19 Februar 2015

Paradies [ababpöm]





Paradies

[lange Version] 

ababpöm




|:refrain:|
nil 
Mann Sparerib
Duett
Elend Erdball
Heute
Überall
 Lügen Zukunft
  Hoffnungslosigkeit 
nil
|:uıɐɹɟǝɹ:





© KUH-ER & Tohuwabohus  by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld









     

15 Februar 2015

SCHWARZWEISSGRAU





© Bild by HerrWortranken 








SCHWARZWEISSGRAU



Zwei Wege gibt es aus dem Grau 
Der Eine führt ins weiße Land 
Für ihn brauchst keine führend Hand 

Dein Selbst erkennst du punktgenau 

Wenn du die zweite Strecke nimmst 
Wälzt Schwärze sich um deinen Fuß 
Das Dunkle lähmt dich 
Wirst Konfus 
Verfängst dich arglos in Gespinst 





© picture & poem by:  HerrWortranken      





14 Februar 2015

B Ü T T E N R E D E





B Ü T T E N R E D E 

ababpöm



      |:  { to } - { ti

{ ta } - { tY

 { tE } - { tU }    :|    




 er  PO larisiert 

sie  POLE misiert 

es  POET isiert 






© Bild & Büttenrede by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld












13 Februar 2015

#Haiku ACHT FÜßE






ACHT FÜßE 

zwei kraken haken
stramm, sich mit vierzehn armen.
der dritte macht sex.




© Bild & Haiku by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld










29 Januar 2015

RAFFGIER






RAFFGIER

Habsucht nach Nichts
Nach Leere
Zeigt Lebensart des Menschen
In dieser überbordend Welt der Wechselwirkung.

Was kann es Schöneres geben,
Als Schieres,
Nicht das geringste Bisschen,
In diesem wissensdurstig' Intervall der Weile.

Raum lässt sich prägen,
Ohne Zwang,
Von fremdgedachten Inspirationen,
Die fortab nie, des Individuums Geist verbiegen
.






 © picture & poem by: ChapTer Kronfeld







27 Januar 2015

.

 

.

 

.

 

 

 

 

  ©  Dinglosigkeit & Gebilde by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld

 

 

07 Januar 2015

MIT✄TEILUNG







© foto by HerrWortranken 




MIT✄TEILUNG

Oh 

Du himmlischer
Musenklang. 


Dein Ejakulat zu lesen
 

Und 

Zu hören
Deiner schwingenden Feder
Göttergesang
Auf papierener Basis 


Der Worte
Sinn.


Dichtersang, 
 Ambrosischer.
Tintenfederschreibchoral.
Allzeit bist' mein schriftlicher
Harlekin fürs Initial.





© picture & notification by: HerrWortranken  






06 Januar 2015

?










© ? & ? by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld 




Postscript vom 07.Januar 2014
Epitaph


Der Jahresstart, so Rein wie die Leere?
Das Jahr hat am siebten Tag seine Unschuld verloren!

#CharlieHebdo



27 Dezember 2014

UNENDIGES-INITIAL










UNENDIGES-INITIAL  


schmutzgraue straßenfalten
-
düsternis dringt ins auge
-
flüchtige feuchte fällt nieder
-
haut atmet kühle der glieder
-
rückblick streichelt die pauke
-
zeit flieht leben der alten




© picture & poem by: HerrWortranken       











23 Dezember 2014

vierzeiliger haiku








 vierzeiliger haiku


sie fährt                 NACH                        hause.
er trinkt rot        WEIN. ACHT                uhr jetzt.
                            FRIEDEN       wünscht er sich.




© Bild & Text by: ChapTer Kronfeld










21 Dezember 2014

NEBENSATZ No. NULL (ababpöm)

(NEBENSATZ No. NULL) [ein ababpöm ohne Worte]












































© picture & ababpöm by: ChapTer Kronfeld 






13 Dezember 2014

Z O R N A N G S T PUNKT D-E


© bild by @HerrWortranken 





Z O R N A N G S T  PUNKT D-E

Ich habe Angst.
Ich habe Zorn.
Ich habe Angst,
Um aller Zukunft.
Ich habe Angst,
Um momentanen Geist der Mutter Erde.
Ich habe Angst,
Vor Trägheit und der Dummheit Folgen, die unser Hirn verklebt
Und diese Welt beflügelt seit geraumer Zeit.
Ich habe Angst,
Vor der Entwicklung, wie unsre Eltern sie schon mal durchlebt.

