11 November 2016

DER LANGE SATZ DER GRAUSAMEN ZUSAMMENHÄNGE


DER LANGE SATZ DER GRAUSAMEN ZUSAMMENHÄNGE 


Herr Klotze saß wie jeden Abend breitklotzig und trotzig auf seinem klotzigen Protzstuhl und glotzte wie ein Kraftprotz auf seinen klotzigen Breitklotzmonitor während Frau Klotze, unweit von Herrn Klotze auf dem Sofa sitzend, versonnen einen Holzstopfklotz auf ihrem klotzigen Schoß hielt, den sie normalerweise zum Stopfen der Klotzschen Löcher in den Klotzschen Strümpfen benötigte, als es Herrn Klotze plötzlich übel wurde und er in hohem Bogen von seinem protzigen Klotzstuhl aus, auf den Holzstopfklotz kotzte, den seine Frau mit ihren protzigen Händen hielt, die daraufhin entsetzt auf den Holzstopfklotz klotzte, dessen untere Holzstopfklotzfläche plan auf ihrem protzigem Schoß lag, während Herr Klotze in diesem Moment, wieder auf seinen Monitor hinüberglotzte und voller Trotz, Klotz für Klotz, auf seinem gemieteten Klotzland Klötzchen rezzte, die, man muss hier anmerken das dieses protzige Klotzland des Herrn Klotze, ein virtuelles Klotzland ist und die arme Frau Klotze nun einen verkotzten Schoßholzstopfklotz, den sie jetzt gerne ihrem Herrn Gatten, Herrn Klotze, in ihrem Trotz, an seinen Breitklotzprotzkopf geworfen hätte, doch der glotzte sie mit klotzigen Augen an und rieb sich seine eigenen verkotzten Klotzbrocken aus den Winkeln seiner trotzigen Klotzaugen und schrie sie klotzkotzig an, das alles zum Kotzen sei, worauf Frau Klotze zu ihrem Mann mit trotzklotzigem Wortschwall entgegnete, das er seit Jahren nur noch voller Trotz auf das Geschehen in seinem Klotzland klotze, während ihr nichts übrig bliebe, ihre Zeit, mit Glotzen des Fernsehprogramms zu verglotzen und fuhr trotz ihrer immer mehr steigernden Trotzigkeit, mit der Klotzkotzbeschimpfung fort, dass er der Bremsklotz ihrerer beider Trotzbeziehung geworden sei, weil er rotzfrech, wie ein Kraftprotz, voller Trotz, als Holzkopf, alle Zeit trotzig, in seine Computerglotze glotzt und nie mehr in ihre sternenreinen Äugelein ... 


© text by: HerrWortranken       


10 November 2016

CLAQUEUR LIED _frapalymo 10nov16

 
 
 
 
 



CLAQUEUR LIED  


                    Neue Welt, du armes Land,
                       Verlorener Ideale.
                       Du zeigtest heut, bei deiner Wahl
                       Entwicklung, zur Kabale.

                    Es ist kein Bluff aus einstig Zeit;
                       Der Frieden weist jetzt Tränen.
                       Wirst' du nun Vorbild für die Welt,
                       In sandbraunen Arenen?
 
                    Die Landeskinder, nur zum Teil,
                       Verschrieben sich dem Schwachsinn, 
                       Denn ein gewisser Populist,
                       Verkündete heut' Wahnsinn.

                    Das Erdenrund hofft nun zur Stund;
                       Donald-Te, du geistig Schrott;
                       Verlaße deine Faschobühne,
                       Wir wollen kein'n Bankrott.




   © bild & text by: HerrWortranken
 
                   
 
 
 
 


09 November 2016

THANATOS ODER NULL GREIßT NULL _frapalymo 09nov16

 
THANATOS ODER NULL GREIßT NULL  _frapalymo 09nov16
 
 
THANATOS ODER NULL GREIßT NULL 

  
Heut schnürt die dünne Morgenluft
mir Herz und Hals zusammen.
Seh' nur des Todesengels Gruft
Und unsre Welt in Flammen.
Ich greife letztmalig zum Glas
Auf sturmgepeitschter See.
Der Bürger Hirn gefüllt mit Gras.
Blass wirkt all liberal Idee.
 
Die Menschenrechte, dünn und blass, 
Demnächst aus Übersee.
Das Glas zu voll vom Aderlass.
Freiheit erstirbt mit Schnee.
 

