04 Februar 2025

NATUM TER


 

( Versuch einer pop/ballade als songtext )

NATUM TER
(dreimal geboren) 


Strophe 1]
Dreimal wurde er geboren
Im Schatten der alten Zeit
Als Mensch von Zweifeln umwoben
Auf der Suche nach Ewigkeit
In den Falten der Erinnerung
Verbarg sich sein zerbrechlich’ Gesicht
Er trug die Narben der Jahre
Und im Herzen ein stilles Licht 

[Pre-Chorus]
Zwischen Schmerz und Hoffnung
Zwischen Schicksal und Traum
Verblasst die Grenze der Zeit 
Er steht auf baut sich seinen Raum 

[Chorus]
Dreimal wurde er geboren
Als Mensch unendlich und frei
Dreimal hat man geschworen
Die Wahrheit bleibt dabei
Geschält geschoren
Nackte Haut
So roh und rein
Sein Weg ist ein offenes Tor
Zu allem was darf und kann sein

[Strophe 2]
Dreimal fiel er in die Tiefe
Wo der Sturm die Seele bricht
Doch in jedem Fall der Leere
Lag ein Funke 
Ein kleines Licht
Er verlor sich in den Schatten
Doch fand sich wieder Stück für Stück
Jede Narbe erzählt Geschichten
Von Mut von Liebe und vom Glück 

[Pre-Chorus]
Zwischen Schmerz und Hoffnung
Im Klang der eigenen Zeit
Wächst aus Asche die Erinnerung 
Ein Zeichen für Unendlichkeit  

[Chorus]
Dreimal wurde er geboren
Als Mensch unendlich und frei
Dreimal hat man geschworen
Die Wahrheit bleibet dabei
Geschält geschoren
Nackte Haut 
So roh und rein
Jeder Schritt ist ein Bekenntnis
Zu einem Leben klar und rein 

[Bridge]
Unter Sternen in der Dunkelheit 
Hört man leise seinen Ruf
Er trägt das Licht der Vergänglichkeit
Und den Traum der alles ruft
Jeder Schlag des Herzens ist ein Versprechen
Jeder Atemzug ein Neuanfang
Er wandelt durch die Zeiten
Auf einem Weg der ewig klang 

[Strophe 3]
Dreimal wurde er geboren
In der Stille und im Sturm
Als Mensch so unvollkommen
Doch mit einem ewigen Wurm
Der Zweifel nagt 
Die Hoffnung flüstert
Doch die Seele bleibt im Tanz
Mit jedem Fall mit jedem Aufstehen
Schreibt er sich den Lebenskranz  

[Pre-Chorus]
Zwischen Schmerz und Hoffnung
Im Widerhall der Zeit
Wächst ein Feuer in den Augen
Das die Dunkelheit befreit 

[Chorus - Variation]
Dreimal wurde er geboren
Als Mensch mit all seinen Fragen
Dreimal hat man geschworen
Zu leben und zu tragen
Geschält geschoren
Nackte Haut die Wahrheit spricht 
In jedem Ende in jedem Morgen
Leuchtet ein unvergänglich Licht 

[Outro]
Und wenn die Nacht sich leise senkt
Und der letzte Ton verweht
Bleibt die Seele die dich lenkt
Die ewig ihren Weg versteht
Dreimal geboren dreimal geschworen 
Ein Mensch der seinen Traum lebt
In der Stille und im Sturm
Hat er sich selbst ewig belebt 



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© Text by @HerrWortranken 

© Musik by SUNO 

053|2025| ©HW  





   

30 Januar 2025

dada versus realität

 
Bild by KI, man erkennt, dass der KI ebenfalls schlecht geworden ist 




dada versus realität 



Heute ist ein trüber Morgen, als ich das Café betrat. Draußen ziehen graue Wolken über den Platz. Der Regen hatte den Asphalt dunkel gefärbt. Ich bestellte einen doppelten Espresso, schlug die Zeitung auf und sah das Gesicht auf der Titelseite. Merz. Wieder einmal. 

