27 April 2014

NEBELLEBEN


© by HerrWortranken 




NEBELLEBEN


dunkel umhüllte die einsamkeit

eine ahnung erfühlte verschmelzendes sein

vervielfachendes schwanken verursachte dunst

hauch ward geboren

ein nichts, vereinigter kraft, beschleunigte zu etwas

konturloses quantum ungedachter ideen generierte ein ich

gleichförmige unordnung extrahierte helligkeit

in dem nachttaggleichwert* entstand nebel

der mittelste kleinarva* blähte negativ zu einer membranhaften äußeren begrenzung um die vorhandene gänze herum

die genese erdachte ihre genesis 





 © picture & poem by HerrWortranken    

  





20 April 2014

DOPPELFESTTAGE




DOPPELFESTTAGE


Tage im saugenden Auwald der Gedanken.
Schwämme überschäumender Bilder der Erwartungen.
All dies liegt zeitlich vor Doppelfesttagen.
Manches erwacht wie ein unvergesslicher Loop in dir.

Am Ende kommen Stunden bewölkter Stimmungen.
Ungewohnt reizend, dir den Atem verweigernd
Vermeinst du in Augenblicken, Essiggeschmack zu denken.

Ein Hüsteln vertreibt übergangslos alle Wirklichkeit dieser Vision.
Du wirst gedankenklar in deiner vermeintlichen Tatsächlichkeit.
Es ist ein anderer Tag.



 © picture & poem by: HerrWortranken       






13 April 2014

ALBUM [ababpöm]

 

ALBUM




A [-.-]1* a [-.-] a [-.-] a [-.-] a,

Bu
[-.-] bum.

Ahhh.

A
[-.-] a [-.-] Alb.

Bu
[-.-] bubu [-.-] Bub [-.-] Bub.

Alp.

A
[-.-] Bumm.

Alp
[-.-] Macht [-.-] bumm.

Bubu sterrrrbt im Alptrumm.

Album ZUKLAPPP.

TOD.

  
 ____________________
1* Pause, ca 1 bis 2 Sek.

  ©picture & ababpöm by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld






12 April 2014

SEIN




SEIN

 

Die Welt, sie existiert nicht wegen Menschensinn.
Der Mensch, nutzlos für sie, so wie ein Doppelkinn
Maßt an, wähnt eigne Gattung als die Schöpfungskron'.
Dem Weltenraum geriert er nur noch spöttisch Hohn.

So muss vergehen, wie zuvor, all menschlich Tand.
Das lebenslang auch seit Gedenken, je entstand.
Das Einzelwesen, als Bit im Meer des Mundus,
Ward nie geboren, liegt unnütz nur im Fundus.

 

 

 

 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






 

11 April 2014

IMMERSIONSFLUCHT



IMMERSIONSFLUCHT

 


Scharf fühlt sich's an, in jedem Menschenalter.
Die Klinge brennt im Träumerhirn, wie kalter
Stahl. Sie sperrt den Zugang, ohne sinnvoll' Grund,
Zum einzigen Weg, auf dem verharrt ein Schlund
Um gierig alle frischen Wissensblitze
Einzuverleiben. Mit mentaler Hitze,
Ein fulminantes Träumerfest zu feiern.
Der Alp rührt kräftig mit, in wirren Schleiern.

Wenn Intuition, den schwierig' Pfad gefunden,
Trotz schwertbewehrter Wächter, scharfen Hunden,
Versucht den Traum zu prägen, wie ein Wilder.
Kann sie mit Messers eisig Schneide, Bilder
Teilen. Geboren aus gigantisch Phantasie.
Wuchtig konzertiert die Opussymphonie.
Übles erfährt der Mensch, beginnt zu speien.
Der Alp vergeht in nebulösen Reihen.

