher Räume.
Stichhaltiges zu proben
In nahend Perioden
Immerwährender Träume.

Flugs verdichtet Reales.
Heran brausen Gerüche.
Mixtur aus Schweiß und Küche.
Genussvoll Infernales.

Schwelgend erahnt die Sehnsucht
Die erwartenden Tropfen.
Bitterer Trunk, wie Hopfen,
Drängt das Begehren mit Wucht.

Endlich strömt hitzig Wollust
In des Sinnesreiz Zentrum.
Erlebtes Farbenspektrum,
In unsrer Nacht, im August.

Gierig umspielten Lippen
Dies vorzüglich Schlemmermahl.
Mitternacht, warst genial',
Regisseur an den Strippen.

    
©picture&poem by: ChapTer Kronfeld



24 Juli 2014

MOTORIK




MOTORIK


Am Horizont aufkeimt die fahle Dunkelheit.
Die Heerschar ausgebrochen aus dem Höllenschlund.

Sie treibt vornan die üppig Front aus Sturmes Kleid.
Weitab und doch so dicht, darbietet sich ein Schlund
mit grauenvollem, basslastig Eruktieren.       
Es prasselt Furienstakkato mir im Ohr.
Schmerz, real verspürt, durchflammt die beiden Nieren.
Der Körper bebt synchron bei diesem Schauder Chor.

In trüber Schwülstigkeit der neblig dicken Luft,
Die ihren Mantel überstülpt, auf Mensch und Tier.
Wenn abgelegt, das Soundgehabe, seine Kluft,
Dann bin ich nochmals Niederschreiber auf Papier.
Sublimation beflügelt flottes Schreibgerät.
Der Worte Sinn, zu Haufe, möcht ich verbreiten.
Stimmungslagen, immer mit Leichtigkeit gesät
Klingen trotz bissig Wahrheit, wie zarte Saiten.


    

©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




16 Juli 2014

HUNDERT JAHRE IMMER WEITER






HUNDERT JAHRE IMMER WEITER


Erster Weltkrieg.
Blüten im Lauf.
Jubel zuhauf.
Keiner fand Sieg.
Zogen hinaus.
Nimmer nach Haus.

Meine Fresse.
Flintenweiber,
Drohnentreiber,
Ohn Finesse,
Volkesschinder.
Schlachtenfinder.

Kriegsminister.
Heut wie derzeit,
Waffendummheit.
Ihr Philister.
Geh nach Hause,
Laien Ulla.
Nicht vertretbar.
Kaffeepause.
      
 ©picture & poem by: ChapTer Kronfeld



13 Juli 2014

NEANDER TAL {nonsense verse}




NEANDER TAL 

So trug es einst,
Auch wenn du weinst,
Sich zu, im Tal.
Es war arg schmal.

Erst Frau geraubt.
War sehr verstaubt.
Mit Wasser dann
Und einem Kamm
Gestylt zum Weib.
Nun Traum, der Leib.

Die fremde Frau
Schien wirklich schlau.
Hat sich gebeugt.
Ein Kind gezeugt.

Der erste Typ
Ohn Geist, nur trüb.
Der Kontrahent,
Enorm potent,
Verkauft das Kind
als wär's ein Rind
An diesen Tor.
Der nimmt Junior

Dieser Knabe,
Ohne Gnade,
Macht mir Mühe
Seit der Frühe.
Knapp zehn Stunden
Such ich bunten
Reim auf, Rabe.

Schreibblockade.

Jetzt ist Ende.
Nur noch Wände
Vor den Augen.
Worte saugen.
Die Gedanken,
Diese Freien,
Wollen schreien.

Heute Schluss mit dem Stuss.

      

©picture & Nonsens poem by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld



30 Juni 2014

DROHNENVORMARSCH





DROHNENVORMARSCH


Jetzt auf dem Dach.
Flogen zu flach.
Sind nun unten.
Echt zerschunden.
 Ist nur ein Traum.
Gedankenflaum.