Ich lehnte mich zurück und seufzte. "Denk ich an Merz an diesen Tag…", murmelte ich.
"Erinnert nichts an Kunst, so ich sie mag", ergänzte eine Stimme neben mir. 

Ich drehte mich zur Seite. Eine Frau mit kastanienbraunen Haaren und scharf geschnittenen Zügen sah mich herausfordernd an. Sie hielt eine zerlesene Ausgabe von Brechts Gedichten in der Hand. 

"Sie zitieren mich?" fragte ich überrascht.
"Ihr Gesicht hat es mir verraten." 

Sie lachte trocken, blätterte in ihrem Buch und fuhr fort:
"Ich denk an einen Haufen Scheiß, an faschistoides Geistgeschmeiß." 

Ich grinste. "Dann sitzen wir wohl im selben Boot." 

Sie nippte an ihrem Kaffee. "Und was machen Sie mit Ihrer Wut?" 

Ich sah hinaus auf die Straße. Menschen eilten vorbei, Schirme aufgespannt, die Köpfe gesenkt. Die Stadt war voll von Stimmen, doch viele schwiegen. 

"Ich schreibe", sagte ich schließlich. 

Sie nickte anerkennend. "Dann schreiben Sie weiter. Worte können mehr bewegen, als Sie denken." 

Ich betrachtete sie einen Moment. Dann nahm ich mein Notizbuch zur Hand. Während draußen der Regen fiel, setzte ich den Stift an. 




© Text by HerrWortranken      

051 |2025| ©HW          

17 Januar 2025

ALTER TRÄGT JUGEND

 









Alte Bank und junge Frau


In einer stillen Parkecke stand eine alte Holzbank. Die Oberfläche war rau und von der Witterung gezeichnet. Ihre Schrauben knarrten, wenn sich jemand niederließ. Jahrzehnte hatte sie schweigend die Jahreszeiten überdauert. Das Kommen und Gehen unzähliger Menschen ertragen.  Es waren herumtollende Kinder und alte Menschen, die über ihren Lebensabend sinnierten. Doch die Bank hatte nie eine Stimme, keine Wahl und kein Urteil, bis Sie eines Tages kam. Die junge Frau mit ihrer schweren Last. 

Es war ein grauer Herbsttag, als sie zum ersten Mal erschien. Ihr Gesicht war von Sorgen gezeichnet. Die Schultern hingen tief  und in ihren Augen schimmerte etwas, das die Bank nur allzu gut verstand – Müdigkeit. Ohne ein Zögern ließ sie sich nieder, genau in der Mitte, dort wo das Holz bereits glatt und eingesessen war. Ein schwerer Seufzer entwich ihr, während sie einen abgenutzten Rucksack auf den Boden stellte. 

Die Bank spürte, wie sie sich kraftlos auf dem alten Holz nieder setzte. Es war, als würde die Last, die sie trug, nicht nur die ihres Körpers war, sondern auch die ihrer Seele. In den folgenden Tagen wurde die junge Frau der Bank zur Gewohnheit. Sie erschien täglich, immer zur gleichen Zeit. Manchmal blätterte sie in einem zerknitterten Buch, das sie wiegend in den Händen hielt und mit leeren Augen anstarrte. Oftmals redete sie leise vor sich hin. 

Die Bank fühlte das Gewicht ihrer Worte. "Ich weiß nicht mehr weiter", flüsterte die Frau eines Abends, als die Sonne bereits hinter den Bäumen verschwand. "Es fühlt sich an, als würde ich zerbrechen." 

Die Bank, alt und weise, hätte antworten wollen. Doch sie konnte nur tun, was sie immer getan hatte, dasein. Sie trug, was die junge Frau nicht mehr tragen konnte. Ihre Risse schienen sich zu vertiefen, ihre Latten knarrten lauter, doch sie hielten. 