Wir sind die Nachgewachsenen des letzten Weltenchaos.
Wir Nachkriegskinder,
Wir sollten kramen in Erinnerung.
Rückschau entsinnt sich dann der ehrlich' Fragen,
Die wir den Eltern einst gestellt,
Wenn sie uns Antwort zögernd gaben,
Dass sie von Alledem,
Niemals,
Garnichts gewußt.
Obwohl sie lebten,
Mit,
Von
Und in der braunen Welt.

Wir müssen uns heut' selbst erkennen
Mit menschlich Zorn und demokratisch Mut.
Wir müssen Faschos auch benennen,
Sachliche Worte tauschen ohne Wut.

Die Kinder, die mit uns jetzt leben
In dieser Republik, auf dieser Welt,
Sollen Vergangenem vergeben,
Wenn Politik, an Menscherecht sich hält.
 
 
 


© picture & poem by: HerrWortranken 






11 Dezember 2014

INITIALB€SCHIMPFUNG ~ Parabel VOM BUCHSTABEN "P"





INITIALBESCHIMPFUNG 
 PARABEL VOM BUCHSTABEN P



Du bist so zweigebildet,
Einfältig, eingebildet.
Empörend unverfroren stelzt du vor mir auf einem Bein.
Siehst aus, als ob du eingefroren,
Von deinem eignen arroganten Sein.
Streckst raus die Brust,
Als hättest allen Grund und schienst ein Ordensträger.

Deine Visage zeigt uns ein ödes Wesen,
So gänzlich ohne Empathie.
Der Blick, dein untaillierter Körperbau die ganz' Statur,
Glotzt starr nach Rechts auf deiner Daseinstour.
Massenhaft agierst du scheinbar, wie ein Edles,
Doch bist auch dann, wie flatterhaftes Federvieh.

Auf dich gemünzt passt die Beschimpfung,
Auf dich, du voll entwickeltes Symbol.
Selbst Kleingewachsene deiner Sorte
Wirken nur dämlich, nie frivol.

Auch wenn du pirouettierst auf einer Haxe
Und meinst, du hättest Ruh'.
Die Wirkung albern, alles bleibt ähnlich.
Dein Name wechselt.
Nun bist du Eine.
Heißt obendrein,
Jetzt,
Q. 

© picture & allegorie by: ChapTer Kronfeld






10 Dezember 2014

#Haiku 14/12/10









#Haiku 14/12/10

°  °  °  °  °
°  °  °  °  °  °  °
Haikuh zum Metzger 
 © Haiku & Bild ChapTer Kronfeld











09 Dezember 2014

#Haiku 14/12/9











#Haiku 14/12/9

°  °  °  °  °
Morgen fällt die Entscheidung
 °  °  °  °  °
 © Haiku & Bild ChapTer Kronfeld












08 Dezember 2014

#Haiku 14/12/8







#Haiku 14/12/8


Keine Lust heute
°  °  °  °  °  °  ° 
°  °  °  °  °
 © Haiku & Bild ChapTer Kronfeld















07 Dezember 2014

#Haiku 14/12/7











#Haiku 14/12/7

Hochprozentiges
Heißer roter Billigwein
Mit Gewürzen fein

 © Haiku & Bild ChapTer Kronfeld














06 Dezember 2014

#Haiku 14/12/6








#Haiku 14/12/6


Ein Schritt im Drehen
Kaum erkennbare Eisschicht
Verstauchte Füße
 © Haiku & Bild ChapTer Kronfeld










05 Dezember 2014

#Haiku 14/12/5








#Haiku 14/12/5

Frühes erwachen
Autoscheiben enteisen
Verlorene Zeit 
 © Haiku & Bild ChapTer Kronfeld













04 Dezember 2014

#Haiku 14/12/4







#Haiku 14/12/4


Überall Lichter
Bettler begrenzen den Platz

 Weihnachtsmarkt wärmt Herz  
© Haiku & Bild ChapTer Kronfeld











03 Dezember 2014

#Haiku 14/12/3








#Haiku 14/12/3

Hintergrundmusik 
Wie grün sind deine Blätter
Kann's nicht mehr hören
 © Haiku & Bild ChapTer Kronfeld














02 Dezember 2014

#Haiku 14/12/2









#Haiku 14/12/2
Leben im Dasein
Innehalten im Kommerz
Zwangloser Zeitpunkt
 

© Haiku & Bild HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld











01 Dezember 2014

#Haiku 14/12/1





 
#Haiku 14/12/1

Schwingung der Musik
Berührungen in Ohren
Tanz der Innenwelt
 © Haiku & Bild ChapTer Kronfeld











10 November 2014

NETZWERK NUMMER NULLNULL




NETZWERK NUMMER NULLNULL

Feingliedrig Rohrsystem, als Lebensbaustein,
Chauffiert im Chor, den Fakt in das Bewusstsein.
Des Menschen Hirn verkennt Synapsenhochzeit.
Ein Mehr erinnern, vertreibt die Ewigkeit.