  © bild & text by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 
 


08 November 2016

CÈST LA VIE _frapalymo 08nov16

 
 

 
Bild by ©HerrWortranken


CÈST LA VIE 
Jeden Abend ersehnte der Wecker, wenn er sich nach den humanoiden Berührungen auf eine neue Nacht vorbereitete die stereotype Sehnsucht, bei Tagesanbruch, nach einem ausgiebig läutenden Gähnen, von
meeresrauschender Schläfrigkeit bis Sonnenuntergang, durch liebliche Musik in TicktackDur zu träumen, bis zu jenem Morgen, als ihn ein Faustschlag jäh', achtunsiebzig Zentimeter tief trudelte und für alle Zeiten
in eine totähnliche Stummheit, fallen ließ.

  © bild & text by HerrWortranken    
 
 



 
 
 
 
 


07 November 2016

KRYPTIERUNG oder ZUHAUF _frapalymo 07nov2016

 
 
 
KRYPTIERUNG oder ZUHAUF  _frapalymo 07nov2016
 
zuhauf 

schreib zu anzahl auf kryptierung
der bleibt zu
die hinter ich hört
der rumgeplanscht meckern

ziegen sind vier
strophe aufs voll papier
hohlem stirn
die geist maul
so das worte
wie wird verbogener
wie badend geschrieben
zeichen trotz pro
bei zeilen vermanscht
hirn kinder alles 
 
 
  © bild & ababpöm by: ChapTer Kronfeld
 
 
'zuhauf' ist ein einmal "gewolftes", mit zufälligem Umbruch, durch den
automatengedichtautomat   gehetztes zweistrophiges ababpöm. Es basiert auf
dem Achtzeiler 'KRYPTIERUNG'
 
 
KRYPTIERUNG
 

Der Worte sind zuhauf geschrieben.
Hört auf zu meckern, wie die Ziegen.
Das Maul zu voll, trotz hohlem Hirn.
Verbogener Geist, hinter der Stirn.

So schreib ich Zeichen aufs Papier.
Die Anzahl Zeilen bleibt bei vier,
Pro Strophe. Alles wird vermanscht.
Wie badend Kinder, rumgeplanscht. 

 
  © poem by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 
 


06 November 2016

DAUERWARE (frapalymo 06nov2016)

 

 
 
 
 
DAUERWARE  

Vergangenheit, häufig im Leben,
Wirkt, in der Zukunft, oft grandios.
Du solltest nie am Stillstand kleben.
Sei forschend, spielend, virtuos.

Vertraue heut'ger Lebenslage,
Dem momentanen Bauchgefühl.
Das Gestern legt sich gern wie Plage
Als hemmend Handeln aufs Gefühl.

Versuch die Frische, aus dem Alltag,
Nie als Konserve anzusehn.
Wartest zu lange, mutiert's zu Quark
In deinem Hirn, ists abzusehn.

 


 
  © bild & text by: HerrWortranken  
 
 

 


05 November 2016

FRISIERGANG









FRISIERGANG

Ihr Kinderlein kommet, zum Reinigungstag.

Wir wandern und springen, weil Johann es mag.

Die Locken, die Strähnen, der fettig' Haare
Zu lange gewachsen  Dreihundert Jahre
Ließ er nicht waschen. 

Ihm fehlte das Weilen.
Zum Spasse vertrieb er die Zeit, mit Zeilen
Fürs Schreiben, der Noten, auf zahlreich Papier.

Mag sein? Dabei soff er, so manch' Liter Bier.

Meine Töchter und Söhne höret auf mich.
Wir Kopfläuse lassen, Bastl niemals im Stich.

Mit allen Kräften ziehn wir raus, seinen Zopf.

Wer ihn heute modern hört, drückt jetzt aufn Knopf.
Ich hoffe, die Wellen verschlingen mich nicht.

So, wir's lesen, im Heinrich Heine, Gedicht.


  
© picture & nonsense verse by: HerrWortranken     

04 November 2016

BILDBEBILDERUNG (frapalymo 04nov2016)

 
 
 
BILDBEBILDERUNG _frapalymo 04nov2016
 
 
BILDBEBILDERUNG 

Des Wanstes korpulente Wonnen.
Wulstig' Lippen, umschlangen Pokal.
Augen, wie untergehend Sonnen.
Sein Suff, er Bauer, oft ein Skandal.