Eines Tages, mitten im Frühling, kam die junge Frau mit einem Lächeln. Es war ein kleines, feines fast unscheinbares Lächeln.  Doch die Bank spürte, daß es echt war. Die Frau setzte sich wie immer, aber diesmal war sie leichter. "Danke", flüsterte sie unmerklich, als spräche sie direkt zur Bank. 

Von diesem Tag an kam sie immer seltener. Und irgendwann blieb sie ganz fort. Doch die Bank fühlte keinen Verlust, sondern eine stille Zufriedenheit. Sie hatte all' das getragen, was getragen werden mußte und die junge Frau hatte gelernt auf eigenen Beinen zu stehen. 

Die Bank blieb an ihrem Platz, in der stillen Ecke des Parks, bereit für den Nächsten, der sie brauchen würde. Denn ihr Zweck war, nicht zu klagen oder zu urteilen, sondern zu tragen. Die leichten und die schweren Lasten der Menschen. 


© Bild und Novelle by HerrWortranken       
033 |2025| ©HW        

11 Januar 2025

POSSIBILITATES

 




POSSIBILITATES 
(möglichkeiten)


Ein Sturm zog auf 
Die Erd' zerbrach 
Die Herzen kalt 
Die Nächte wach 
Ein Schleier lag auf Mensch und Land 
Der schwarze Rauch 
Vom Krieg entbrannt 

Glaub' nicht an expandierend' Zeiten 
Glaub' nicht an jene Lügenseiten 
Die Hoffnung streuen über uns
Sonst allzu schnell fühlt ihr den Rumms 

Die Straßen leer 
Die Wiesen grau 
Kein Kinderlachen 
Fern der Schau 

Doch plötzlich geht ein Vorhang auf 
Das Bühnenbild in Licht erstrahlt 
Ein Keim des Friedens 
Neu gemalt 

Die Menschen klatschten mit Verstand 
Der Hass die Angst 
Sind jetzt verbrannt 
Sie bauen Brücken über Gräben 
Ein neues Lied 
Ein neues Leben 

Glauben an manch' Möglichkeiten 
Die ein friedvoll' Herz entfacht 
Nur die Liebe hält zusammen 
Selbst im Dunkel einer Nacht 

Und so strahlte wieder Licht 
Welt vereint im Angesicht 
Frieden zog durch Land und Flur 
Hoffnung zählt 
Ganz schlicht und pur 



© Text by HerrWortranken     

022 |2025| ©HW       

09 Januar 2025

IN RUBEUM FILUM

 




IN RUBEUM FILUM 
(der rote Faden) 


Im Dunkel der tiefgründig endlosen Schlucht 
Wo Sterne verblassen in nächtlicher Flucht 
Ein Wand'rer hält zitternd den Blick auf den Grund 
Dort wo Nebel wie Geister die Tiefe umrund' 

Kein Ausweg in Sicht 
Kein Funke 
Kein Leuchten 
Kein rettendes Licht 
Doch dort 
Ein Glimmen in leuchtend Rot 
Das Blut im Herzen mit Schrecken droht 

Ein Faden so zart und doch seltsam fest 
Hing dort wo die Hoffnung ihn niemals vermess’t 
Der Mensch zog ihn mit bebender Hand 
Sein Schicksal daran wie ein unsichtbar' Band 

Er klammerte sich an seidigen Strang 
Und hörte des Abgrunds bedrohlich' Gesang 
Doch je höher er stieg und je weiter er kroch 
desto heller erschien ihm das Leben 
Jedoch 

Der Faden begann in der Tiefe zu schwinden 
Sein Anfang verging 
Niemand konnt' das Ende mehr finden 
Doch siehe im Glanz des aufgehenden Lichts 
Erblickte er Neues 
Den Kreislauf des Nichts 