Im Augenblick liegt die Person am Boden.
Noch nicht erholt von Folter und Methoden.
Des Geistes Messer trennte Raum und Zeiten.
Erinnerungsvermögen wird bestreiten,
Dass Träumen, Realität in Wahrheit sei.
Aus heftig Überzeugung, nie mehr ein Schrei.
Alles scheint stumm, wie saitenlose Geigen.
Der Alp zerfällt, mit fulminantem Schweigen
.



 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld






30 März 2014

KOMMUNIKATION MIT DOSENTELEFON





 


KOMMUNIKATION 
MIT 
DOSENTELEFON


es fällt mir ein
die bohnensuppe

als ich verbunden
mit der puppe

nur durch zwei dosen
mit kräftig' Schnur

sie hört das rumpeln
meiner winde 

atonal zugleich
der Treueschwur

den ich ihr flüsterte 
gelinde 


 



 © picture & poem by: HerrWortranken 











01 März 2014

LAUTHEIT [ababpöm]






LAUTHEIT 


LAUTHEII-JEIH-JEIH-JEIHJEI-I-ITT 

der Schtilllllllllllleeee-pssssstt

Ffffffffssssssffwind, Ffffffffssssssffwind,
so zs-s-s-s-sart 

bläs-s-s-s-st  er am Abend heute.
Hört ihrs?
Könnt's fassen?
Jetzt, ihr Leute.


Schrö-öhschripp, schö-öh-in-n-n-ng,
Drrrrrch-rch-rch-rch-rch-rchi-i-i-inng.

 

Habt das gehört?

Was war das für ein Ding?


Da fiel was runter, was vorher oben hing.

Ich geh' nach Haus zu Bette.
Mir ist's zu zugig hier.


Ein Mensch bin ich, kein Weidetier.




 
  ©picture & ababpöm by: HerrWortranken   

    

28 Februar 2014

IN SEICHT [ababpöm]





IN SEICHT

Heut' sah ich viele Psydoneumen
Nicht nur im Wald mit hohen Bäumen.
Auch, oftmals Bücher, mit Häuhlromen
Platzieren sich mit den Symptomen,
Der schmierig, fettig Oselsehren.
So konnten keine Sätze lehren.
Worte sind flinker, als manch Weerfspur
Geworfen mittig, aus der Zensur.
Jetzt fällts nicht schwer, mit dieser Inseicht,
Parolen lesen, scheint kinderleicht.


  ©picture&ababpöm by: ChapTer Kronfeld



26 Februar 2014

ENTIRSCHEUD [ababpöm]




ENTIRSCHEUD

Politiker, wie Elafenten.
Die Einen faseln über Renten.
Die Anderen sitzen stettdassen
Sie Fressen Grünzeug, gern in Massen.
Es gibt keine Effänititan.
Zweibeinig Hirn Substanz, wie'n Milchzahn.
Die Rüsselträger, hart wie Tatin.
In ihrem Leben sind sie ein Team.
So zeigt sich wahrhaft, ein Entirscheud

Erstere brauchen 'nen Therapeut'.


  ©picture&ababpöm by: ChapTer Kronfeld



25 Februar 2014

HÜTESCHLÄFER




HÜTESCHLÄFER

Der Hütehund trägt keine Hüte,
Weil schon der Schäferhund sich mühte,
Vormals zu tragen einen Schäfer.
Der war zu schwer, für‘n Hund, den Schläfer.

So lebt der Hüttenhund in Hütten.
Nicht nur zu baden, sich in Bütten.
Wenn er vergaß, die Wetterweste,
Oftmals beim Regen, er schon nässte.
 
 
 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld
  




23 Februar 2014

SPIEGELLESER [ababpöm]




S L
P       E
I       S
E       E
G               R
E                       S
L                   P
L               I
E           E
S       G
E   E
RL

[ababpöm]


 ,Farbenklecks Der
.Flex Anfang Zu
.hart rasch er Wird
,zart ganz, Obwohl
,Heraus er Fließt
.braus und saus Mit
,Tubenhals Aus
.Butterschmalz Wie




 © picture & ababpöm-text by: HerrWortranken    
      





20 Februar 2014

FREUDENBECHER




FREUDENBECHER

 

Fortüne scheint herkunftslos auf dieser Welt.
Ohn' Gegenständlichkeit es flugs zerfällt.
Dem Einen dient es, wie durch ein Wunder.
Ihm mehrt's Bestand, dem Anderen, Plunder.