So ruht jetzt reglos unterm Baum.
Der Mensch wirkt durch die Stille, tot.
Zum Lamm mutiert, im wohlig' Traum.
Fühlt Kopf, auf Fell. Doch liegt, im Kot.

Ein Blättermeer aus herbstlich' Tönung,
Wird Teppich, für das schlafend' Schaf.
Er träumt jetzt von der Jahreskrönung.
Von Milch und Wolle.
Für ihn, nur Straf'.

 
 
  © picture & nonsense verse by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 


03 November 2016

'HÖLLENRITT' & 'UNHEIMLICH' & 'DISKRETION' (erste drei frapalymo Nov2016)

 
 
 
 
 
 
DISKRETION _frapalymo 03nov2016
 
 diskretion

vorwitzig ohr
an nachbars tür
verwunsch'ne zeit
die erste kür
verplappert wort
vom hitzig ort

erinnre dich
es war im bad
riskanter blick
flucht ohne tat
verplappert wort
am hitzig ort

jugend allzeit
nur so zum spaß
maßlos auf lust
gedanken nass
wohlfeiles wort
am günstig ort
 
© picture & poem by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld
 

 
 
 
 
 
 
UNHEIMLICH _frapalymo 02nov2016
 
     UNHEIMLICH 
    
     Verschlaf.
     Nein.
     Zögere nicht.
     Komm Wand an Wand.
     Nein.
     Verlier dein Träumen, dein Gesicht.
     Halt inne und vergiss.
     Du wirst verwehen dich in allen Räumen.  

     Der Mensch im Schlaf.
     Er windet wie ein sturmgebeugter Baum.
     Luftleere Sphäre lähmt den Schlund.
     Vergebens, seine Müh‘ zu rufen.
     Verwehte Sprache, bleicher Mund.
     Verloren all die Schimmer in dem Raum.
  

© picture & poem by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HÖLLENRITT _frapalymo 01nov2016

 HÖLLENRITT

 DANTE _ Die Hölle _ erster Gesang 

 „Auf halbem Wege unseres Erdenlebens 
 musst ich in Waldesnacht verirrt mich schauen …“
 
 

Um mir mit sicherem Blick, Unfassbarkeit 

Zu Gegenwärtigen und mir Erkenntnis 

Anzueignen, die jedermann ein Schauer 

Über Haut und Geist, als Wirklichkeit ergießt. 

So zeigt uns heut die Fratze jenes Sultans 

Ein unermüdlich schwärzen goldner Sonnen.  

  
© picture & poem by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 

30 Oktober 2016

MEHREN

 
 
 
 
 
 
 
 
MEHREN
 
 
Die Still' neigt sich dem Schreiben zu.
In Güte, Herz schwelgt heut' in Ruh.
Blutrote Fransen, wolkig Bild.
Der Wörter Ränder künden mild,
Des Wartens Ausklang, Satz wird lang
In dieser Welt.
Bald Niedergang?

 © picture & poem by: ChapTer Kronfeld
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


22 Mai 2016

DYNAMIK №22 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
frapalymo-Projekt Mai 2016
 
 
 
DYNAMIK

Ein Bild vom Menschen mag ich malen.
Nicht so ein Ding, getüncht nach Zahlen,
Das einsam und allein als Fläche
Nur 'rumliegt, ohne Kunstgespräche
Und Schattendasein führt in Stille.
Möcht zeigen Kraft und wirksam Wille.

Mit sieben Pinsel, Sand und Farbe,
Biet ich Dynamik.
Zielvorgabe.
Wer Leben lebt, als öd Gestalt,
Seit Jugendtagen,
Sein Nimbus,
Alt.


 
 
  © bild & text by: ChapTer Kronfeld
  
erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen 
... inspiration nach dem Video 
 
 
 
 


21 Mai 2016

REGSAMKEIT

 
 

 
 
REGSAMKEIT   


 

Labsal suchend.
In angenehmer Menge lass ich mich treiben.
Um mich, ohrenfüllende Geräusche einer produktiven Masse.
Langsam erkennen meine Lauscher unterscheidbare Klangfolgen.

Unvermittelt sehe ich sie.
Eine wabernde Familie umspült mich.
Mit Ungezwungenheit höre ich in die Umgebung hinein.