©picture & poem by: ChapTer Kronfeld





25 Juni 2014

VERGEIGT




VERGEIGT


SIE HAT VERGANGENHEIT
DIE ZEIT
DOCH KEINE ZUKUNFT
TROTZ HERKUNFT
WER KANN DAS WISSEN?
IN DEN ELEGISCHEN KULISSEN
DERER WIR UNS BEDIENEN
FLENNEND MIT TRAUERMIENEN



©picture & poem by: ChapTer Kronfeld





20 Juni 2014

EINVERNEHMLICHE ENDLOSIGKEIT



EINVERNEHMLICHE ENDLOSIGKEIT


Gewalt des Kreises? Fragezeichen.
Vor den Stadien liegen Leichen.
Ringe, Bälle, pompös' Symbolik,
Nutzt den Korrupten, als Rhetorik.

Pervertieren all Fairness Ziele.
Vernichten durch diese Machtspiele,
Der Menschen Grundlage, zu leben.
Knebeln die Völker, mehr zu geben.

Volksvertreter! Austragungsorte!
Verneint, Forderungen, qua Worte.
Zeigt Ihnen euer Klares, "So Nicht".
Bezeugt Schuldigkeit, als eure Plicht.

Warum kann es nicht sein? Ich frage.
Vorteil samt Verlust auf die Waage
Zu legen. Eignes Volk befrieden.
Lasst die Korrupten in Geldgier sieden.




©picture&poem by: ChapTer Kronfeld





08 Juni 2014

PERSIFLAGE EINES GENRES




PERSIFLAGE EINES GENRES

 

 Sachter Schritt. Zehen fühlen zart den Boden.
Auffallend' Runzeln zucken auf der hohen Stirn.
Hosenbeine flattern trostlos fern der Moden.
Sie übertragen die Bewegung, schlapp ins Hirn.
Ein Knirschen, hörbar fein, wie flaumgeflügelt Luft
Stockt mir das flache Atmen zu dem Lungengrund.
Es ist der Geist, der im Gemäuer stöhnt, ein Schuft.
Der stahl dereinst, in düstrer Nacht, den Schlüsselbund,
Zur Kemenate. Damalig, zu der Buhle.
Sie war das Weib, des Dämons, der im Steine greint.
Man hört die Stimme knarzig rufen: "Tanzschule.
Lehr mich manch Schritte. Kenn keine. Mein Auge weint".

Gehts mieser noch? Ich sage nein in dem Moment.
Lyrik, wie hier vorgetragen, verkommt zum Graus.
Entbehrt der Seriosität, bleibt nur Fragment,
Des Wunsches einen Satz zu führen zum Applaus.
So bleib ich schuldig, dem geneigten Lesewurm
Meinen Respekt, für die Geduld zu Lesen jetzt,
Dies scheinbar' Kunstprojekt, aus wirrem Wirbelsturm
Des struppig überreizten Hirns. Ohn' Sinn durchsetzt.

Grinst und lacht mit mir zusammen.
Freud Euch an den kunstvoll Dingen.
Wenn die Welt steht, bald in Flammen,
Ists zu spät, sich umzubringen.
    

©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






30 Mai 2014

e-didaktik





e-didaktik


ein' menschen drang,
aus dem phantastisch' geistgepräge,
empfindet wunsch' mit unerfüllung, oft als schläge
gegen den eignen genius,
der güldne strahlkraft
möchte verströmen,
mit seinesgleichen, schicksalhaft.

erstgedachtes der ideen, aus des füllhorn' schoß,
zeigt der welt nun ihren, 

initialen denkanstoß.
ernstlich kann das werk entstehen, mit der parzen wohl.
sockel trotzt gelungen.
nur des gegners sinn bleibt hohl.

prescht herbei, humanmyriaden,
spendet beifall.
diesem edlen gönner jauchzt hurra mit dröhnend knall.
alles wissen, dieses hehre,
das des menschen ziemt.
viel gelehrt an orten, durch computer, fernbedient.

vorsicht!
seht die zeiten die euch stehlen, hirn und bauch.
traut nie den sekunden.
erkennt!
regierungsmissbrauch.
doch vergesst niemals zu lernen,
rüstzeug brauchen wir.
ohne üppig kenntnis'
bleiben wir das herdentier.