Ein Dritter jagt, vergeudet Lebenszeit.
Ergebnislos ummantelt Ewigkeit
Ihn jählings. Ohne das Glück gefunden.
Heiter erscheint es, braucht nur Sekunden
Nach Testamentseröffnung, kraft Notar,
Den Hinterbliebenen, jetzt wunderbar.

Es kann Beglückung, alle erfassen.
Das Einzelwesen und auch die Massen.
Nie selektiert es, kennt keine Regel.
Lässt sich nur treiben mit Zufallssegel.


 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld




26 Januar 2014

WER HÄTTE DAS GEDACHT ~01

 

 

WER HÄTTE DAS GEDACHT ~01

Definition: Bananenrepubliken

 


© text & picture by: ChapTer Kronfeld









09 Januar 2014

NIEDRIGE GESCHWINDIGKEIT



Öl auf Jute, ©HerrWortranken 



NIEDRIGE GESCHWINDIGKEIT

Aus Neuland, gestern, kam ein Schmetterling
Mit schwarzem Gürtel um den Beckenring.
Er teilt' uns mit, die Wahrheit, aufgeregt,
Dass Deutschlands Mutti sich hat, hingelegt
In weichen Schnee. Kraftlos, ambivalent.
Jetzt sieht man Krücken auch im Parlament.
So, als vordem schon alle Zeit.

Regierungsschmetterling spricht deutlich Wort.
Sie wäre hingefallen, ebendort
Im Engadin. Wo war ihr Ehemann?
Gefall'ne Muttis, dauert jedermann,
Wenn sie mit niedriger Geschwindigkeit
Jetzt schlafen bis in alle Ewigkeit.
So, als vordem schon alle Zeit.




 ©picture & ballade by: HerrWortranken    







04 Januar 2014

RESPEKT






RESPEKT 


Kahles Haupt mit reifen Falten. 
Weltkluger Blick, 
Die Hand am Kinn.
Scheint das Wissen vieler Alten
Unint'ressant, 

Doch hat es Sinn.

Despektierlichkeit vermeiden.
Erfahrungswissen ist kein Spiel.
Hör' die Weisen, 

Sei bescheiden.
Für deine Zukunft sei's ein Ziel.

  Knackig Körper ohne Reife
Vergammeln schnell im Lauf der Zeit.
Nutz' dein Leben und begreife
Bevor ereilt dich Ewigkeit.

Lerne Lachen, 

Lieben, 
Leben,
Menschenkenntnis, 

Und Respekt.
Mehr' dein Können, 

Dann wird's Segen.
Gemeinschaftssinn wird so entdeckt. 
 


 © picture & poem by: HerrWortranken       







01 Januar 2014

JAHRESANFANG



JAHRESANFANG


Der Januar mit Mega Kraft
Lyncht jeden Tag, mit garstig List
Manch Freude. So verbleibt ein Zwist
Im trunken Geist durch Schwermutsaft.

Niemehr sollst wälzen dich im Sud
Der ungewappnet' Träumerei.
Sonst wirst verwandelt sanft in Blei
Zur Gliederpuppe ohne Glut.

Sonne, Leben, prallt hernieder.
Auch wenn Augen es nicht sehen.
Gehet vorwärts bleibt nie stehen.
Tönet dralle Jubellieder.




