09 April 2020

DAUNENKOKOTTE


  LyriMo April 2020 09



DAUNENKOKOTTE 
  
Es kratzt eine Feder mit Tinte 
In lauterer Absicht, zu dichten. 
Manch Botschaft gleicht einer Finte. 
Hierüber, möcht ich berichten.

Es gab einst ein Irrer – Nakszynski. 
Er glaubte, er sei der Abraxas. 
Nur er sei der einzige Profi. 
Wahr ist, er war grell, wie die Aras. 

Und heut gibts den Donald, den Trumpty 
Im Kopfe ganz wirr, wie ein Bruder 
Pythias, dem Orakel aus Delphi; 
Dem Ethylen süchtigen Luder. 

Beiden, dem Trumpi und auch Klaus Kinski, 
Sind gleichsam eigen, Megalomanie. 
Beider Größenwahn, kreißt Hedonie. 
Wähnen sich als Götter – sie – nur sie.  



© Bild & Text by: HerrWortranken 




08 April 2020

WIPFEL



 LyriMo April 2020 08



WIPFEL 

Die Spitzen vieler Wedel 
Umwallen meinen Schädel, 
Der freudig fühlend dann entspannt. 
Jetzt greif zum Schreibstift ich, gebannt; 
Zu öffnen meine Hirnespforten 
So, das Gott Bragi*) mir mit Worten, 
Zu dichten hilft, in diesen Zeiten, 
Damit Gedankenräume weiten, 
Um mit geschloss’nem Aug‘ und Ohr, 
Empfindungen, so, wie zuvor, 
Sich in die Breite, Höhe dehnen 
Und alle Lesenden sich sehnen, 
Nach Abwechslung, Geborgenheit. 
Hier zeigt sich Dichters Wesenheit. 

  

________________________________________ 
* "[...] Bragi () ist in der nordischen Mythologie 
der Gott der Dichtkunst, der die gefallenen Helden 
in Walhall begrüßt [...]" ebd.wikipedia 

© Bild & Text by: HerrWortranken 









FRAGMENT



 LyriMo April 2020 07




FRAGMENT 
 (Flicken einer Unsinnslyrik oder Sinn eines ababpöm) 


Ein Teilstück vom Splitter
Als unvollendeter Überrest war bitter, 
Weil eine Scherbe vom Torso 
Den Bereich des Korso‘, 
 Wie Teile aus Einzelstücken
Mit Ausschnitten einiger Segmente in den Lücken 
Der Abschnitte, zerbrach





© Bild & ababpöm / Unsinnslyrik by: HerrWortranken







07 April 2020

VAKUUM




VAKUUM 

Große Wünsche, weite Sprünge, 
Leer ist oft das Portemonnaie. 
Demnach sollten wir bemühen 
Immerfort die Phantasie. 

Träumen in den heutig‘ Zeiten, 
Ist auf jeden Fall en vogue. 
Denn auch in manch Schattenseiten 
Nutzt bejahend Monolog. 

Schuster bleib bei deinen Leisten; 
Sagten schon die alten Leut‘. 
Als Gedanken fliegend kreisten 
Brauchte man kein‘ Therapeut. 

  

© Bild & Text / Haiku by: HerrWortranken 








05 April 2020

SPALTE ~ GLEIßE



SPALTE 

Im Traume Schimmer sehen. 
Wirst stumm darob – doch wirst nicht flehen, 
Ob dieser fälschlichen Gefahr; 
Ein Stop zu bieten – sonnenklar. 



~



GLEIßE* 

Sonnenklare Lust 
Augen gegen Himmelsdom 
Licht kreißt Lebenskraft 



© Bild & Text ~ Haiku* by: HerrWortranken 








04 April 2020

SÄUME



 LyriMo April 2020 04


SÄUME 

  
In deiner Lebensmitte siehst so manchen Tand, 
Trotz sorgsam Lebensplanung durch die eigne Hand 
Und deinem festen Willen, besser es zu machen, 
Als deiner Vorfahr’n eigenartig‘ schrullig Sachen. 