Wuchtig gurgeln die Stattlicheren.
Quirliges, an Glasharfen erinnernde Intervalle, entspringen den Kehlen der Kleineren.

Hier zwängen sich mehrere Größere schlurfend, doch gleichzeitig glockenhell spritzend, zwischen

zwei Felsstückchen hindurch.
Dort überwinden andere eine Steinbarriere.
Dumpf brummend und siegessicher im Anlauf vor dem Hindernis, händehaltend das Wagnis zu

bestehen, vereinzeln sie im Zenit des Sprunges und der basslastige Grundton melangiert zu
spritzigen plitsch-platsch Klängen.

Über all diesen individuellen Äußerungen der Einzelnen liegt machtvoll, aber nicht aufdringlich, eine
beruhigende samtartige Geräuschdecke.
Ähnlicher der Äolsharfe, als einer friedlich summenden Hummel, hält diese Schwingung eine Schar
zusammen, in deren Gemeinschaft es letztlich trotz vieler Ausbrüche, eine harmonische Umarmung gibt. 


 

© bild & text by HerrWortranken     


 

 


20 Mai 2016

ZEILENWAISE №20 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
 
frapalymo-Projekt Mai 2016
 
 
 
 
 Z E I L E N W A I S E
 
 

zehn

worte

brauch

ich

nur,

zehn

zeilen

euch

zu
 
schreiben. 

 
 

  © bild & text by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld 
 

 erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen 

 
 
 
 
 


19 Mai 2016

WORTACKER №19 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
frapalymo-Projekt Mai 2016
 
 
WORTACKER 
  
Ein Wald im Mai. Hier spukt mein ganzes Leben.* 

Geprägt, vom letzten Wandertag, im Regen,

Der uns, nach trockner Theorie, die Suche,

Nach dieser magisch schwarzen Warzenbuche,

Inmitten, dunkelgrauem Zauberdickicht,

Mit Lehrers Schlagstock, wie ein flackernd Irrlicht,

Das tanzend auf der Knaben Hosenboden,

In heut'ger Zeit nur noch bekannt, aus Episoden,

Darstellt zum Lachen, als ein Schmunzelstück.
 
 
 
 © bild & text ababpöm by: ChapTer Kronfeld
 
  
 
* zitat aus.  Tomas Tranströmers Gedicht "Alkäisch“ 

erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen
 
 
 
 
 
 


18 Mai 2016

AUGENSCHLAG №18 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
frapalymo-Projekt Mai 2016
 
 
                                            AUGENSCHLAG 

               Ein farblos' Tag wurd' ungefragt,
               Zum hemmend Knüppel meiner Beine.
               Ich sucht' vergeblich,
               Tief in des Lebens angehäuftem Sachverstand.
               Nach Menschlichem und Götterkraft.
               Fand nur,
               Reaktionäre Reime.
               So wandert Seel' und Körper,
               Endlos, zu finden Kraft,
               Aus Götterhand.

 


 
 
 © bild & text by: ChapTer Kronfeld 
 
erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen




 
 


17 Mai 2016

WAUWAU _№17 frapalymo-Projekt Mai 2016






frapalymo-Projekt Mai 2016
 
  
 
 
WAUWAU
 
'Lauf-fort', so heißt sein alter Pudel.
"Lauf-fort komm her", hört man ihn rufen,
Wenn Hannes, diese greise Nudel
tagtäglich rauf will, jene Stufen,
 
Drunten vom Puff, 'ZUR LOCKERN DAME',
Bis zu des Marktstands quirlig' Platz.
Doch dieser Hund, tut was sein Name
Ihm eingibt. 'Lauf-fort' ist Wirtins Schatz.

 
 
 
 
 © bild & ;>) text by: ChapTer Kronfeld   
erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen 
 
 
 
 
 


16 Mai 2016

felisDOMESTICUS vs. musMUSCULUS _№16 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
frapalymo-Projekt Mai 2016
 
 
 
 
 
felisDOMESTICUS vs. musMUSCULUS
 
Heut geh ich doch noch aus dem Haus
Und schnappe Nachbars Miezekatz.
In meinem Kühlschrank scheint ne Maus.
Die provoziert, zum Kriegseinsatz.
 
Ersehne mir, durch die Idee,
Verwirklicht sich ein trefflich Plan.
Die Katz im Eisschrank als Gourmet
Greift sich den Nager. Speist ihn dann.
 