Der Faden zerriss und ein Sturm brach herein 
Doch war es kein Ende 
Nur Wandlung allein 
Er fiel nicht hinab 
Er erhob sich im Wind 
Dort wo Welten zerrinnen und eine Neue beginnt 

So lernt er staunend im Tanz mit dem Tod 
Dass ein Rot nicht nur Gefahr ist 
Auch Schöpfung und Brot 
Der rote Faden ganz zart und auch fest 
Wurd' Rettung und Abschied 
Ein ewiges Fest 

Dort wo Altes vergeht wird Neues geboren 
Im Drehen und Wenden geht Zeit nie verloren 
Ein Faden der endet 
Webt dennoch ein Band 

Der Kreis bleibt bestehen 
Von Hand zu Hand 




© Text & Bild by HerrWortranken    

016 |2025| ©HW    

03 Januar 2025

CUPIO ET IMPLETIO

 
© netzfund



CUPIO ET IMPLETIO 
(sehnsucht und erfüllung) 



Ein einsam Herz schlägt 
In der Dunkelheit  gefangen 
Träumend in Nächten 
Verzehrend' Lieder aus Verlangen 

Im Traum erschien ein Angesicht 
So fern doch voller Glühen 
Ein strahlend warmes Himmelslicht 
Das nie zu nah ihm schien 

Am Tage suchte es umher 
in Tälern und auf Höhen
und fragte ob nicht irgendwo 
das Sehnen möge gehen 

Die Winde flüsterten zurück 
doch brachten keine Kunde 
So zog das Herz mit Hoffnungsblick 
durch Zeit und manche Stunde 

Bis einst in einer Mondennacht 
Am Ufer stiller Seen 
Ein fremdes Herz sich sacht genaht 
wie aus den selben Wehen 

Ein Wort 
Ein Blick 
So zart begann 
Das Schicksal sich zu fügen
Zwei Seelen trafen sich sodann 
Um ewig sich zu wiegen 

Das Sehnen wandelte Gestalt 
Ein Feuer ward geboren 
Die Nacht verging 
Der Morgen hallt 
Die Liebe nicht verloren 

Und jener Traum von Licht und Schein 
Ward zu der wahren Kunde 
Im Angesicht 
Im Lied 
Im Sein 
Verklang die Seelenwunde 

So lehrt das Herz in seinem Lauf 
durch wüsten Schmerz und Ringen 
Wer sucht der hält am Ende auf 
die Liebe mit den Schwingen 



© Text by HerrWortranken     
© bild by Netzfund 

005 |2025| ©HW      

01 Januar 2025

IGNORO

 
© by chatGBT




IGNORO 


Pralles Jahr du hehr' Erwartung 
Zeigst dich neu als Götterpracht 

Kann nicht wirklich widerstehen 
Deinen Reizen deiner Macht 

Die uns fest im Griffe weiß 
Die in Kälte uns macht heiß 
 
Großer Zwiespalt jetzt zu fühlen 
Ist der Wunsch 
In dir zu wühlen 

Wie in Falten 
Eines Weibes 
In der reifen Haut des Leibes 

Liebe nährt sich nur aus Sehnsucht 
Lebt sehr lange dann mit Wucht 




©Text by HerrWortranken      


002 |2025| ©HW     

30 Dezember 2024

CONSUMO

 
© by chatGBT 




CONSUMO 

Dies Bildnis strahlt in reinem Glanz empor 
Ein Wunderwerk aus einer andern Sphäre 
Kein irdisch Aug’ sah je so holden Flor 
Kein Herz empfand der Schönheit reine Lehre 

Dein Antlitz schwebt wie Sterne still und weit 
Von zarter Kraft und milder Harmonie 
Es birgt in sich des Himmels Ewigkeit 
Ein Traum aus Licht wie Lied voll Poesie 