Gedrückt an Ränder, auf dem Weg zum Ziel, 
Sieht man nicht immer gleich ob Ernst, ob Spiel, 
Wenn dir die Sichtweisen zu unklar und verschwommen 
Und auch noch Zweifel an dem Unterfangen kommen. 

Ehrbar im Tun, mit geradem Rücken 
Dein Lebensmotto – niemals, dich bücken. 
Siehst plötzlich du den Weg im süßlich‘ Lichterglanz; 
Bedenke es – dies ist dann, ein vergänglich‘ Tanz. 







  © Bild & Text by: HerrWortranken 






03 April 2020

KUNSTFERTIGKEIT


 LyriMo April 2020 03



KUNSTFERTIGKEIT 

Beobachten des Fremden Tun. 
Sei sanft – schnell wird es ein Monsun, 
 Bei allzu flüchtigem Verriss. 
Emphatisch – sei nur kein, Narziss. 

Und glaube mir - wenn ich dir sag: 
Im Grund siehst immer, eigne Plag. 
Bewertest nur dein Herzensgrund; 
Sei achtsam mit dem schnellen Mund. 



© Bild & Text by: HerrWortranken 



02 April 2020

BRÜCKENSCHLAG




BRÜCKENSCHLAG 

Begegnung – erschauest mein Gesicht. 
Hörst meine Worte – als Gedicht. 
Empfindest düsend Letternschwall, 
Der weisenbildend – und sehr prall 
Dich zartumfänglich dann umschließt. 
Wir lieben uns – und du zerfließt. 

Du kosest meiner Sprache Tat, 
Die dir gefällt wie ein Achat, 
Der seine Streifen, bunt elysisch  
Um unsre Liebe legt – so episch. 
Wir achten uns und herzen beid‘.
Wir lieben uns – in Freud und Leid. 




© Bild & Text by: HerrWortranken 









01 April 2020

AMSELLIED


LyriMo April 2020 01



AMSELLIED

Corona hin Corona her 
Zu Hause bleiben sei nicht schwer. 
Am Morgen nach dem frühen Sport 
Sitz draußen ich, im Gartenort. 
Entspanne – lausche – dann den Merlen, 
Die fröhlich schackern oder quirlen 
Und dann ihr Lied mit schnirpen, enden. 
Ich bleib zu Haus, in meinen Wänden. 
Schreib in der Wohnung noch Gedichtchen 
Dreißig – April-Impuls – Geschichtchen. 
  


© Foto & Text by: HerrWortranken 







30 März 2020

MEDIA VITA IN MORTE SUMUS




MEDIA VITA IN MORTE SUMUS 
(Inmitten des Lebens sind wir vom Tode umfangen) 

Heimsuchung heut – 
All‘ Diesseits nun bezwungen; 
Obsiegt in allen Sprachen – 
Allen Lungen. 

Kein Berg scheint hoch genug – 
Zu flüchten, diesem Groll; 
Kein Lebenselixier. 
Verschwunden, Licht Apoll. 

Zerstört ist jetzt 
Familienhort und Lachen. 
Zusammen sein, 
Umarmen – nicht zu machen. 

Viel Weh schallt wider – 
Von den traurig‘ Wänden. 
Mein Lieb, 
Mein‘ Pein wird niemals enden. 
  



© Bild & Text by: HerrWortranken 






27 März 2020

ANTIUTOPIE





ANTIUTOPIE 

Das Fenster offen, gespannt mein Ohr. 
Verlor’ne Freunde, verschlossnes Tor. 
Ein Auge sucht – das Herz heut‘ schwer. 
Tödliche Schar, gigantisch Meer. 

Kein Kinderlachen von den Straßen. 
Corona hat uns fest im Griff. 
Die Stille draußen, kam in Maßen. 
Jetzt schwankt Gemüt, wie sinkend Schiff. 

Verlachter Anfang – trotz Dystopie. 
 Entthront die Angst an Agonie; 
Verdrängtes Denken an den Tod. 
Ich sehe Hoffnungsabendrot. 