©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




13 Mai 2014

EISHEILIGE






EISHEILIGE


Maienpuste tose poppig, gegen durstig' Seelenpein.
Geh nicht diesen nassen Winden auf den offerierten Leim.
Sinnlich heiter nur zum Zwecke unsrer Lüste, bringe heut
Trocknes Wetter ohne Regen, dass Gefühle hocherfreut.

Wirst dann hören, wiederkehrend, Festgesänge auf dein Tun.
Menschen tirilierend singen. Maienwetter, kein Monsun.
Jetzt die Welt, sie scheint in Ordnung, bis aufs Töten überall.
Schnaube kräftig dort an Orten, feg hinfort Humankrawall.

Derweil können wir genießen, kommend Juno bis August
Diese Zeit des herrlich' Sommer bringt im Rhythmus Vielen Lust.
Deine übertschwenglich Kräfte, milde Wirkung, streif' uns nur,
Lasst uns alle danke sagen, jetzt kann blühen die Natur.




   
 ©picture & poem by: HerrWortranken      


11 Mai 2014

MUT-DER-TAG




MUT-DER-TAG


Dein mag'rer Busen, stillte Leiden.
Du hattest Buben, drei Töchterlein.
Zu jenen Steineklopferzeiten,
In Trümern, mutterseelenallein.

Heut lebt sie nicht mehr. Die Kinder alt.
Jugend entfleucht.  Manch Wünsche, entzwei.
Fremde Gefühle, gruselig kalt.
Hoffnung auf Liebe, Leere vorbei.

Empathie, vererben, vorlebbar.
Jetzt Großmutter. Nur Enkel schaun rein.
Wo bleibt die Tochter seit einem Jahr?
Vergisst die Mutter, hängt nur am Wein.



                                                                     © picture&poem by: ChapTer Kronfeld





07 Mai 2014

ODE AN DIE BUNDESKANZLERIN










 

ODE AN DIE BUNDESKANZLERIN


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 © picture & ode by: HerrWortranken 




01 Mai 2014

mai




mai

 

heute.

ffffffffffdufffffffffft.

kein duft.

helligkeit kommt morgen.

 des nächtigen rausches erwachen.

worte von vorgestern.

im schlaf des übermorgen

gehört.



            © picture&poem by: ChapTer Kronfeld





29 April 2014

KORPULENTE DICKE









KORPULENTE DICKE


Feuchtkonzentrationen.
Schwalltreibend in unberührbaren Hochebenen der Elevation. 

Übersättigte Tropfenmyriaden schleifen ihre feisten Torsi in longitudinalen Schwingungen quer durchs Land.

Einige suhlen als Knallchargen, mit den Eigenarten bedeutender Rampensäue, an Sichtkanten.

Präsentieren plumpärschig die Wölbungen, der unterseitigen Grenzschicht, abwärts darbietend.

Das Auditorium flüchtet dieser Dramaturgie der Boshaftigkeiten.

Exzessive Helligkeiten blenden Augen.

Ohrenbetäubende Brüller offerieren Beklommenheit.

Korpulent dickes Nass kommt von oben herunter.

Das Unwetter agiert über uns.

Ein blitziger Donner regnet. 





© picture & poem by:  HerrWortranken 





28 April 2014

WASSER AM GEDANKENENDE






WASSER AM GEDANKENENDE


Flätschernde Strudeligkeiten 
Im Anblick des Hörauswurfes.
Feuchte löchrige Hüllen umstülpen 
Schaumdurchflutete Quirlungen.
Fontänen mit mäßigem Druck wandeln 
Als Wasserspiele im Dickicht der schwülstigen, 
Übersatten Wasseroberflächenluft. 