Doch überleg ich konsequent,
Liegt jetzt die Muschi in der Kält.
Was soll ich tun, in dem Moment,
Weis nicht, wenn grad' Frau Nachbar schellt.
  
 
 © bild & unsinnslyrik by: ChapTer Kronfeld 
 
erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen 
 
 
 
 
 
 


15 Mai 2016

FINGERLÄUFE

 
 
 
 

 
 
 
FINGERLÄUFE 
  
Kaum lugt die Sonne übern Berg,
Erschafft der Bäume Astgebild'
 Ein Wechsellicht, als hüpft ein Zwerg,
Stakend, gleich Nummerngirl, mit Schild.
 
Und diese Lichtersinfonie
Erzeugt im Herz der hörend Welt,
Sonatenläufe, wie noch nie.
Beglückt der Mensch, jetzt ohne Geld,
Denkt er beim Hören an sein Lieb.
Kann ahnen manche Seelenqual.
Er fühlt, genießt. Ein Peitschenhieb.
Musik erleben, bleibt genial.

 
 
 
  © bild & text by: HerrWortranken    

erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen

 
 
 


14 Mai 2016

WINDUNG _№14 frapalymo-Projekt Mai 2016

frapalymo-Projekt Mai 2016



WINDUNG 


Noch krallt mein Fuß,
Robust in lock'rer Krume.
Ein Jahr floss wiederum ins alternd Land.
Nun sitz ich nochmals hier, wie einst mit Muhme.
Jugend verloren.
Verlassener Strand.
Die Gischt spritzt freudig auf,
Mit weißen Mähnen.
Fürs räumig Lachen reicht nicht mehr die Zeit.
Manch Worte hängen jetzt an wacklig Zähnen.
Die Welt verblasst.
Erinnerung flieht weit. 





© bild & text by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld 

erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen  


13 Mai 2016

ungestalt _№13 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
frapalymo-Projekt Mai 2016
 
 
 
 
 
 
ungestalt

zeit gibt es nie
in unsrem leben.

vergangenheit,
vorbei.
es war einmal.

so, wie die zukunft,
nur ist streben.

gegenwart ohn' frist,
ist transzendental.



© bild & text by: ChapTer Kronfeld

erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen









11 Mai 2016

§ HERZLINIE _№11 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 

 
 
 
 
§ HERZLINIE 

 Sieh,
Auf die Lippen einer Frau.
Von deinen Augen flieht all Grau.
Der Schwung des Mundes zeigt dir Herz.
In dir wächst Sehnsucht und manch' Schmerz.
 
Sobald ergatterst, einen Kuss,
Den du erhältst, echt, ohne Muss
Schließt sich die Linie einer Lieb'
Zum bindend Kreis.
Geniest den
Sieg.
 
 
 
 
 © bild & text by: HerrWortranken 

  
 
erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen 
 
 
 
 
 
 


10 Mai 2016

FÜNFZIGZEHN _№10 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
frapalymo-Projekt Mai 2016
ababpöm
 
 
 
 
 FÜNFZIGZEHN
 
Ein Jubiläums-Spiel mit Worten

ZEHN SUBJEKTIVE WORTE,
MÖCHT SCHREIBEN HEUT,
ZU MEINER HEIMAT LOB.

 
möcht  schreiben heut.
worte zu meiner heimat lob. 
zehn subjektive.

 
subjektive heimat meiner worte.
zehn zu schreiben, heut.
möcht lob.

zu schreiben meiner heimat.
möcht zehn worte lob,
heut subjektive.


LOB
HEIMAT MEINER
ZU HEUT SCHREIBEN
MÖCHT WORTE
SUBJEKTIVE ZEHN
 
 © bild & ababpöm by: ChapTer Kronfeld   
 
 
erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen
 
 
 
 
 
 


09 Mai 2016

MORITAT DER VERSTECKTEN SONNE _№09 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
 
 
 

 
 
MORITAT DER VERSTECKTEN SONNE
 

Ein Tag erwacht besonnen, stilvoll aus nächt'gem Traum
Und pflanzt mir wohlgesonnen, ein Lichtlein, in mein' Raum.
Dort habe ich ersonnen, in meinem Wasserbett,
Dies Liedlein hier, gesungen, von einer Chansonnette.
 