So trällern Schritte – treppauf, treppab –  
Im Kreis herum; ein tipp und tapp 
Und oben aus der Gaumenfreude 
Laut tönt Furioso –  
Das ich nicht leide. 


© Bild & Text by: HerrWortranken 




19 März 2020

DAS EI DER FAMILIE KLOTZ oder DIE CORONAKRISE




DAS EI DER FAMILIE KLOTZ oder DIE CORONAKRISE 

Herr Klotze saß wie jeden Abend breitklotzig und trotzig auf seinem klotzigen Protzstuhl und glotzte wie ein Kraftprotz auf seinen klotzigen Breitklotzmonitor. Frau Klotze, unweit von Herrn Klotze auf dem Sofa sitzend, hielt versonnen einen Holzstopfklotz auf ihrem klotzigen Schoß, den sie normalerweise zum Stopfen der Klotzschen Löcher in den Klotzschen Strümpfen, benötigte. Plötzlich wurde es Herrn Klotze übel und er kotzte in hohem Bogen von seinem protzigen Klotzstuhl, auf den Holzstopfklotz, den seine Frau mit ihren protzigen Händen hielt. 

Frau Klotze glotzte entsetzt auf den Holzstopfklotz, dessen untere Holzstopfklotzfläche plan auf Frau Klotzes protzigem Schoß lag, während Herr Klotze in diesem Moment auf seinen Monitor glotzte und voller Trotz, Klotz für Klotz, auf seinem gemieteten Klotzland rezzte. Man muss hier anmerken, dass dieses protzige Klotzland des Herrn Klotze, ein virtuelles Klotzland ist. Frau Klotze hatte nun einen verkotzten Schoßholzstopfklotz, den sie jetzt gerne Herrn Klotze, in ihrem Trotz, an seinen Breitklotzprotzkopf geworfen hätte. Doch der glotzte sie mit klotzigen Augen an und rieb sich seine eigenen verkotzten Klotzbrocken aus den Winkeln seiner trotzigen Klotzaugen. 

Es ist zum Kotzen sagte daraufhin Frau Klotze zu ihrem Mann. Du glotzt seit Jahren nur noch voller Trotz auf das Geschehen in deinem Klotzland, während mir nichts übrig bleibt, als die Zeit mit Glotzen des Fernsehprogramms zu verglotzen. Du bist der Bremsklotz unserer Trotzbeziehung geworden, weil du rotzfrech, wie ein Kraftprotz, voller Trotz, als Holzkopf in deine Computerglotze glotzt. 

Als Herr Klotze das hörte, weiteten sich seine klotzigen Nasenflügel zu riesigen Klötzen und er kotzte voller Trotz Frau Klotze, mit klotzigen Worten an. Sie sage ja selbst, dass sie seit langer Zeit nur noch klotzig in ihre Glotze glotzt. Das ließ sich Frau Klotze nicht gefallen und sie drehte sich mit der ganzen Protzigkeit ihres klotzigen Körpers kraftprotzig zu Herrn Klotze, dessen trotzige verrotzte Klotzaugen, die auf ihn zukommende breitklotzige Frau Klotze, nun als protzig, trotzige Bedrohung wahrnahmen. 

Mein Gott mir wird kotzig, dachte nun Herr Klotze, beim Anblick dieses weiblichen Kotzbrockens und kotzte schon wieder. Der zuvor von Herrn Klotze verkotzte Schoßholzstopfklotz der Frau Klotze, fiel in diesem Moment aus den klotzigen ebenfalls verkotzten Händen der Frau Klotze und kullerte in die sich vergrößernde Kotzfläche auf dem verkotzen Fußboden in Herrn Klotzes Kotzansammlung. Jeder der beiden Streithähne glotzte nun den Anderen mit trotzigen Klotzaugen an. 

Sie glotzen sehr lange auf die Ansammlung kleiner kotzähnlicher Klötzchen in der Kotzfläche der Klotzschen Kotze. Solange bis ihnen von den kotzigen Magenklotzklößchen, die Herr Klotze vorhin auf Frau Klotzes protzigem Schoß verteilt hatte, als Herr Klotze den Holzstopfklotz zu einem Kotzholzstopfklotz verkotze, kotzübel wurde. 