Ein Hauch weht herüber 
Zu der beobachtenden Riechsensorik.
Detektorzellen der Innenwandung 
Lassen die zugehörenden Nasenflügel 
In ihrer Vibration erstarren.
Lebertransumpfmuffigkeit 
Okkupiert den Lungenapparat. 

Ich versuche mich 
In der Befähigung des Aufstehens.
Den Ort verlassen zu wollen, 
Beflügelt mein Muskelkorsett. 

Ohnmacht drückt mich zur Erde.
Der Bewusstsinn überschreitet dunstig den Grenzweg 
Zu einem unbekannten Aggregatzustand. 

Zurück bleiben Zustände 
Gashafter Gerüche 
Mit flüssigen Komponenten 
Eines verflüchtigenden 
Körperhaften Gedankens.



  
© picture & poem by: HerrWortranken






27 April 2014

NEBELLEBEN


© by HerrWortranken 




NEBELLEBEN


dunkel umhüllte die einsamkeit

eine ahnung erfühlte verschmelzendes sein

vervielfachendes schwanken verursachte dunst

hauch ward geboren

ein nichts, vereinigter kraft, beschleunigte zu etwas

konturloses quantum ungedachter ideen generierte ein ich

gleichförmige unordnung extrahierte helligkeit

in dem nachttaggleichwert* entstand nebel

der mittelste kleinarva* blähte negativ zu einer membranhaften äußeren begrenzung um die vorhandene gänze herum

die genese erdachte ihre genesis 





 © picture & poem by HerrWortranken    

  





20 April 2014

DOPPELFESTTAGE




DOPPELFESTTAGE


Tage im saugenden Auwald der Gedanken.
Schwämme überschäumender Bilder der Erwartungen.
All dies liegt zeitlich vor Doppelfesttagen.
Manches erwacht wie ein unvergesslicher Loop in dir.

Am Ende kommen Stunden bewölkter Stimmungen.
Ungewohnt reizend, dir den Atem verweigernd
Vermeinst du in Augenblicken, Essiggeschmack zu denken.

Ein Hüsteln vertreibt übergangslos alle Wirklichkeit dieser Vision.
Du wirst gedankenklar in deiner vermeintlichen Tatsächlichkeit.
Es ist ein anderer Tag.



 © picture & poem by: HerrWortranken       






13 April 2014

ALBUM [ababpöm]

 

ALBUM




A [-.-]1* a [-.-] a [-.-] a [-.-] a,

Bu
[-.-] bum.

Ahhh.

A
[-.-] a [-.-] Alb.

Bu
[-.-] bubu [-.-] Bub [-.-] Bub.

Alp.

A
[-.-] Bumm.

Alp
[-.-] Macht [-.-] bumm.

Bubu sterrrrbt im Alptrumm.

Album ZUKLAPPP.

TOD.

  
 ____________________
1* Pause, ca 1 bis 2 Sek.

  ©picture & ababpöm by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld






12 April 2014

SEIN




SEIN

 

Die Welt, sie existiert nicht wegen Menschensinn.
Der Mensch, nutzlos für sie, so wie ein Doppelkinn
Maßt an, wähnt eigne Gattung als die Schöpfungskron'.
Dem Weltenraum geriert er nur noch spöttisch Hohn.

So muss vergehen, wie zuvor, all menschlich Tand.
Das lebenslang auch seit Gedenken, je entstand.
Das Einzelwesen, als Bit im Meer des Mundus,
Ward nie geboren, liegt unnütz nur im Fundus.

