alle dissen.
09 März 2022
ANTICHRIST
alle dissen.
08 März 2022
AUSGEBOMT
Leere Augen seh'n mich an
In der Ecke weint ein Mann.
Sauerstoff verschwindet leise
Kellerluft — wann geht die Reise
Nach dem besseren Leben los.
Freiheit ohn' den Freund — den Mann.
Kann nicht denken — dieser Wahn
Macht uns fertig — altert alle.
Auf der Flucht
Vorsicht
Sprengfalle.
Angekommen alle Körper.
Hinter'm Schlagbaum
Ohne Mörder
Die durch's Kremellügenmaul
Unschuldig' Welt
Verbrennen woll'n.
Demnächst spüren diese Hunde
Uns'ren Zorn und göttlich' Grollen.
Leere Augen seh'n mich an
07 März 2022
AUGENBLICK
| ☮ 🇺🇦 ☮ |
schau in diese kleinen augen
sie vergaßen ihre jugend
lethargie lebt ohne glauben
stummer schmerz als einzig' tugend
kinder heute sind vergreist
stumm geworden wie ein geist
alte weinen trock'ne tränen
niemand braucht sich darob schämen
krieg ist schlimm
doch schlimmer noch
ist perfider völkermord
06 März 2022
WO
!B
| ☮ 🇺🇦 ☮ |
Es gibt kein Oder — oder so..
Es gibt nur eine Frage — Wo.
Wo bleibt die Einsicht
Wo die Logik
Wo ist der Wille
Wo Agogik.
Es gibt nur ein's
Bei uns hinieden.
Absolute Einsicht
FRIEDEN.
Wo ist der Mensch im Menschen.
Wo bleibt die Antwort auf ein Wenn.
Was wäre wenn
Wenn plötzlich Krieg
Vergangenheit gewesen
Und niemals mehr
Die vielen Toten
Unsinnig liegen 'rum am Straßenrand
Um einsam zu verwesen.
Es gibt nur ein's
Bei uns hinieden
Ein großer Wunsch
Hier jetzt hinieden
Ein einzig' Wunsch
👇
👆
05 März 2022
QUAL
| ☮ 🇺🇦 ☮ |
Weine Welt und schäm' dich nicht
Universum wende dich
Nicht von uns und schau genau
Auf die genozide Schau
03 März 2022
WENDEPUNKT
| ☮ 🇺🇦 ☮ |
Dem Zerstören — euren Nöten
Euren Sorgen um die Zukunft.
Glaubet fest — bald siegt Vernunft.
02 März 2022
GELD
Wo bist gewesen
Als der Urian wurd' hofiert.
Heute weiß man
Das die Worte
Fehl im Bundestag
Dem Hohen Orte
Damals schon
Des Menschen Freiheit
Korrodiert.
Schiss den Köder.
Defäktierte dann die Worte
Über diesen Hirnrissteufel
"Lupenreiner Demokrat".
Gerhard — wieviel Blutgeld hast' gescheffelt
Für den Judaslohn
Verrat.
Leg' dich in die Grube nieder
Das man niemals mehr dich riecht.
Kein Genosse — nur PFUI DEIBEL.
01 März 2022
VIERHUNDERTVIER
OOPS, WE CAN'T FIND PEACE
Either sometimes went wrong of the Peace doesn't exist anymore
OOPS, WIR FINDEN KEINEN FRIEDEN
Entweder ging mal was schief oder der Frieden existiert nicht mehr
27 Februar 2022
KRIEGSPOESIE
!B
| ☮ 🇺🇦 ☮ |
an dem die freiheit starb
an dem die alten weinten
wie ein kind
an dem die iwans ohne grund
geschwind
den bruder und die schwester
morden
ohn' sinn
IHR GÖTTERMACHT
WO TRIFFTET DIESE WELT NOCH HIN
26 Februar 2022
FREIHEITSWILLE
25 Februar 2022
GEbILDE
GEbILDE
Ich schritt dereinst dem Sonnenstrahl
Hinan zu höher'n Sphären.
Fand dort den Phantasieopal
Versteckt von Kunsthetären.
Sie schmeichelten dem Federkiel
Und warfen hin und her — im Spiel
Buchstaben — die dann Wörter formten
Bis Sätze sinnvoll' — Lyrik normten.