Die Pracht rührt mich ganz tief im Kern 
Ein Sehnen steigt wie Feuer heiß empor 
Ich suche euch ihr Musen heut' 
Obwohl ihr allzu fern 

Und doch fühl’ ich dass ihr mir ewig Tor 
Dies Bildnis ist was Ewigkeit verspricht 
Ein göttlich Leuchten dein Gesicht 




© Text by HerrWortranken    


509 |2024| ©HW    




26 Dezember 2024

CAECA

 

© Foto by @HerrWortranken




CAECA 
(blind) 


In regennasser Feuchte 
Liegt hier 'ne dunkle Leuchte 
Der Wolfram ist zerbrochen 
War korrodiert seit Wochen 

Ein Licht das einst geglommen 
Nun ohne Glut benommen 
Das Glas ganz blind 
Zersprungen 
Von Sturm und Nacht bezwungen 

Ein Flüstern zart aus Fernen 
Als ruft es aus den Sternen 
Ein Schatten 
Scharf wie Klingen 
Begann sich aufzuschwingen 

Die Leuchte tot und leer 
Schien plötzlich umso mehr 
Wie Glühen ohne Wärme 
Man spürt ganz nah die Ferne 

Mein Schritt wich vor dem Grauen 
Die Nacht schien zuzuschauen 
Ein Zischen 
Ein Verderben 
Als wollt' ein Etwas sterben 

Wallung zwang die Leuchte nieder 
Berstend jetzt wie tausend Glieder 
Ein Schrei 
Kalt schrill und bitter 
Wie Schweigen ohne Lieder 

Die Dunkelheit umfing mich 
Kein Fluchtweg bot sich schicklich 
In regennasser Feuchte
Verlor ich Rad mit Leuchte 





© Text & Foto by HerrWortranken     

503 |2024| ©HW     



22 Dezember 2024

Ballade vom verlorenen Licht




 Ballade vom verlorenen Licht 


Tataratam 

Der Abend erwacht 
Gebimmel Gebammel durchdringt sanft die Nacht 
Das Christkind naht 
Mit verheißender Macht 
Dabei hat's Geschichten 
Wer hätt' dies gedacht 

Legenden von Helden 
Die mutig geschickt 
Fiktiv oder wahr 
Oft doppelt gestrickt 
Manch Märchen zerbrach 
An des Lebens Gewicht 
Manch Lüge erstrahlt wie trügerisch' Licht 

Die Jugend vergangen 
Das Träumen versiegt 
Der Schöngeist von gestern 
Vom Alltag besiegt 
Doch irgendwo leuchten Sterne hell klar 
Als würden sie flüstern 
Der Frieden ist nah 

Tataratam 

Das Herze klopft bang 
Wo Engel einst sangen 
Erklingt kein Gesang 

Doch horch 
In der Stille 
Ein fernes Geläut 
Das Licht einer Hoffnung 
Das ewig uns freut 



© Text & Bild by HerrWortranken     

495 |2024| ©HW      

16 Dezember 2024

EXEMPLUM

 




EXEMPLUM 



Wer kennt nicht die Traurigkeit 

Wer empfindet Heiterkeit 

Wer schreibt über Tod und Leben 

Wer hat groß' Gedankenflut 

Wer schreibt auf was gut ihm tut 

Wer lässt inspirieren sich 

Wer schreibt Worte stumm wie'n Fisch 

Wer ist Sklave seiner Selbst 

Wer ergötzt sich oft und wälzt 

Sich im Meer der Zeilenreime 

Vorbild bist du
Heinrich Heine 



        
© Text by HerrWortranken    

487 |2024| ©HW     

09 Dezember 2024

MENULIS PUISI

 
© Bild by KI chatGBT



MENULIS PUISI 
(ein normfreies Pantun) 
(( ein ababpöm ))




Nagelköpfe 
Pinnenspitzen 
Darauf lässt sich bestens sitzen 
Lachenzyme 
Bilderflut 
Haltung schafft ein starkes Blut 

