25 Juli 2013

KLIMAX


  



KLIMAX


Schaffenslust du wirst versiegen.
Heißes Feuer in der Luft.
Sitz‘ seit Tagen unter Linden
Auch die Feuchte nicht verpufft.

Arktisbilder und den Winter,
Oh, wie träum ich euch herbei,
Wenn heranrauscht, wie ein Sprinter,
Eisig Nordwind, fühl dich frei.

Auf der brütend heißen Erde
Unser Dasein malträtiert.
Wohlig‘ Denken, das ich sterbe,
Wenn mein Körper nun erfriert.

Doch wir leben allzu gerne
in der Leidenschaft des Sein.
Holen träumend aus der Ferne
Kühle Wünsche zu uns heim.

Schaffenslust, du kannst hienieden,
Bleiben in mir, weiterhin.
Schließe einen glühend Frieden,
Denn auch heute bringt es Sinn.




 © picture & poem by: HerrWortranken  

  


24 Juli 2013

PERIPETIE



Bild by ©HerrWortranken 


 

PERIPETIE


Sauerstoff,
Fühl‘ dich entschwinden.
Drohnen dräuend über mir.
Kann seit Wochen nur noch finden,
Kühle mit dem Trieb aus Gier.

Herbst,
Auch du Altweibersommer,
Oh, wie sehn' ich Euch herbei.
Wenn der knackig frische Donner
jubelnd kündet sein Geschrei.

Wenn die Wahllokale öffnen
Und die Sehnsücht' werden wahr.
Kann der Freiheitsdrang groß hoffen,
Dann Adieu,

Mit NSA.

Wahltag
Im Altweibersommer.
Oh, wie sehn ich dich herbei.
Hoffe das der Neue Donner,
Wird die richtige Partei.


 ©picture & poem by: HerrWortranken       





22 Juli 2013

LEIBESBRENNEN

 

 LEIBESBRENNEN



Ein Hunger lechzt nach deinem Herzensgrund.
Er sprach mir Liebe oft,
Dein Sehnsuchtmund.
Ich denk‘ dich immerfort.
Doch ‘bist nicht mehr.
Dein Bild versiegt im Kopf.
Es quält so sehr.

Ein Tag, ein Jahr,
Ein ganzes Leben lang.
Sind auf der Suche nach dem höchsten Rang,

Der einzig Liebe,
Dem großen Hehren.
Wir meinen forsch,
Nichts
Kann uns dies' verwehren.

Das groß‘ Gefühl der tiefen Leidenschaft.
Doch Leiden,
Massig viel

Hat‘s oft gebracht.
Dann standen wir verstört im Jammerkleid
Und suhlten zweifelnd uns,
Im Selbstmitleid.

Nur das ehrliche Gefühl der Liebe,
Darf Schwäche zeigen,
Ganz ohne Hiebe.
Erst dann,

Aus Klammerung wird Partnerschaft.
Die hält ein Leben lang

Mit tiefer Kraft.



 © picture & Text by:  HerrWortranken     







15 Juli 2013

FRAGEN AN DEN SOMMER


FRAGEN AN DEN SOMMER


Manch‘ Sommer kommen oft mit Loch daher.
Ein Sommerloch entsteht, ganz ohne Teer.
So präsentiert‘s dem Volk sich, ritterlich.
Urplötzlich Vieles, aber bitterlich.
Wenn Rabulisten dreh‘n am Wahrheitsrad
Und sähen Missgeburten dann im Staat.
Vertrauen wendet sich ins Gegenteil.
Des Bürgers Herz gespalten durch den Pfeil,
Der Silbenstecher, die da unter uns.
Sind wir verwaltet heut‘, von Hinz und Kunz? 




            ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld



10 Juli 2013

VERSCHLUeSSELTE UNVERSCHLUeSSELUNGEN DER VERSCHUeSSELUNG

VERSCHLUeSSELTE UNVERSCHLUeSSELUNGEN DER VERSCHUeSSELUNG


Messerattacke: Sechs Jahre für den Täter. Snowden beantragt Asyl in Venezuela. EU-Gericht prüft Vorratsdatenspeicherung. Juncker in Luxemburg vor Rücktritt. Lesen macht schlau. Islamisten schalten auf Vollblockade um. Deutschland, die EU und die Grenzen der Überwachung. Glücklos daheim: Jean-Claude Juncker. Lettland führt 2014 den Euro ein. Im Juli die Hecken in Form bringen. Luxemburger Baufirmen in der Krise. Biowetter. Katja Lange-Müller stellt "Böse Schafe" in Luxemburg vor. Betrunkener Polizist als Geisterfahrer unterwegs. Designer vermutet Neider hinter Koksvor= würfen. Wir suchen langfristig IT-Berater/Betreuer (m./.w.). IWF korrigiert Wachstumsprognose. Abschiebe Gefängnis künftig ohne Gitter und Zellentüren.

So nun speichert diesen Satz.
Dechiffriert es ohne Hatz.
Welche Presse, oder was?
Wisst ihr Tage oder das
Datum und die Seitenzahl?
Schreibt‘s ins Gästebuch dann mal. 





©Überschriften by: Überschriften
                ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






07 Juli 2013

SCHAU ICH MIR DEUTSCHLAND AN




SCHAU ICH MIR DEUTSCHLAND AN



Schau‘ ich mir Deutschland an in dieser garstig Zeit.

So frag ich mich, wohin verschwunden Ehrlichkeit,
Korrektheit, auch alles bürgernahe Handeln?

Warum nur?
Auf diesem Schwindelpfade wandeln.

 Die Fragen,
So viele muss man konzipieren.
Politgrößen sich dann weigern,
Immer zieren.

Den Grund zu nennen,
Für all‘ die großen Lügen.
Wir müssen aufsteh‘n,
All‘ diese Blender rügen.

Auch nicht getan,
Ist es mit unsrer Bürgerpflicht,
In kleinen Wahlkabinen lesen ohne Licht.
Die Namen tumb.

Könnt‘ mir dann raufen all‘ mein Haar.
So eiligst die paar Kreuzchen machen,
All‘ vier Jahr‘.

Nehm‘n wir zusammen,
Einig‘ Geist und auch den Mut.
Nie zweifelnd und im Aufbruch unsren Friedenshut.

Mit Volksbegehren,
Kann soviel dann gelingen,
Was nie und nimmer,
Politclowns uns sonst bringen.

Schaut man das Deutschland an in dieser grausig‘ Zeit.
So fragt sich Mann und Frau,
Wo find‘ ich Menschlichkeit?

Was bleibt dann übrig von der niedrig‘ Geldgierbrut?

Die Zukunft zeigt,
Die Welt kann nichts.
Der Mensch,
Er tut.




        ©picture & poem by: HerrWortranken      





23 Juni 2013

MUTTIS NEULAND

  MUTTIS NEULAND


Anbiederung ist nicht nur Scheiße
Es ist auch falsch auf diese Weise.
So sag' ich mit erhob'nem Finger
Frau Mutti, merkle dir das immer.

Auch wenn vor zwei vergang'nen Jahren
Der 'Neuland' Bernie im Verfahren
'ner Frage, antwortete nicht toll.
Er wusst' es garnicht, ob's web bald voll.

Was haben wir für Rissgehörnte
Politiker.  Nur Abgetörnte.
Die wollen regieren ohne Hirn.
Nur lang und dünn, wie'n billiger Zwirn.



        ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




06 Juni 2013

PULS DER ZEIT

  

PULS DER ZEIT


Sommer, bist uns fair willkommen.
Sind von deinem Glanz benommen.
Lebensvielfalt, mit viel Mühe.
Hohes Wasser.
Braune Brühe.
Regen spült das Leben munter,
Erstens rauf und vielmals runter.
Geld veruntreut mit Millionen.
Keine Tötung durch die Drohnen.
Unsre Herzen;

Blanke Wunden.
Nur Minister, nicht verschwunden.
Hoffnung ist das Wort der Stunde,
Doch die Geldgier treibt die Runde.