Ich war gekoppelt durch das Band
Mit dem mein Geist verbunden war.
Dies alles scheint nur sonderbar
Für jene — die dies' nun negieren.
Heut' kann mein Herz mit euch parlieren.
24 Februar 2022
SCHMUDDELKIND
| ☮ 🇺🇦 ☮ |
SCHMUDDELKIND
Wir haben’s genossen
Weit über siebzig Jahr
Den Frieden Europas
Es war wunderbar.
Wo immer wir hinschauten
Nach oben — nach unten
Wir waren zufrieden
Glaubten
Ewig Glück sei gefunden.
Ein Teufelsherz
Gefüllt mit Despotenblut
Zeigt am heutigen Donnerstag
Die Fratze des Despoten Wut
Der in Großmannssucht
In seinen viel zu großen Stiefeln
Versucht
Die Erde neu einzuteilen
Um aufzuwiegeln.
© Text & Bild by: HerrWortranken
21 Februar 2022
LEERBUCH
Des Buches Zeilen dich verwirren
Es ist ein Hin und Her — ein irren.
Du suchst verzweifelt Punkt und Komma.
Suchst Text — doch findest nur das Stigma
Der ausgeprägten Löcherstory.
Nun siehst im Geist nur Aporie.
Oh, herrliches gebund'nes Buch
Mit fehlend' Lettern wirst zum Fluch
Des gierig Suchenden — nach Wahrheit
Wirst nie erlangen — Götterklarheit.
12 Februar 2022
ZWEI
!B
Nehmt euch doch mal 'ne zwei —
jetzt doppelt jene.
Dreht eine um —
und stellt euch vor,
die szene.
Schiebt beid' zusammen —
brust an brust.
Berührung jetzt —
vorbei der frust.
Die zwei wurd' so
gewandelt in ein einzig' herz.
Kann fröhnen jetzt
in liebe lust mit gier
und schmerz.
© Text & Bild by HerrWortranken
09 Februar 2022
PRÄTERITUM
PRÄTERITUM
Wenn wir uns trafen
Das Port'monnaie
Wie immer
Leer.
Zu einer Zeit
Als jener NaegeliSprayer
Strichwesen sprühte
Sehr viel in Zürich — clever.
Auf schöne Wohnfassaden brachte
Und damit jedem Hausbesitzer
Ärger machte.
S'ist einerlei — die Zeit vorbei.
Es war die Zeit
Als wir von Ordnungshütern Abstand hielten.
Des Abends dann zum Hades gingen.
Der Messiekneipe — dem Viehmarkt nah
Geruch im Inn'ren oftmals Bah.
Wo manche Anzugträger dealten
Die sich besonders clever fühlten.
S'ist einerlei — die Zeit vorbei.
Ein häufig Gast — Frührentner Friedrich
Der öfter F.Villon zitierte — weitlich.
Oder der Günter, der oftmals immitiert
Als Busfahrer
Sein' Auftritt initiiert.
S'ist einerlei — die Zeit vorbei.
Lang' lange her, die Zeit
Als wir so unbekümmert waren
In einer Welt
Die auf uns wartete
Mit spannenden Ideen.
S'ist einerlei — die Zeiten
05 Februar 2022
MUSENKUSS
!B
Wer sammelt sie
Die splitternden Gedanken.
Zerbrochen Manche
Wie abgeschliff'ne Planken
In tosend Meer
Der Wirrheit Ozean.
Oh Gottheit
Braga und Apollon.
Ich bitt' euch
Verwirklicht meinen Plan
Und bringet eiligst beide Musen
Kalliópeia und Euterpe mir
Auf das ich Worte finde
Wie im Wahn
Zur Niederschrift.
Damit das Lesen wachse
Und Menschensinne
Der Götter Größe
In rankend Satzgebild' erleben.
Auf jener Achse
Zwischen Himmelsrund
Und der bescheid'nen Erde.
Jetzt spüre ich
Erleuchtent Größe
Die mich zur Zeit
Im Kopf bemüht.
Durch Musenkuss
Der Federkiel erglüht.
Bin nun ermattet
Und verwöhnt.
Nun können alle Worte ranken.