Lachenzyme 
Bilderflut  
Kunst und Spaltung hält uns wach 
Haltung schafft gesundes  Blut 
Spaltgedanken werden schwach 

Kunst und Klang 
Sie tanzen leise 
Formen strudeln in der Zeit 
Spaltgedanken immer weise 
Freiheit schwelgt im Farbenkleid 

Nicht verstanden ababPöm 
Doch dies' alles trotzdem schön 
dAdA war im Urknall drin 
Frei' Synapsen 
Ein Gewinn 

Formen fließen 
Lösen Zeit 
Longitudinaler Pfad 
Freiheit folgt im Farbenkleid 
Alles aus gebroch'nem Draht 

Longitudinaler Pfad 
Transversale Bilderfluten 
Alles mit verlötet Draht
Gegenwart lässt Zukunft bluten 

Transversale Bilderfluten 
Nagelköpfe halten stand 
Gegenwart lässt Zukunft bluten
Doch der Ursprung führt die Hand 

Nagelköpfe sind die Wand 
Drehen Welten tief im Kern 
Ursprung führet uns're Hand 
So im Leben 
Nah und fern 




© ababpöm-Text als Pantun by HerrWortranken         


478 |2024| ©HW         




01 Dezember 2024

TEMPORIBUS SACRIS

 






TEMPORIBUS SACRIS 
(heilige zeiten) 


zeit zu vergeuden 
ganz ohne sinn 
bringt überhaupt nichts 

für dich ist sie hin 

kannst sie nicht fühlen 
auch nicht mal seh'n 
zeit lebet ewig 
sie wird nie vergeh'n 

zeit ist kein uhrwerk 

hat vielleicht räder 
die niemals sich dreh'n 

doch manchmal springt sie 
als hätt' sie 'ne feder 
wird dann zum zeitsprung 
doch ohne bewegung 
denn sie hat ja kein knie 







© Text by HerrWortranken      

472 |2024| ©HW        

25 November 2024

NECESSE

 
© Bild by KI, chatGBT 




NECESSE 
(ich brauche) 



Belladonna in die Augen 
Lippen viel zu dick zum Saugen 
Brüste aufgepumt wie Bälle 
Was sind das für Frau'n 
Für Fälle 


Glauben fest das sei sehr schön 
Glauben jeder Mann will's seh'n 
Solch verunstalt' Menschenwesen 
Nutzt am Tage Hexenbesen 
Zeigt sich mit dem Besenstiel 
Bar der Kleidung ohne Stil 


Anonymes Lustempfinden 
Im sozialen Netzwerk finden 
Ist für Niemand' eine Kunst 
Alle Zeit 
Ist Zeit für Brunst 






© Text by HerrWortranken        

  
462 |2024| ©HW    


24 November 2024

AQUA BENEDICTA

 
© Bild by KI chatGBT



AQUA BENEDICTA 
(gesegnetes Wasser) 


Im Tal wo Bäche sanft entquellen 
Dort Tropfen singen leis‘ und rein 
Fand einst ein Wand'rer sich zu stellen 
Zum Lauschen jenen Regenschein 

schwalle tropfen
brause fein
fädenschnüre
singst allein
ein' beruhigend Melodie  

Die Fäden tanzten klar und leise 
Ein Netz aus Klang und Melodei 
Das Brausen sprach in weicher Weise 
Wir sind nur  Tropfen 
Wir sprühen frei 

schwalle tropfen
brause fein
fädenschnüre
singst allein
ein' beruhigend Melodie 

Der Regen floss 
Ein Chor 
Ein Rauschen 
Kein Tröpfchen blieb für sich allein 
Der suchend' Mensch begann zu lauschen 
Versank in diesem Liedes Sein 

schwalle tropfen
brause fein
fädenschnüre
singst allein
ein' beruhigend Melodie 

Der Suchende
Nun tief versunken 
Spürte den Segen nass und kalt 
Er trank das Lied 
Vom Strom betrunken 
Und fühlte sich als Regen bald 