Wenn mischt, sich manch Gedanke mit dem Gestern,
wie asynchroner Einsatz in Orchestern,
Mit einem der vertrackten Denkkonstrukte,
Bahnbrechend dann, des Dichters Reimprodukte

© picture & poem by: ChapTer Kronfeld





23 Oktober 2014

LAUBFÄRBER





LAUBFÄRBER

Herr Herbst, du bist uns heute sehr willkommen,
Wenn du mit deinem Lichterglanz verschwommen,
Zartfühlend, deine gülden' Farbenspiele
Verteilst mit Inbrunst, in der Menschenseele.
Wir mögen dich, du edler Schattenspender,
Du kommst nach Jahresmitte im Kalender.

Du scheinst der wahre Bringer, uns, den hehren
Glanz, der aus dem Baldachin ins Inn're fällt.
Unbezahlbar ist dein Farbenspiel mit Geld.
Mittler, von lichter Glut und dunklen Sphären.

Künstler bist, durch Abwechslung im Kolorit.
Zeigst Formen der Vergänglichkeit beim Auftritt
Auf der Wetterbühne mit dem Blasebalg.
Fuchtelst und drängelst, nicht boshaft, doch mit Schalk.
Zirkulierst, ohn Unterschied von Mensch und Tier.
Herbst, wir mögen dich als Zeitenpassagier.

   


 © picture & poem by:  Herr Wortranken



04 Oktober 2014

SUBLIME





SUBLIME



Erhabene,
Erhebtest dich
Aus des freien Flächengrundes.
Durch Gepräge deines Mundes,
Bleibst uns,
Fortab, 

Erinnerlich.

Schönheit zärtelt Wortgerippe.
Musensinn qua Götterweisung
Ändert oft Gemütsverfassung.
Wahrt uns Leser, nah der Klippe,

Abzuspringen in die Tiefe.
Fernab, der hehren Sinneswelt.
Oh Satzgebilde, bist mein Held.
Muse, meine Exzessive.




 © picture & poem by: ChapTer Kronfeld aka Herr Wortranken





01 Oktober 2014

JAHRESZEITEN






JAHRESZEITEN


MUTTER
du gebärende
wiegtest uns im arm
trocknetest oft tränen
hieltest bei kälte warm
  
MUTTER
herschenktest leben
gabst uns die moral 
  
MUTTER
du warst uns lästig
doch nur manchesmal

fühltest dich oft einsam
wir kinder flogen aus
du wandeltest dich älter 
und wir bauten ein haus

altersgebrechen 
wurden dauernder zur last
verstandest nur zu bewegen
dich ohne hast

verschenktest 
teil deines lebens 
zeit rasch verrinnt
für dich lief's rückwärts
entwickeltest dich zum kind

dies Kind  blieb die 
MUTTER
wir wiegten sie im arm
wir trockneten die tränen
ihr herz wurde warm 

die mutter im sterben
wir umarmten sie fest
ihrer lunge entschwand
ein beseelt' lebens rest
 

© picture & poem by: HerrWortranken     



26 September 2014

FABEL DER ALTERNATIVLOSEN POLITIK





FABEL DER ALTERNATIVLOSEN POLITIK


      --------- ------ -------- -----------. ------------ ----- ------ -- ----, ----------- --- --- ---. ---- -- ------ --------------, ---- ------- ---------, --------------. ------- ----------------- ------- --- ----- ----- ---------
" ----- ---- -- ------, ----- ------ -----". --- ---- ----: " ---- ---, ---- ----, ---- ------ ----- ----". Hieraufhin öffnete die Murner ein Auge und murmelte ein unverständliches, Maulhalten. Mit einer, für alle zu verstehenden, Lautstärke äußerte sie daraufhin: "Ich finde unter Umständen etwas. Im gegebenen Moment, vielleicht doch einen Weg, wenn ich nur lange genug in diesem Dunst dahinkümmere."
      Alsdann fingen ------------ ----- ------ -- ----, ----------- --- --- --- -------. ------- ----------------- ------- --- ----- ----- --------- ----------------- -------, dann schlafen sie noch 2017.