                                                          ©picture&poem by: HerrWortranken aka ChapTerKronfeld





02 Juni 2013

QUINTESSENZ DES ZENSUS

 

 

QUINTESSENZ DES ZENSUS


Statistik ist ein Teufelssporn.
Sticht uns ins Auge‘, wie ein Horn.
Luft von Nöten.
Aufgeblasen.
Intoniert mit vielen Phrasen.
Tönt es oft aus allen Ecken.
Klares Denken, zum Verrecken,
Wird dem Hörer nicht vermittelt.
Doch, als Wahrheit hier getitelt.
Dick ausgedruckt steht‘s auf Papier.
Nie als Tatsach‘,
Bleibt es Geschmier.

        ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld








23 Mai 2013

GARSTIG WELT

 

GARSTIG WELT

 

Sieh dich um und schau‘ genau.
Ist das Himmelblau noch Blau?
In der Welt real.- Jetzt? - Heut?
Dies‘ ist Missstand. Fühlt ihr Leut‘,
Nicht das Grausen uns‘rer Zeit?
Neid, Ausbeutung und den Streit.
Zu tief der Zaun, die Hürde,
der Tier und Menschenwürde.
Wir flüchten uns in Träume
Und schildern nur noch Schäume.
In ganz realen Welten
Sind Viele von uns,
Selten.
      
  ©picture & poem by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld








18 Mai 2013

PATIENTIA

 

PATIENTIA


Lasst uns in die Sonne schweifen.
Jauchzend laufen hinter Reifen,
Die sich drehn im Sauseschritt.
Schneller, als ein Pferd im Tritt.

Warten heißt, das Tugendwort.
Ehrt die Duldsamkeit vor Ort,
Derer die geblieben sind.
Nicht geflüchtet wie ein Kind.

Hehre Krieger, große Frauen.
Alle warten voll Vertrauen,
Bis das Werk den Zugang weist.
Dann erleichtert. Danke heist's.


 


 


        ©picture&poem by: HerrWortranken   
     







16 Mai 2013

TIMOR


TIMOR

[lat:Angst]


Es brausen heran die graufarblosen Hyänen.
Die Boten mächtiger Götter. Geifernd und ohne
Zu achten fauligen Schaum, auf ehernen Zähnen.
Wabernd verteilen sie Furcht, als Geisel der Klone.

Der Bruder ist Schwester. Lebt zugleich als Gemenge.
Natur wird der übermächtigen Götter, Ermessen.
Gesetzmäßigkeiten vergessen ihre Strenge.
Übrig wird bleiben, leblos' Gespinnst des Vergessen.

(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld







12 Mai 2013

DER TRAGOeDIE LETZTES ZAPPELN







DER TRAGOeDIE LETZTES ZAPPELN


Manche soll man ziehen lassen.
Ist weit besser, als zu hassen.
{Oh', ein Reim kommt jetzt hervor.}
Schau, die Zukunft steht vor'm Tor.
Augen, Hirn und Arme offen.
Lasst uns Neues jetzt erhoffen.
Mut und Kraft das haben wir.
Sind ja auch noch mehr als Vier
G'sellen in dem Kreis der Macher.
Kümmern uns nicht um's Geschacher.

Manche Parzen, gleicher Ziele.
Hehre Sprüche, so wie Viele
Über Lippen kamen schnell.
Nur ein Flackern, manchmal hell.
Jetzt, die Schatten sind vergangen
Und wir planen voll Verlangen
Für die Zukunft unsr'e Kunst.
Ohne Wulst und nicht verhunzt.

Mut, Ideen, doch kein Tand,
Geh'n dem Künstler von der Hand,
Wenn er sorglos ist im Geiste.
Fabulierend find' das Meiste,
Seiner Farben, seiner Worte.
Ist Willkommen aller Orte.
Überall sein Werk gelungen,
Applaudiert wird er besungen.