Sie schien mir hold gesonnen, das singend Mägdelein.
Doch in der winzig', Maisonnette, stieß sie sichs Nasenbein.
Ihr Blut konnt' ich fix stoppen, durch groß' Besonnenheit.
Bis Sommersonnenwende, blieb's Lieben ohne Streit.
 
 
 
 
 © bild & moritat by: HerrWortranken     
 
 
erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen  
 
 
 
 
 
 



08 Mai 2016

LEBENSTAKT _№08 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
frapalymo-Projekt Mai 2016
 
 
 
 
LEBENSTAKT  

 
Manch Frühaufsteher pfeift auf langes Schlafen
Und kreißt sich selbstkasteiend, dann zum Sklaven.
Vergisst jetzt all sein Lebtag, eine Pause.
Am end vom Lied, zirpt er mit letzter Sause.

 
 
 
 
 © bild & Text by: ChapTer Kronfeld  
 
 
erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen  
 
 
 


07 Mai 2016

SCHLUPF _№07 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
frapalymo-Projekt Mai 2016
 
 
 
 
 
SCHLUPF

Ich Lebe,
Lebe Breit.
Vergebe,
Ohne Streit.
Verzieh' mich gerne
Durchs schlüpfrig' Loch,
In Irrsinns Ferne.
Im Traum, als Koch,
Mit Letternsuppen.
Am heut'gen Tag,
Im Mai Wortgruppen.
So, wie mans mag.
Rühr alle Worte,
An jedem Orte.
Selbst im November.
Remember.



 
 
© bild & ababpöm by: ChapTer Kronfeld 
 
erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen 





 
 


05 Mai 2016

DAVOR ~ DANACH _№05 & №06 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
frapalymo-Projekt Mai 2016
 
 
 DAVOR ~ DANACH 
 
Wir tauschten Stille.
Gestenarm.
Nur die Gedanken sprachen mehr.
Synchron, abrupt ein Wörterschwarm:
"Ob er es schafft, bei dem Verkehr."

Am nächsten Morgen.
Polizei.
Noch vor dem Aufsteh'n an der Tür.
Augenkontakt.
Beileid anbei.
Die Zeit danach,
Wurd' nie mehr Kür.

 
 
 
 
 
 © bild & Text by: ChapTer Kronfeld
 
 
 erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen
 
 
 
 


04 Mai 2016

SPINÖS _№04 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
frapalymo-Projekt Mai 2016
 
 
 
 
SPINÖS


Dereinst, ein Mägdlein auf dem Berge
entflohen aus der Armut Not.
Ihr auf den Fersen war ein Scherge,
Ein Mörder wie im Fernsehspot.

So wirkt manch Plot, oft als Folklore.
In Wahrheit ist's nur Phantasie,
Denn es schien nicht die Schiefer Lore,
Es war Rapunzels Ektomie.


 

 
  © bild & Nonsensgedicht by: ChapTer Kronfeld
 
 
 erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen
 
 
 
 
 
 
 


03 Mai 2016

HARRER _№03 frapalymo-Projekt Mai 2016

 


frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
 
 
HARRER
mUNDus
I C H
Warte
WILLE
wartet
WILLLEBEN
wARTen
BESTÄNDIGKEIT
wARTEN
uNsTeRbLiChKeiT
geneRATIOnen
wARTEN
Dunstkreis
WER KANN ES FÜHLEN
WAS JEMALS WAR_ _tete
WENN nICHts MEHR IST

 ?
 
 © bild & ababpöm by: ChapTer Kronfeld
 
erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen
 
 
 


02 Mai 2016

INTROSPEKTION _№02 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
 
 

 
 
INTROSPEKTION 
 

Straff haltend, in erstarkten Armen,
Zart, tolerant und überzeugt,
Wünscht jeder seinen Lebensrahmen,
Bis er vorm Spiegel, vorgebeugt.

Drin schaut das Innerste, Entsetzen.
Sein Handeln, spürt er fremd, wie nie.
Lies sich von Links und Rechts aufhetzen.
Er ahnt hier, schrille Dystopie.

Doch Hoffnung, schenkt ihm Mut. Er sieht jetzt
Kopf auf Schulter. Extrem real
Im Lebensspiegel, oben gesetzt.
Geistlosigkeit bleibt irreal.
 