  © Bild & Fabel von: ChapTer Kronfeld




24 September 2014

SYMPHONIE







SYMPHONIE


komplex gefurcht

ein stamm

blattwerk säuselt

rundum der sturm vibriert

besinnlich in gedanken

ein wanderer

hört jetzt die Kunde der natur


  
  © picture & poem by: ChapTer Kronfeld




23 September 2014

LAPTOPONKEL {nonsense verse}



Filzstiftzeichnung by real @HerrWortranken 

LAPTOPONKEL



Morgens gegen halbe Vier.
Müde schnaubt er wie ein Stier.
Glaubt sich trinkend in 'ner Bar.
Doch er wusst' nicht, ist es wahr.
Überlegte angestrengt.
Hirn schien leer, wie angesengt.
Dachte nach, ohne Erfolg.
Dann im Kopf ein Bienenvolk,
Surrte, summte, hämmerte.
Bis ihm plötzlich dämmerte,
Dass er träumte. Echt fatal.
Lag er doch im Hospital.

Voll gereihert war das Hemd.
Mund verschmiert, Haar ungekämmt.
Lallte, Sprüche vor sich hin.
Bis ein Krampf in Onkels Kinn,
Ursach' war, für einen Biss,
Der die Zungenspitze riss.
Totenstille, jetzt im Raum.
Herbert fiel in einen Traum.
Merkte nicht, dass seine Frau,
Kam zur Tür herein. Ganz schlau
Stach sie zu. Er sagte nix.
Würdigte auch keines Blicks,
Ihre Falten im Gesicht.
Tante Trude dachte, Schicht.

Onkel Herbert, nie mehr bricht.




© picture & nonsene vers by HerrWortranken          








22 September 2014

SEITEN-STEINE






SEITEN-STEINE


STEIN
kennt nicht ja, noch nein
STEIN
zeigt bewusstsein
STEIN
inneres geheim
STEIN
start aus urknall
STEIN
ursprung überall
STEIN
verwirrend' drall
STEIN
fühle meine hand
STEIN
wertvoller tand
STEIN
mit kunst verwandt
SEIN
WELT DU BIST



© picture & poem by: ChapTer Kronfeld





13 September 2014

FALTENTRUDE {nonsense verse}






FALTENTRUDE


Meine Tante Trude
Lebt in Buxtehude.
Hat durch ihre Falten,
Früher in der kalten
Jahreszeit, gesoffen.
Eheglück betroffen.
Doch es reut sie nimmer,
Ehemann war schlimmer.
Er, der alte Suffkopp,
Kaufte sich ein Laptop.
War damit beschäftigt,
Bis die Frau bemächtigt,
Sich ein scharfes Messer.
Jählings ging's ihr besser.
Heute trägt die Trude,
Diese Herzensgute,
Ihr Gesicht, noch faltig.
Kopf und Hirn, kalkhaltig,
Sind der Zeit geschuldet.
Muhme ist geduldet.



© picture & nonsense verse by HerrWortranken  
 
  



07 September 2014

WOLKENKUCKUCKSHEIM





                                  WOLKENKUCKUCKSHEIM


          Ein Land, frei von Geräuschen, Waffenklirren.
                 Ein Leben, ohn' aktuell geahnten Tod.
                Wohnstätte verwaist von Terrors Farbe Rot.
                 Solch Dasein such ich in den heutig' Wirren.

          Bei dem Versuch, manch Lüge zu entwirren,
                 Antwort versagt man. Der Frager wird bedroht.
                 Flieht diese garstig' Heimstatt des Mammons Kot.
                 Bleibt auf der Walz, solang, es gibt die Irren.

          Schüttelt euren freien Kopf, wenn rieselt Sand
                 Aus Spalten, undemokrat'schem Seilschaftsgeist.
                 Falls des Geldes rohe Macht euch schmieren will,
  
          Gebt nie das Herz dem Henker, nie mehr sitzt still.
                 Wehret im Chor. Formt ein Werk aus Meisterhand.
                 Wenn Freiheit anbläst, sie nimmer dann vergreist.


              © Sonnet &  picture by: ChapTer Kronfeld aka HerrWortranken







01 September 2014

DEMOKLOPPTEN STEUERN KRATEN






DEMOKLOPPTEN STEUERN KRATEN

Heute hauen diese Paten,
Diese Lenker reicher Staaten,
Immer mit dem Lügenspaten,
Alles nieder. Unsre Daten.
Vieles wird mit List verbraten.
Generieren Psychopathen.
Steuern mit den Implantaten
Unser Hirn, dem delikaten
Seelensitz, der Demokraten.
Mensch, vergess die Diplomaten,
Allesamt sind sie missraten.
Sich're deine Separaten,
Schützenswerten, oft Privaten
Sachverhalte. Deine Taten.



© picture & poem by: ChapTer Kronfeld aka Herr Wortranken