Frühling und auch Herbst und Winter
Sind die besten Kunsterfinder.
Nur den Sommer meidet, wer
Nicht der Lage, seiner Herr.



        (c) picture & poem  @HerrWortranken            
        






30 April 2013

WORTE WAGEN VERSUS FAeUSTE SCHLAGEN





WORTE WAGEN VERSUS FAeUSTE SCHLAGEN



Uns're Welt ist so Bund, nicht immer Schlau.
Euer Weltbild dagegen, dumpf und Grau.
Ihr rottet euch schlagend, den Menschen zu treten.
Wir treffen uns wagend, gegen euch zu Reden.
Ihr schlagt zusammen die Demokratie.
Wir setzen Hoffnung gemeinsam auf sie.
Dort wo ihr Füße zum Quälen benutzt.
Wird gemeinsam von uns Rücksicht genutzt.
Ihr schlagt euch tumb für gestrige Anrechte.
Wir schlagen Alarm für die Menschenrechte.
Dort, wo Ihr schlagende Fäuste verteilt,
Steh'n wir eingehakt, bevor uns ereilt
Mutlosigkeit. Genau so zu titeln:
Gelebte Demokratie vermitteln.
Öffnet die Faust und nehmt unsere Hand.
Die wir euch reichen, gegen Schund und Tand
In euren Köpfen.
Macht frei euch davon.
Hört auf zu prügeln.
Es gibt kein Pardon.

(c) picture&poem by: HerrWortranken aka  ChapTer Kronfeld









 

20 März 2013

BANANA PUP REP(b)LIK


 

 PUP REP(b)LIK

DIARRHOE DER DEMOKRATIE



Des Nachts lag stille, sanft und sacht,
Mein Kopf im Schlaf. Ganz plötzlich macht
Sich mächtig breit, ein Alb im Traum.
Ein Kind steht vor mir, wie ein Baum.
Es spricht mit Ausdruck, zart und weise.
Ich höre zu.
Ganz still und leise.

EHEC Tierchen in den Sprossen,
Doch wir fressen unverdrossen
Komischfleisch in uns'ren Speisen.
Experimente es beweisen. 

Heut' am Mittwoch les' ich Fieses.
In der Tagespresse, dieses 
Schafsfleisch illegal verbreitet.
Zeigt, wer dieses nun abstreitet,
War zum Hammel schon mutiert.
Die menschlich' Logik, so zitiert.

Oben wird ins Horn getutet.
Unten Pferd, wird zugemutet.
Woll'n die Eigner uns verarschen?
Mit den Worten, diesen harschen.
Drin sein darf, was ich nicht esse.
Ruft zusammen,
Halt die Fresse.

Ungewohnte Reaktionen.
Zweifel. 
Wird's sich balde lohnen.
Wählt  Neue, in der Republik.
Nie mehr,  Banana Pup Rep(b)lik. 


            (c) picture&poem by: HerrWortranken    








09 Februar 2013

VORSORGUNG


VORSORGUNG

[anno 09.Februar 2013]

Heut' nehmen Viele,
Wetten an.
Es fragt ein Jeder,
Wann, wann, wann?
Beim nächsten Doktor
Find' sich Dreck,
Am Stecken dran.
Wann ist man weg?

(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld







28 Januar 2013

ENTSORGUNG


 

ENTSORGUNG


Wer die Augen nutzt

Für das Wesentliche,


Braucht keine Mülltrennung


Für das Bedeutungslose.



(c) picture&citation by: ChapTer Kronfeld 








23 Oktober 2012

EPITAPH UND PROLOG EINER SIGNIFIKANZ



EPITAPH UND PROLOG EINER SIGNIFIKANZ


Und wiedermal im Herbst gestemmt.
Die Kunst genossen, voll enthemmt.
Begeistert sind wir nun berührt.
Das Festival, es hat verführt.
Zum Positiven war's gedacht.
Kunstint'ressierte hat's gebracht.
Konsens zu zeigen war es heut'.
Das Ziel erreicht, mit vielen Leut'.