 ©picture&poem by: HertWortranken aka ChapTer Kronfeld







31 Dezember 2013

JAHRESRÜCKBLICK 2013


©picture by: ChapTer Kronfeld

JAHRESRÜCKBLICK 2013

Wissen macht MACHT.
"Das kleine Einzelwissen des einfachen Bürgers auf der Straße bildet ein kleines Wissenspotential. Das vielfache Wissen vieler einfacher Bürger auf der Straße kann eine Vielfache Kraft der Straße darstellen. Das gesamte Wissen Aller Bürger kann zu einer Allmacht der Straße werden."
©citation by ChapTer Kronfeld









25 Dezember 2013

WAS WÄRE WENN





WAS WÄRE WENN


Ach, herzig Christkind, ärmlich Balg.
Lagst trostlos auf dem kalten Stroh.
Das weiß die Welt, ganz ohne Schalk.
Europas Politik wär froh,
Wenn du geboren, heut' zum Fest.
Wir gäben Bettstatt, Freiheit, dir.
Als Flüchtling der sein Land verlässt.
Der flieht im Schiff, als Passagier.

Müsst' kommen übers Mittelmeer.
Mit einem schrottig' Schleuserboot.
'ne Heimstatt fändest, nimmermehr.
Hier gäbs kein Sonderangebot.
Du wärst gewohnt, von dazumal
Viel Eiseskälte um dich rum.
D'rum wärs' für uns auch kein Skandal,
Wenn du ersöffst, im See, ganz stumm.



 © picture & poem by: HerrWortranken 





23 Dezember 2013

GEDANKENSPLITTER AM WEIHNACHTSABEND



GEDANKENSPLITTER AM WEIHNACHTSABEND

 

ABKEHR

Wer's Weihnachtsfest
Hasst wie die Pest.
Soll' lösen flott,
Jedweden Schrott.



ENTSCHWUNDEN

Wer's Weihnachtsfest
Links liegen lässt.
Dem Seelentrost,
Verloren. Prost.


IGNORANZ

Wer's Weihnachtsfest
Total ersetzt,
Mit Alkohol
Wirkt kein Stück cool.



BEGLÜCKUNG

Wer's Weihnachtsfest
In Ost und West,
Freudig begeht,
Lebt aufgedreht.


©picture&all poem by: ChapTer Kronfeld





 




18 Dezember 2013

OHNE WORTE FÜR DEN MÜLL



OHNE WORTE FÜR DEN MÜLL

 

Es wurd' geboren, aus dem Mut
Der zweifelhaft' Genossengunst.
Mit schwarzer Seele, rotem Blut,
Ein Parlament mit Schauspielkunst.

Schuster bleib' bei deinen Leisten.
Ein weiser Spruch, aus einstig Zeit.
Jetzt sind Sozis die Vergreisten.
Da hilft kein Jammern, wenn's euch tut leid.

Zügig Presse. Hehre Fotos.
Überall im Land vertrieben.
Wo der Inhalt bleibt, so trostlos
Wird's Gefüge Nichts besiegen.

Schade für die Druckerschwärze.
Vergeudet jetzt ist die für'n Arsch.
Seh' auch keinen Sinn für Scherze.
Lasst blasen uns, denen den Marsch.




 ©poem by: ChapTer Kronfeld






17 Dezember 2013

GEDANKENSPLITTER ZUR WEIHNACHT






GEDANKENSPLITTER ZUR WEIHNACHT

 

 

GLAUBE
 
Wer Weihnacht' glaubt
Alles sei Mist,
Ist hirnverstaubt
Und Pessimist.

 



NAHRUNG

 
Wer Weihnacht' säuft
Hat einen Grund.
Trotz Lallen läuft
Danach nichts rund.






HOFFNUNG
 
Wer Weihnacht' weint
Und Tränen wischt,
Mag nichts Gereimt',
Auch kein Gedicht.




 

ZUKUNFT
 
Wer Weihnacht' lacht,
Sich auch nicht schont,
Bei Tag und Nacht
Sein Leben lohnt.



 ©picture & all poem by: HerrWortranken






12 Dezember 2013

STERBLICHER









STERBLICHER 
 
Er wurde geboren in Freiheit. Gesund. 
Mit Augen zu Sehen, zum Reden den Mund. 
Die Kleidung zum Schutze, vor Kälte gedacht. 
Mit Sinn für Gerechtes, am Tag und bei Nacht. 
Dies alles erhielt er vom Leben gewährt. 
Zum Nutzen in Freisein, das Tugend sich nährt. 
So war es seit Göttergedenken. 