 

 

 

 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






 

11 April 2014

IMMERSIONSFLUCHT



IMMERSIONSFLUCHT

 


Scharf fühlt sich's an, in jedem Menschenalter.
Die Klinge brennt im Träumerhirn, wie kalter
Stahl. Sie sperrt den Zugang, ohne sinnvoll' Grund,
Zum einzigen Weg, auf dem verharrt ein Schlund
Um gierig alle frischen Wissensblitze
Einzuverleiben. Mit mentaler Hitze,
Ein fulminantes Träumerfest zu feiern.
Der Alp rührt kräftig mit, in wirren Schleiern.

Wenn Intuition, den schwierig' Pfad gefunden,
Trotz schwertbewehrter Wächter, scharfen Hunden,
Versucht den Traum zu prägen, wie ein Wilder.
Kann sie mit Messers eisig Schneide, Bilder
Teilen. Geboren aus gigantisch Phantasie.
Wuchtig konzertiert die Opussymphonie.
Übles erfährt der Mensch, beginnt zu speien.
Der Alp vergeht in nebulösen Reihen.

Im Augenblick liegt die Person am Boden.
Noch nicht erholt von Folter und Methoden.
Des Geistes Messer trennte Raum und Zeiten.
Erinnerungsvermögen wird bestreiten,
Dass Träumen, Realität in Wahrheit sei.
Aus heftig Überzeugung, nie mehr ein Schrei.
Alles scheint stumm, wie saitenlose Geigen.
Der Alp zerfällt, mit fulminantem Schweigen
.



 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






30 März 2014

KOMMUNIKATION MIT DOSENTELEFON





 


KOMMUNIKATION 
MIT 
DOSENTELEFON


es fällt mir ein
die bohnensuppe

als ich verbunden
mit der puppe

nur durch zwei dosen
mit kräftig' Schnur

sie hört das rumpeln
meiner winde 

atonal zugleich
der Treueschwur

den ich ihr flüsterte 
gelinde 


 



 © picture & poem by: HerrWortranken 











01 März 2014

LAUTHEIT [ababpöm]






LAUTHEIT 


LAUTHEII-JEIH-JEIH-JEIHJEI-I-ITT 

der Schtilllllllllllleeee-pssssstt

Ffffffffssssssffwind, Ffffffffssssssffwind,
so zs-s-s-s-sart 

bläs-s-s-s-st  er am Abend heute.
Hört ihrs?
Könnt's fassen?
Jetzt, ihr Leute.


Schrö-öhschripp, schö-öh-in-n-n-ng,
Drrrrrch-rch-rch-rch-rch-rchi-i-i-inng.

 

Habt das gehört?

Was war das für ein Ding?


Da fiel was runter, was vorher oben hing.

Ich geh' nach Haus zu Bette.
Mir ist's zu zugig hier.


Ein Mensch bin ich, kein Weidetier.




 
  ©picture & ababpöm by: HerrWortranken   

    

28 Februar 2014

IN SEICHT [ababpöm]





IN SEICHT

Heut' sah ich viele Psydoneumen
Nicht nur im Wald mit hohen Bäumen.
Auch, oftmals Bücher, mit Häuhlromen
Platzieren sich mit den Symptomen,
Der schmierig, fettig Oselsehren.
So konnten keine Sätze lehren.
Worte sind flinker, als manch Weerfspur
Geworfen mittig, aus der Zensur.
Jetzt fällts nicht schwer, mit dieser Inseicht,
Parolen lesen, scheint kinderleicht.


  ©picture&ababpöm by: ChapTer Kronfeld



26 Februar 2014

ENTIRSCHEUD [ababpöm]




ENTIRSCHEUD

Politiker, wie Elafenten.
Die Einen faseln über Renten.
Die Anderen sitzen stettdassen
Sie Fressen Grünzeug, gern in Massen.
Es gibt keine Effänititan.
Zweibeinig Hirn Substanz, wie'n Milchzahn.
Die Rüsselträger, hart wie Tatin.
In ihrem Leben sind sie ein Team.
So zeigt sich wahrhaft, ein Entirscheud

Erstere brauchen 'nen Therapeut'.


  ©picture&ababpöm by: ChapTer Kronfeld