Kueper, Zause und die Alten.
Weggefährten, ohne halten
Planen schon die Numero Drei.
Ganz im Stillen, ohn' Geschrei.
Treffen sich zum Fabulieren.
Massenhaft, organisieren.
Viele sind betört noch heute.
Auf zum dritten Fest, ihr Leute.


    (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld







05 Oktober 2012

EXPRESSION DER HOFFNUNG








EXPRESSION DER HOFFNUNG

Jauchzend,
Springend,
Fröhlich tanzend,
Sehnen wir den Herbst herbei.
Oh, wie lechzend wir ihn suchten.
Fanden schließlich ohne Reu'.
Eine Zeit im Lauf des Jahres.
Voller Leben, prall gefüllt.
Wenn die Andren lamentieren
Im Gemütskleid,
Streng verhüllt.

Dann die Tore unsrer Herzen,
Öffnen wir mit Zauberkraft.
Dieser Mächte dunkle Schatten,
Wandeln wir zu Lebenssaft.
Steh'n im Lichte, mit dem Willen.
Fest verankert und dem Ziel.
Eines Tags hat unsre Erde,
Doch noch Wasser,
Unterm Kiel.



(c) picture&poem by: HerrWortranken




17 September 2012

DIE STILLE DES WORTES IST DAS LICHT DER SCHATTEN



DIE STILLE DES WORTES IST DAS LICHT DER SCHATTEN

 
Was war zuerst in unserer Welt der Worte?
War es des Schattens Licht, der vielen Orte?
Der Orte, in uns, um uns, und auch rundherum.
War‘n es Gedanken, schlau, verwegen, manche dumm?

Zu viele Fragen nach der Leere und dem Licht.

Des Geistes Schatten, nicht erkennbar aus der Sicht
Der Menschen, die da dumpf und unbeholfen sind.
Nur einfach, niemals dreifach, denken, wie ein Kind.

Ein Wesen kam zu forschen, nach dem Grund des Seins.

Blieb vor mir steh'n und fragte dann,
Sind wir nun Eins,
Mit allen Sonnen und den Worten dieser Welt.
Mit all dem Licht und auch dem Schatten,
Der uns hält?

Die Nacht kam auf und keiner sprach ein Satz zu viel.

In dieser stillen Zeit war Denken unser Ziel.
Nur schöne Worte,
Voller Strahlkraft,
Fanden schnell,
Das unsre Zukunft,
Voller Leben,
Immer hell.

(c) picture&poem by: HerrWortranken      






08 September 2012

KLEBSTOFF



KLEBSTOFF


 Schon wieder kommt ein Tag daher.
Entblödet sich.

Ist ja nicht schwer,
Das Aufsteh'n.

Lange d'ran gewöhnt.
Der Blick nach draußen mich verhöhnt.
Nur Müll.

Ich seh' heut' d'rüber weg.
Trotz Yellow-Press, die zeigt uns Dreck.
Den And're werfen um sich 'rum.
Zu Viele lesen's, macht sie dumm.
Mancher, wird dabei verblöden,
Wenn Synapsen sich veröden.

Doch dann kommt das dicke Ende.
Der Verleger reibt die Hände.
Wieder zahlt der tumbe Leser.
Nur für Lüge, so wie dieser.
Die uns weis' macht,

Das nur Geld,
Kleister sei,

Für unsere Welt.

(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld







04 September 2012

PHOBIE





PHOBIE


Mir ist so leer im Kopf,
Als wär' der Inhalt unterm Schopf
Verborgen heut'.
Seit acht Uhr dreißig,
Versuch' zu Denken und das fleißig.
Und immerfort ein Zwang im Hirn.
Fühl' mich verwurschtelt, wie ein Zwirn,
Wenn jener springt von seiner Rolle.
Ich fühl' mich wirklich nicht so tolle. 