 Leichtgläubig erlag er dem teuflischen Plan. 
Derer, ohne Kultur mit faulendem Zahn 
Sich seh'n, als wahre Hüter der Weltherrschaft. 
Doch eine Demokratie, sie nie geschafft. 
Diese gallig' Herrscher, die Waffenträger, 
Niemals deine Freunde, sondern nur Schläger. 
Und sie prügeln die Freiheit, von Heute. 

  Als Menschen autark, sind wir nicht euer Vieh. 
Woll'n Leben und Sterben in Eigenregie. 
Unser Denken, auch Handeln, geht euch Nichts an. 
Verschwindet vom Acker und weidet im Schlamm 
Eurer menschenverachtenden Weltensicht. 
Kommt aus dem Dunkeln und zeigt euer Gesicht. 
Dass die Götter über euch richten. 


  
  
          
   © bild & ballade by: HerrWortranken










09 Dezember 2013

IRREPARABEL

 

IRREPARABEL

 

Ein hohl geschabtes Elektron
Wurd' trotz der Massen, die mit Hohn
Und plakativen Fingern dann
Es stülpten um, wie einen Schwamm
Zu seinem eignen Spiegelbild.
Wir seh'n, die Außenseite quillt
Jetzt auch noch über manchen Rand.
Begreifens nicht, den'n fehlt Verstand.


So sind die Gelben nur Gefahr
Für Ihresgleichen, jedes Jahr.
Zweitausendsiebzehn woll'n sie zieh'n
Mit planlos' Ziel, auf nach Berlin.
Wer weiß, was dann uns alles blüht.
Jetzt nachzudenken, wär' verfrüht.
Die Hoffnung stirbt im letzten Akt.
Der Vorhang fällt. Nichts mehr intakt.


 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld







08 Dezember 2013

GEDANKENSPLITTER IM ADVENT




GEDANKENSPLITTER IM ADVENT

 

VOLKSWIRTSCHAFT

Advent, der rennt.
So schnell dahin.
Der Mensch verkennt
Den tief'ren Sinn.



SPORT

Es rennen auf
Des Berges Höh'n,
Nur Deppen rauf,
Runter zu sehn.



MÉNAGE-À-TROIS

Oft scheint genau,
Wenn man's betracht',
Zwei Mann und Frau,
Nur einer lacht.



LUST

Der Eine kann,
Die And're will.
Wenn unten Mann,
Wird's oben schrill.




 ©picture&all poem by: ChapTer Kronfeld






25 November 2013

XENOPHOBIE





XENOPHOBIE

Bürger, die sich's Maul zerreisen. 

Meist von Haus aus Braunes scheißen. 

Dumpfe Ethik sie verbreiten. 

Mit der Nachbarschaft sich streiten. 
  
Heben allzu oft den Finger, 

Wähnen sich als Meisterringer 

um zu zeigen, das sie besser. 

Liefern Fremde gern ans Messer. 



Wenn ihr traut, euch gleich zu wehren, 

Um zu zieh'n daraus manch' Lehren. 

Wenn ihr werft mit Argumenten 

Gegen diese Insolventen, 

Nationalen Dünnbrettbohrer. 

Bleibt die Zukunft meist, wie vorher. 

Nur mit Respekt, und Empathie 

Wird Hoffnung dann, Demokratie. 
  

 
 © picture & poem by: HerrWortranken             





23 November 2013

MEISTERGEISTER




MEISTERGEISTER


Gewohnheitsmäßig in der Nacht
Und oft hinein bis Morgenluft,
Verklemmten Sinne mich, sehr sacht,
In ihren Fängen mit dem Duft
Aus Süßlichkeit der Phantasie.
Gestaltend werkelten für mich
Und okupierten die Regie
Für meine Hand, die malt' den Strich.