 
 

 © bild & text by HerrWortranken        









01 Mai 2016

HOCH UNTEN vs TIEF OBEN _№01 frapalymo-Projekt Mai 2016

 
 
 






HOCH UNTEN vs TIEF OBEN
 


Der Mensch kreißt aus der Mütter Mitten. 
Fällt oder steigt mit Zwischenschritten.
Versucht erfahrungsreich zu wandeln.
Doch oftmals widerspricht das Handeln
Gesellschaftlichem Zwang und Logik.
 
Mal führt ein Hochgefühl zum Siegen
Und er vergisst der Mutter Wiegen,
Die einst ihm Lebensweisheit schenkte,
Mit Zuneigung und Liebe tränkte.
 
Ein Fallen.
Hart schlägt er auf.
Ein Stopp.
Unten,

Wird er zum Philanthrop.
 
Dich nie extrem, positionieren,
Nur um die Kerne oszillieren.
Den Weg zu suchen, Alltagsgeschäft.
Dein Platz zu finden,
Pflichtenheft.
 
 
 
 © bild & text by:  HerrWortranken       


erstellt für das frapalymo-Projekt der Frau Paulchen Mai 2016












24 April 2016

INITIALB€SCHIMPFUNG ~ PARABEL VOM BUCHSTABEN "e"

 
Gleichnis vom Buchstaben
 
 
 
INITIALB€SCHIMPFUNG
PARABEL VOM BUCHSTABEN 'e'  
 
€in "e", wie €sel.

€insperrend aktuell, all' 
€hrlich Geisteshaltung.

€liminiert
€rschreckend renitent, als
€ingebildetes
€rziehungswesen
€rniedrigend, mit der Despotenhaltung,
€ckig und
€ffiziente Wortwahl, ohne
€rkennbar Grund, für jeden Alphabeten.

€infältig dümmlich präsentiert es sich mit
€ntgleisend,
€ntsetzlicher Statur.

€igensinnig
€rhitzt du dich und
€chauffiert, zeigst du es aller Welt, die darob ohnehin
€rbricht, ob solcher ZICKENhaftig
€inschüchterungsversuche.

ich mag dich nicht du letter "e".
kommst viel zu häufig vor, im €rdensprachgebrauch.
rotierst' du rechts, mutierst zum "M", wie mist.
drehst du dich hundertachtzig grad, wirst jetzt zum "W",
sprichst dich wie, wichser.
man plärrt um dich, oh weh,

oh weh. 
 
 
 
 
© picture & allegorie by: ChapTer Kronfeld 
 
 
 
 
 
 
 
 


12 April 2016

NETZGEWEBE

 
 


 
 
 
 
NETZGEWEBE
 

Zärtlich Gespinst im Wechselspiel der Lüfte Pendel.
Die Spinner kreißen schimmernd blau und silbern, Fäden.
Perfekte Striche zwischen Tannennadel Wendel.
Sanft spricht der Spinnenseidenfaden lockend Reden.

Oh, du Natur, der garstig' Weltenjahreszeiten.
Lädst ein die Buntheit aller Flügelorganismen
Mit Hits, die jedes Leben löscht, auf diesen Saiten.
Zart tschilpt der klebrig' Todesengel, Euphemismen.


 
 
© bild & text by: HerrWortranken
 
 
 
 


11 April 2016

AUTOINSULTATION

 
#jesuisböhmermann
 
 
 
 
 
AUTOINSULTATION
{ mein #schmähgedicht }
 
 
SATIRE MUSS,
NICHT KANN!
JE SUIS BÖHMERMANN.


ES KREIST ALS ERDENWAHN
DER TUMBE FLIEGENGOTT
MÖCHT UNSREN SOTTIEMANN
UND MUTTI FOLGT IM TROTT.



SONST WÄREN GRENZZÄUNE
DURCHLÄSSIG HOHLRÄUME.
 
 
© bild & text by: ChapTer Kronfeld
 
 
 


31 März 2016

SOMMERZEIT

 

 
 
SOMMERZEIT
 
Sommerzeit,
Beginn der Plage.
Knochen ächzen,
Graue Tage.
Reizgas, Dummheit,
Willkürherrschaft.
Politik zeigt mäßig Geistkraft.
Türkisch Presse,
 die in Ketten,
Torkeln nur wie Marionetten.
Überall der Schlagstockterror.
Erdenwahn jetzt Imperator.
 
 
 
© bild & text by: ChapTer Kronfeld