Heut' Nacht im Traum kam der Gedanke.
Mit Worten, bauen eine Flanke.
Zu meinem leeren Blatt Papier.
Doch nur ein Bleistift, liegt vor mir.
Ganz griffbereit.
Ich will ihn packen.
Nun wehrt er sich.
Mit starkem Hacken
Verhunzt das Sauding flott mein Buch.
Jetzt kann ich schreiben.
Es wird ein Fluch.



(c) picture&poem by: Herr Wortranken       





22 August 2012

MIR IST DANACH



MIR IST DANACH


Ich möchte etwas zerschlagen 
Weil mich diese Welt erschlägt 


Weil kein Mensch so etwas verträgt 

Seit Januar schlage ich Eier in die Pfanne
Im Dezember schlage ich meine eigene Tanne 

Ich will nicht mehr meinen Konkurrenten schlagen 
Ich will mich mit der ganzen Welt vertragen
Und ein Bein über das andere schlagen 
Mit Behagen 
Wenn ich sitze um Wurzeln zu schlagen 

Der Handwerker muss seine Unkosten draufschlagen 

Keine Eltern haben das Recht ihr Kind zu schlagen 

In der Bank könnte ich der Zinsen wegen mit der flachen Hand auf den Schalter schlagen 

Ehrlich und mutig durchs Leben schlagen sollte man täglich wagen 

Wenn der Fensterladen schlägt im Wind 
Ist es gut sich nach Hause zu schlagen zu Frau und Kind 

Wenn der Regen gegen die Scheiben schlägt 
Vergessen ein Streit und man sich schnell wieder verträgt 

Dann schlägt mein Puls doppelt so schnell 

Nach einem Donnerschlag wird der Himmel wieder hell 

Ich möchte etwas zerschlagen 
Weil mich diese Welt erschlägt 
Weil kein Mensch so etwas lange verträgt 

Wenn die Turmuhr sachte schlägt
Und die Nachtigall schlägt an
Und wir fragen uns 
wann wann wann 
Hat hat Stunde geschlagen 
Um die Geldgier der Bänker zu stoppen 
Die die ganze Welt nur foppen 

Wir müssen etwas zerschlagen 
Weil uns diese Geldgier erschlägt 
Weil kein vernünftiger Mensch
 So etwas sein Leben lang erträgt 




    (c) picture & poem by: HerrWortranken 





09 Juli 2012

DAS EUROLIED

  DAS EUROLIED

(song of grasshoppers)


Destruktiv Brutal und Giftig.
Jeden Tag ein neues Gräu'l.
Losgelöst und nicht mal triftig',
Reißen Banken mit Geheul'
Uns das Inn're aus dem Leben.
Und wir dulden's ohne Grund.
Lasst uns Alle schnell erheben,
Laut zu schreien mit dem Mund.

Wenn die Banken sich vereinen.
Klauen's Geld der Bürger weg.
Fürchtet Volkszorn sich vor Keinem,
Denn Verbrecher die sind Dreck.
Und wir Alle wollen Leben,
Nie mehr zahlen ohne Grund.
Lasst uns Alle jetzt erheben,
Und gebrauchen uns'ren Mund.

Oft die Schlächter sich vereinen,
Und das Schlachtvieh köpfen lässt.
Last uns Alle dies' Verneinen,
Um zu Retten, letzten Rest.
Denn wir Alle wollen Leben,
Nie mehr betteln ohne Grund.
Lasst uns Freiheit jetzt erstreben.
Arm in Arm, fest im Verbund.

Schickt sie alle, diese Griefer.
Treibt sie in den eig'nen Wahn.
Denn sie stinken diese Miefer,
Leeres Hirn und fauler Zahn.
Denn wir wollen nicht mehr leiden.
Nie mehr ducken ohne Grund.
Lasst uns alles jetzt erstreiten.
Hand in Hand im Weltenrund.