Nach geraumer Zeit versuchten beide trotzig, diese überall in der Klotzschen Kotzwohnung protzig verkotzten Kotzklotzklößchen, in klotzige Papierrotztüten und andere Kotzbehältnisse zu befördern. Leider ließ sich ein Großteil der verkotzten Klotzkotze nicht von den Klotzschen Hauptkotzklötzen lösen. Die gesamte Klotzsche Kotze verhielt sich wie ein rotziger Kraftprotz, voller Trotz, ähnlich einem Protzbremsklotz auf dem Klotzschen Kotzboden. 

Durch die rotzige Kotzausdünstung im Kotzraum der Klotzschen Kotzwohnung, bekam Herr Klotze eine trockene Klotzrotzkotzkehle. Voller Trotz maulte er Frau Klotze wieder an, sie solle ihm eine Flasche Hopfensaft der Marke Hopftropf holen. Doch Frau Klotze fand im protzigen Kühlschrank keinen Hopftropfhopfensaft. Nur ein altes kaltes Brötchen lag dort. Dieses stopfte sie in die rotzige Protzklotzkehle des Herrn Klotze. Trotz seiner trockenen Klotzrotzkotzkehle tropfte Herr Klotze ein Tropfen, der aussah wie Hopftropfhopfensaft, aus einem der Klotzrotzkotzmundwinkel. Dann wurden es immer mehr Klotzrotzkotzmundwinkeltropfen, die, vermischt mit einigen verbliebenen Klotzrotzkotzklößchen plötzlich aussahen wie Hopftropfhopfenklotzrotzkotzklößchensaft. 

Die inzwischen nicht mehr frischen Klößchen der Klotzkotze auf dem Kotzboden oxidierten durch Sauerstoffeinwirkung zu Oxigenrotzklotzkotze. Der ebenfalls durch Oxidation reagierende Schoßholzstopfklotz der Frau Klotze wurde zu einem Oxigenschoßholzstopfklotz. Das Gemenge aus Oxigenrotzklotzkotze des Herrn Klotze und dem Oxigenschoßholzstopfklotz der Frau Klotze bezeichnet man seit diesem Vorfall, in der Protzklotzkotzrotzliteratur, als Ambiguitätsoxigenrotzklotzkotzschoßholzstopfklotz, oder alltagssprachlich als, SpeiStopfEi. 

© Bild & Text by: HerrWortranken 








21 Februar 2020

B.U.C.H.S.T.A.B.E.






B.U.C.H.S.T.A.B.E. 

Im anfang war der buchstabe 
und der buchstabe war beim wort 
und der buchstabe war wort  

Im anfang war er im satz  
alles ist durch den buchstaben geworden 
und ohne das wort wurde nichts, was geworden ist  

In ihm war ein satz 
und der satz wurde kommunikation des menschen
 
[sic] @HerrWortranken, 1 - 3



© Bild & Text by: HerrWortranken 









15 Februar 2020

ROSENHILDE







ROSENHILDE 

Saß mit meiner prächtig Hilde 
In ‚ner Kneipe, an der Ecke. 
Rundum Sturm, doch innen milde, 
Weil geschützt, von einer Hecke. 

Ex abrupto kam ein Mann. 
Fremd Erscheinung – sprach sodann: 
„Wollen Hose kaufen heut; 
Haben auch schon kauft viel Leut“ 

Jetzt erst sah ich, was er meinte, 
Denn er wedelte mit Rosen. 
Sah das Hilde glücklich weinte 
Weil ich kaufte – keine Hosen. 