So rief' ich über'n Tag manch' Geister.
Die sich dann fanden, oft in mir.
Heiter traumbekränzte Meister
Gebierten Lyrik auf Papier.
Das Texten war mein ständig' Tun.
Oft schwelgend Treiben, mit viel Witz
Schrieb meine Feder, so wie nun,
Manch' ausgefuchsten Geistesblitz.
 

 
 © picture & poem by: HerrWortranken aka ChapTer Kronfeld


14 November 2013

GASSEN(sc)HAUER




GASSEN(sc)HAUER


Alle Wege möcht ich gehen.
Ohne Blut an meinen Zehen,
Die schon schmerzhaft sind vom Treten
In Gesäße, die da reden,
Einerseits vom Schutz, beim Handy,
And‘rerseits sei Schnüffeln trendy.
Jeder Bürger sollte zeigen,
Den Behörden, einzig Schweigen.
Keine Auskunft, wo wir stehen,
Selbst wenn Ämter uns beflehen.
Uns're Gassen, die wir nutzen.

Lassen wir uns niemals stut
zen.
 
 
 © picture & poem by: HerrWortranken        







24 Oktober 2013

NIEMALS SO NETT DAS SONETT


... sie war so_nett ...





NIEMALS SO NETT DAS SONETT

Ich traf sie. Lange her. Es war sehr vage.
Diese Frau erschien mir gleich doppelt so nett,
Als jene Anderen, aus dem Tanzballett.
Sie war die Meine, nun für alle Tage.  


Nach Wochen erstmals stellte ich die Frage.
Warum erscheinst von vorne du, wie ein Brett?
Ohne Busen. Hast auch sonst nirgendwo Fett.
Die Antwort formulierte sie als Klage. 


Mein Lebtag lang sehnte ich mich nach Liebe.
Oft wurde ich geschlagen und getreten.
Zum Frühstück bekam ich oft drei Hiebe. 


Auch mußte ich den ganzen Tag lang beten.
Doch eines Tages kamen fünf Diebe.
Die taten den Busen dann flacher kneten. 


© Bild & soNETT  by HerrWortranken 











18 Oktober 2013

eisfüße



eisfüße


blätter im forst
liebe im frost
Menschen im wald
winter kommt bald

wird dann nicht schön
förster wird sehn
gleich deine tat
besser wär‘s bad

mach es daheim
beim kerzenschein
hast dann mehr ruh
nackt ohn‘ tabu

jetzt die moral
denk‘ rational
spaß erleben
lässt sex schweben


 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld







14 Oktober 2013

TATORT



TATORT

Die Schwiele hat sich einen Zorn gepachtet.
Sieht nichts. Es hängt ein Dunst vor ihrem Auge.
Das Hühnersehorgan verklebt, es schmachtet,
Nach frischer Luft. Will raus aus dieser Lauge.

Die angesammelt sich in derbem Schuhwerk.
Benannt wird sie auch oft als Käsesoße.
Dick ist's, das Auge, doch wirklich nur ein Zwerg.
Gefangen ohne Brille, Hut und Hose.

So verzehrt es, stetig sich in seiner Wut,
Einmal jetzt rauszukommen aus der Socke.
Drückt und quetscht bis alles Rot gefärbt mit Blut.
Gern wär es jetzt schneeweiß, wie eine Flocke.

Doch Zweckarbeit verursacht oftmals Spuren.
Gib niemals auf den Wunsch nach klugen Zielen.
Wer dies erfüllt sich auf den Lebenstouren.
Fortan, er zeigt auf seiner Seele, Schwielen.

Trag diese Hornhaut dann mit Stolz und Würde,
Jetzt bist du Mensch und solcher auch geblieben.
Freigeist gepaart mit Herz, nimmt jede Hürde.
Vertrau nur dir und Taten deiner Lieben.



 ©picture&poem by: ChapTer Kronfeld