    (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld






12 März 2012

NACHTALB


NACHTALB


Vorgestern sicher.
Morgens Weckerklingeln.
In durchströmenden Distanzperspektiven,
Erste Zeitpunkte.
Wach?
Geöffnete Augenlider in konzertierten Zeitpunkten.
Träumer?
Nach Gefühl,
Und dort,
Tage erleben ein Unterbewusstsein
Bei wankenden Zimmerecken
In  abschätzbaren Standorten.
Amorphe Sehmuster platzieren zerlegte Fraktalflashs als Endzeitfilme im Hirnkino.
Märchenbücher schleudern blitzschnell reale Formenfluten
Durch intensive Gedankenritzen.
Übergänge jenseitiger Tunnel erschrecken die Zweifel.
Physisch, innehaltende, schwarze Sehreize, trudeln ohnmächtige Zeigefinger.
Unendliche Dunkel im Feuersturm der Rettungsanker
Sinnieren geistig forcierte Gesichtshälften.
Urplötzlich,
Abschätzend.
Körperlichkeit wechselt im Funktionsbereich der Spannungsgefühle.
Hintergrundgedächtnisse in schweren unterirdischen Systemen
Vertreiben höhlenartige amorphe Bildaufnahmen
Klarer fleckiger Horrorgedanken.
Schläfrige Unsicherheiten überschäumen fokuslose Szenarien.
Konzertierte wabernde Nebel bewegen existentielle Anhängsel
Und interaktive Höhlenwanderungen zeigen surrealistische Daseinsformen
In zweifelhafter Elevation.
 Frühlingshaftes Säuseln vermittelt kantenlose, totale Stille.
Violette Weltphantasien präsentieren rasende Ouvertüren in überschlagendem Tempo,
Durch mittige Sehfelder des Grauens.
Hier!
Sie gebieren ungeschönte Missetaten des Bösen.
Dokumentieren die Unvollkommenheit des Exodus, als Lösung.
Dann!
Befreiende Tiefatmungen durchfluten wundersame Alpträume.
In machtvollen, saftigen Orgien harmonisieren ungezwungene Stimmungswechsel
Die strukturierte Grausamkeit einer sehnsüchtigen Konzentration
Am Begrenzungsrand des über allem schwebenden Nachtalb.



(c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld






 

01 März 2012

TRAUM EINES SURFER's

 

 

TRAUM EINES SURFER's


Ich kenne einen Herrn von Mega.
Der hat 'ne Frau, das ist die Meta.
Seit gestern, beide sind verbandelt.
Mit ihren Daten wird gehandelt.
Ergebnisse, so sagt Frau Emma,
Sind alle Zeit ein groß' Dilemma..


    (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld






 

15 Dezember 2011

WEIHNACHT







WEIHNACHT


Hysterisches Kreischen. 

Von Vielfalt erfüllte Wallungen.

Stetige Spitzen genießen. 

Voll wollener Haarigkeit schieben sich
Anschuldigungen
Aus verquerem
Geiferndem Mund
Ins ahnungslose Gegenüber 

Ein unkontrollierbarer 
In Stärke einer Notsirene
Wabernd modulierter Auswurf der Entgegnung
Verursacht Stille 
 

Wie nie zuvor geahnt

 


© picture & poem by: HerrWortranken   





14 Dezember 2011

KONSTRUKTIVISMUS






KONSTRUKTIVISMUS


Ein alter Mann.
Am Kopf den Schwanz.
Er trägt ihn stolz, wie einen Kranz.
Geflochten nicht, nur lang und glatt.
So liegt er auf der Straße, platt
Gefahren von 'nem Elkawe.
Kein Leben mehr, nur großes Weh'.
Macht breit sich in des Herzensgrund
Der Gaffer, die mit Augen rund
Und off'nen Mündern steh'n darum.
Ein kleines Kind ruft, der war dumm.
Zu gehen von dem Wegesrand.
Ich halte mich an Mutters Hand.
Beim überqueren dieser Straße
Bin ich beschützt, in großem Maße.
Auf meinem langen Lebensritt.
Hüpft froh gelaunt und auch mit
Schwung. Lässt los der Mutter Arm.
Die Ampel Rot. Es kommt ein Schwarm
Von Autos, bunt und schwarz in allen Typen.
Sie grapschen's Kind, so wie Polypen.
Nun ist es auch trotz Mutters Schutz,
Zu Ende mit des Lebens Schmutz.
Das diesem Kinde ward erspart.
So ist das Denken, es ist hart.