© Bild & Text by: HerrWortranken  

10 Januar 2020

ZWEITAUSENDZWANZIG











ZWEITAUSENDZWANZIG 

diplomatie 
phallokratie 
zehn tage her 
anfang schien schwer 
schlagworte heut 
niemand sich scheut 
lügen am tag 
nachts bombenschlag 
erde verbrennt 
geist eingeengt 
diplomatie 
nur onanie  




© Bild & Text by: HerrWortranken  




01 Januar 2020

UFF









UFF 

nu isset da 
dat neue ja 
un all is gleisch 
net hart – net weisch 
genau son mist 
kemmt nu mit list 
of uns nähxt zeit – 
wie ewischkeit – 
de ärd vabrennt 
mensch ungehemmt 
mischt neist doagehn 
eich hoff off fehn 
datt dölbbes gehn 
maacht nitt kabutt 
de ertt zu schutt 





  
  © Bild & ababpöm by: HerrWortranken  







24 Dezember 2019

TATARAMTATAM



#AdventskalenderPortal #Adventszeit ... 🎄🎅🎄



TATARAMTATAM 

Gebimmel Gebammel, das Christkind ist nah. 
Wir kennen Geschichten, erfunden und wahr. 
Legenden von Helden, mit hehrem Geschick,
Fiktionen als Fakenews, auch als Replik. 

Die Jugend entschwunden, das kindhafte Glück; 
Vergessen der Schöngeist – verblieben  kein Stück. 
Die Lichter der Hoffnung begehren wir heut 
Und hoffen auf Engel, auf Friedensgeläut.  


  
© Bild & Text by: HerrWortranken  


23 Dezember 2019

NACHTDUNKEL




 #AdventskalenderPortal #Adventszeit ... 🎄🎅🎄




NACHTDUNKEL 

glöcklein klinge 
klöppel singe 
alle zeit 
fröhlichkeit 

glöcklein singe 
schwengel klinge 
krieg – der schwillt 
hoffnung killt  

glocke birst 
brechend first 
erde krank 
nur noch zank 



© Bild & Text by: HerrWortranken  








18 Dezember 2019

CODA


#AdventskalenderPortal #Adventszeit ... 🎄🎅🎄



CODA 

Ich habe gesehen mit klingendem Ohr. 
Konnte nicht glauben, denn mein Hirn, es fror –  
In Ferne, ein Schatten, so bläulich und golden, 
Wie frische Blüten und vertrocknete Dolden. 
Ein Tier, eine Ratte – vermutete ich vorschnell, 
Doch es war eine Brexit-Glocke, eine xmas-Bell. 
Die güldenen Farben, waren ohne Bestand. 
Gar schaurig war das Läuten, es war nur Tand.

Betrogen die Leute, so, wie’s üblich zur Zeit; 
Obwohl in der Nähe, das Christkind nicht weit. 
Ich denk mir weiteres und warte nur ab; 
Kopfschütteln nützt nichts, denn keiner gibt acht. 
   


 © Text & Bild by: HerrWortranken 





15 Dezember 2019

TRICK



#AdventskalenderPortal #Adventszeit ... 🎄🎅🎄


TRICK 

Kennst du das Zauberwort, 
Dass alle Türen, öffnet – Tore weit. 
Kannst nutzen es, an jedem Ort. 
Auf Schritt und Tritt ist es bereit. 

Ein Schlüssel ists, zu einem Ziel, 
Das täglich deine Wege quert. 
Mit diesem klitzekleinen Spiel, 
Zeigst du all Andren, ihren Wert. 

Brauchst niemals mehr danach zu gieren, 
Wenn du es erstmal, hast getan. 
‘Wirst diesen Schlüssel nie verlieren; 
Er sei dir immer untertan. 



  © Bild & Text by: HerrWortranken 




13 Dezember 2019

WINDSBRAUT


#AdventskalenderPortal #Adventszeit ... 🎄🎅🎄



WINDSBRAUT 

Rumps, da schlug die Türe zu. 
Sturm kam auf, – vorbei die Ruh‘. –  
Schankraum Toscanini; 
De adventu venti. * 

Dahingegen einerseits 
Sind so manche Ehestreits 
Eine ruchlos‘ Abwechslung, 
Wenn voll, ohne Vorwarnung, 
Kneipenatmosphäre schrill 
Und es kommt zum Overkill. 
Schankraum Toscanini; 
De adventu venti. 

Manchmal ist es schier egal, 
Wenn ein Zahn, verschluckt, oral. 
Hauptsach‘, Schlägerfaust bleibt heil. 
Heisa, denkt manch hohles Hirn, 
Wow, wie ist das heute geil. 
Mindest einer – blutig Stirn. 
Schankraum Toscanini; 
De adventu venti.