Noch heute singt der Bach im Tale 
Wo Tropfen tropfen überall 
Die Weisheit lebt in jedem Geiste 
Im Regenlied 
Im Wellenschwall 

schwalle tropfen
brause fein
fädenschnüre
singst allein
ein' beruhigend Melodei
gurgelst im gemeinsam schwall
nässend regen
überall 





© Text by HerrWortranken           
© Bild by KI chatGBT           



459 |2024| ©HW           

23 November 2024

LAETITIA FELICITAS

© Bild by KI chatGBT

 


LAETITIA FELICITAS 
(freudiges Glück) 

Glaubst  du 
Du hättest Glück 
Gefunden in des Lebens Blick 
Wer hat zuerst das Glück entdeckt 
Der Mensch 
Der es in sich versteckt 

War’s nicht das Glück das uns erkor 
Im Herzen warm 
Im Geist ein Tor 
Die Frage ist 
Wenn's Glück entflieht 
Und uns nicht mehr 
Gesonnen blüht 

War’s nur ein Flaum 
Als flüchtig Sein 
Umschmeichelt oder bricht's den Stein 
Vielleicht ist Glück ein sanfter Hauch 
Als Duft verweht im Zeitenrauch 

So bleibt die Frage tief im Raum 
Ist Glück der Mensch 
Oder ein Traum 






© Text by HerrWortranken     
© Bild by KI chatGBT    


457 |2024| ©HW     


22 November 2024

FRIGUS

 
© Bild by KI chatGBT




FRIGUS 

Winterruhe überall 
Bringt die Kälte uns als Schwall 
Felder schweigen 
Bäume stumm 
Wem's zu kalt trinkt Tee mit Rum 

Eis umfängt des Flusses Lauf 
Schollen bilden sich zuhauf 
Schneegestöber sanft und rein 
Webt der Erde stillen Schein 

Doch im Dorf da schwingt ein Klang 
Lichter schimmern 
Heller Sang 
Kinder spielen 
Feuer glüht 
Frohsinn der die Nacht durchzieht 

Diese Kälte hart und rau 
Weiß gefror'ner samtig' Tau 
Zeigt dem Menschen ohne Not 
Dass im Stillstand Kraft sich regt 
Kommend' Frühling Hoffnung hegt 



© Text by HerrWortranken      
© Bild by KI chatGBT          


454|2024| ©HW        



21 November 2024

RESPONSUM POETAE

© by KI chatGBT

 



RESPONSUM POETAE 
(die Antwort des Dichters) 


Ein Autor ist Schöpfer 
Ein Spiegel der Welt 
Sein Wort 
Wie flammendes Feuer erhellt 
Doch trägt er die Bürde 
Von Wahrheit und Pflicht 
Seine Worte sind Waffen 
Im Schatten und Licht 

Gewissen des Schreibers 
Ein Richter 
Ein Chor 
Fragt stets 
Was bewegte den Menschen zuvor 

Ist's Lüge die blendet 
Verrat der zerbricht 
Oder Wahrheit die heilt 
In zärtlichem Licht 

Verantwortung ruht in der Feder ganz leicht 
Doch schwer wiegt Gewissen 
Wenn der Zweifel erreicht 

Was dient dem Gemeinwohl 
Was nährt hier die Gier 
Das fragt sich der Dichter 
Beim Schreiben stets hier 

Ein Autor 
Ein Denker 
Ein Träumer zugleich 
Er wandert im Schatten 
Doch im Geiste 
Ganz reich 
Es bleibt ihm die Frage 
Die ihn immer bewegt 
Wie wirkt 
Was er schreibt 
Auf den Pfad 
Der entsteht 






     © Text by HerrWortranken    
 © Bild by KI chatGBT       
 

453 |2024| ©HW