    (c) picture & poem by: HerrWortranken 




13 Dezember 2011

INTOLERANZ







INTOLERANZ


Tief,
Dick und leer die Luft.
Wir atmen wiederum im Takt.
Gemeinsam
Stoßen wir den Geifer aus.
Wir eifern um die Gunst der Masse.
Stillos und ohne Grund
Erklimmen wir die Höhe unsres Wahns.

Letztendlich glauben wir uns tolerant.
Besoffen von dem Zwang der vielen Geister,
Die ewig sind im Sprachgebrauch der Reaktion
Entledigen wir uns,
Von tag's zuvor genossenem Frust.
Wir
Sind die Krüppel
Unsres Sein.


   
 (c) bild & poem by: HerrWortranken 





07 Dezember 2011

VERURTEILUNG


VERURTEILUNG


Gelebtes Bangen
An Tischen mit prallgefüllten,
Triefend heißen Sprüchen.
Vergebens wartet manche Seele
Auf ein ehrlich Wort.
Nur manchmal haucht ein Schrei
Vermeintlich klärendes Gefasel,
Quer über leblos waberndes Gespinst.

    (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld








28 November 2011

LEB@EN.DE



@ Leb-en.de


Leb' Leben
Lebende leben,
leben Ende.
Leb' Ende.


    (c) picture&text by: ChapTer Kronfeld




23 November 2011

QUELLE

(c) Bild by @HerrWortranken 



QUELLE


Weißt du die Quell' des Lebens
Fragt mich daeinst vergebens
Ein kleines Kind, es kam daher
Es wollt das Eine und nicht mehr
Wissen, über seine Herkunft
Kein Fragen nach der Zukunft

Sag' mir du alter Mann
So sprach das Kind mich an
Ich such' die Brühe, wo ich schwamm,
Als ich nicht war, als ich begann
Mit Leben auf dem Weltenrund
Hier steh' ich nun mit off'nem Mund
Zu hören jetzt dein weises Wort
Zu künden mir an diesem Ort

Wo komm' ich her, was war davor?
Wo war die Grenze, wo das Tor?
Des Übergangs, vom Nichts zum Jetzt
Sag endlich, wurde ich gerezzt ?

Sprachloses Atmen im Gesicht
Um Antwort ringend 
Sprizt die Gicht
Vom nahen Gestade, mir Sand,
Als Antwort klar, in meine Hand
Sieh nun genau, ich zeig' dir's flott
Ein jedes Korn, es ist ein dot
In dieser Welt aus Pixel hier
Wenn du gegeben deine tier,
Dann darfst du Bauen was du denkst
Ein Haus, ein Baum, ein Licht, ein Hengst,
Ein Kind, wie du, zwei oder vier
Doch alles ist nur wirklich hier,
So lang die Welt in diesem grid
Vernünftig ist, sonst wird es shit
Mit uns'ren Fragen nach dem Sein

Gleich bin ich off und du allein
Du wirst nichts spüren von dem Aus
Denn du bist ja in einem Haus,
Im cach vom server bist du dann
Beim nächsten login, spring'st mich an.




(c) text & Bild by: HerrWortranken     











16 November 2011

LOYALITAeT


LOYALITAeT


Vergessen ward' der Trunk
Der Ehrlichkeit.
Im Glanz der Trüben Spiegel
Sah' Mancher wohl sein unsichtbares Selbst.
Der Kellner,
Welcher emsig Salz und Knochen brachte,
Entpuppte sich,
Als nie gedachte Farce.
So brach der Gast des Abends,
Schwankend,
Sein Versprechen.

       (c) picture&poem by: ChapTer Kronfeld