  © Bild & Text by: HerrWortranken 
*(Der Wind kommt) 







11 Dezember 2019

ANBEGINN



#AdventskalenderPortal #Adventszeit ... 🎄🎅🎄



ANBEGINN 

Dahin gegangen ist der Schlummer. 
Kalenderabriss – neue Nummer. 
Erwachend Tageshelle trödelt, 
Du wirst von Zwängen angepöbelt. 

Der Augenöffnungsmechanismus – 
Qualvoll Gefühl – gleicht einem Kaktus, 
Der mit den Dornen, Hände stachelt. 
Du hoffst, dein Blick, bleibt unverkachelt. 

Schleppst dich dann grottig, zu der Arbeit. 
Fühlst keine Unersetzbarkeit, 
Dann hast du heute große Mühe – 
Verpasst – hast du das Glück, der Frühe. 




  © Bild & Text by: HerrWortranken 





08 Dezember 2019

VORWEIHNACHTSTRAUM




#AdventskalenderPortal #Adventszeit ... 🎄🎅🎄





VORWEIHNACHTSTRAUM 


Ihr glaubt nicht 
was ich heute 
am Abend geseh‘n. 
Vermochte nicht zu fassen  dass Engel so schön. 
Eine himmlisch‘ Armada mit Wollust 
Gestöhn
Ließ sich stylen in der Maske mit heißem Föhn. 

Wahnsinn überwallte jetzt, Sinn, Geist und Verstand. 
Ich hielt inne 
auf dem Weg zur Bühne 
zum Rand. 
 
Die Augen gefesselt 
vom Sirenenanblick
Erleb‘ ich jetzt Tatsach‘ oder ist das ein Trick 
Kommt das vom Schlürfen  vordem mit Schampus und Sekt. 
 
Ein grell lärmendes Etwas  mich plötzlich erschreckt
Doch ich sah nichts 
um mich war nur düsteres Licht  
Der Türspalt verringerte und nahm mir die Sicht. 

Während ich herumstand und sinnierte im Flur
Erschien mir von hinten in kompletter Montur
Das Christkind 
reizvoller als all‘ Himmelswesen. 
 
Tagtraum zur Nacht. 
 
Es war die Putzfrau mit Besen. 





© Bild & Text by: HerrWortranken  








05 Dezember 2019

BARMEN



#AdventskalenderPortal #Adventszeit ... 🎄🎅🎄




BARMEN 

Verlorene Träne, 
Zum Abend – am Berg. 
Schwoll zur Fontäne; 
Wurde Hauptaugenmerk. 

Hinzu kamen Viele, 
Kühle und Heiße. 
Wandlung zum Priele; 
Obenauf, die Gleiße. 

Übernommen vom Meer – 
Steigt Alles hinan. 
Wandert mit Rückkehr – 
Eklatant, wie Titan. 



© Bild & Text by: HerrWortranken  






03 Dezember 2019

PREISGABE


#AdventskalenderPortal #Adventszeit ... 🎄🎅🎄



PREISGABE 

Mir fährt ein Schauder über Mark und Bein, 
Mir schmeckt kein Morgenkaffee mehr und Wein. 
Am Abend – lahme ich und schlafe schlecht; 
Verloren – Glaube an das Menschenrecht. 
An Luft zum atmen – Lebenselixier; 
Für jedwed Mensch, für Pflanzen und das Tier. 
Des Augenblickes Tat, zeigt Hoffnungschwund. 
Gesellschaftlich‘ Bekundung – Lügenmund. 
Sophisten frönen eigner Hochkultur. 
Wertlos ist deren silbenstechend Schwur. 
Zukunft und Leben, Erwartung ade – 
Bald seh‘ ich von unten, Wurzeln des Klee. 
Urenkel hab’ ich, derer Zahl jetzt, Acht. 
Kraftlos, schließ ich die Augen – 
Gute Nacht 




© Bild & Text by: HerrWortranken