Hinaus ins Freie
Auf das der Ruf
26 Januar 2022
ILLUSIONEN
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(Hermetik)
die schweigend ruht
das petrus wacht,
bis mir das blut
ins herze fließt
blumen gießt.
fühl' jetzt die nacht
die immer wieder
zeiget
der tonlos' lieder,
doch nie gekürt,
seit tagen
mich verbrennen.
es quälet mich
doch stark bin ich
© Text & Bild by HerrWortranken
13 Januar 2022
MUTVOLL_WUTVOLL
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Was kümmert's mich
Was gestern ich gedacht,
Was meinem Geist entsprungen.
Durch Gestik meines Mundes
Sich in der Lebensluft
Die mich umgibt
Verpufft.
Nur als Erinnerung
Sich mehr und mehr verblasst,
Dem Erdenrund entzieht.
Doch NEIN
Erwehre mich
Mit jeder Faser des Papiers
Auf dem all Äußerungen
Sich mit der händisch Tinte
Eingelagert hat.
Mit diesen hehren
Worten
An allen Orten
Dieses Landes
Ohn' Anseh'n eines Standes
In dem ich leb'
Lest meine Worte
Diese Strammen.
Zerbrochenen Glasgefäßen
Euer Rhythmus schreit eine seelenlose Schwingung
Der alle Zeiten
Ergeht euch bitte, nur ein einziges Mal,
Bedenkt,
09 Januar 2022
KONSEQUENZ
Ich wär' so gern in einem Land
Das mich von Kindheit an verband.
Würd' gerne bleiben — denke halt
Dort könnt' ich leben, bis ich alt
Des Lebens und der Liebe wegen.
Am Tag bringt Sonne und der Regen
Wachstum — zum Atmen — reine Luft
Doch ausgeträumt — der Wunsch verpufft
Wenn ich den Götzen Blödheit sehe
In fernen Städten — und der Nähe
Der angebetet von so Vielen
Nur auf Zerstörung aus — mit Zielen
Gesellschaft in den Abgrund treiben
Doch
Wir steh'n am Rande dieser Welt
Die schwerlich nur zusammen hält
Was uns're Vorfahr'n noch gewohnt
In Zeiten, als Natur geschont.
Sie zu erhalten war Prämisse
Damals war sie noch ohne Risse
24 Dezember 2021
VERLOREN
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Aus einer Laun' heraus
Nun Herzeleid mit Wunden
Allein bleibt er im Haus
Er weinet Tag und Nacht
Verlorene Zweisamkeit
||: Vergessen, wie man lacht. :||
Die Liebe die verloren
Davon die Zeile künd'
Wir hatten uns geschworen
Allzeit die Lieb' — sie grünt.
Gedanken leben lang'
Lass' uns es wiederholen
||: Doch diesmal ohne Zwang. :||
19 Dezember 2021
NOTENSPIEL
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Heute lass' ich mich umgarnen
Heute will ich mit dem Weibe
Heute wurden Träume wahr
© Text & Bild by HerrWortranken
15 Dezember 2021
UTOPIE
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Den eig'nen Schritt verkaufen kannst an einen Lahmen
Dann bist gewiss, von der Penatenwelt*
Dann kannst besitzen alles Gold der Erde ohne Geld
Könntest Erfüllen vieles — für dich und alle Ander'n
13 Dezember 2021
WIR WAREN
Wir waren die,
Die sich die Haare wachsen ließen.
Wir waren die,
Die keine Heimatlieder summten.
Wir waren die,
Die damals sehr sehr jung
Den Scheitel mit Fassonschnitt
Nicht mehr akzeptierten.
Wir waren die,
Die unbewusst
Sich gegen gängig' Normen
Und schwelend Nachkriegsmuff erwehrten.
Wir waren die,
Die Freiheit dachten
Und sich von Jubelpersern prügeln ließen.
Wir waren die,
Die damals das sit-in erfanden.
Wir waren die,
Die nach den Pilzfrisuren gierten
Und die als Gammler
War'n verschrien.
Wir waren die,
Die von der Bürgermeinung fortgewünscht
Dorthin wo Pfeffer wächst.
Wir waren die,
Die ihren Geist benutzten für Kritik
Und heiligen Protest.
Wir waren — sind nicht die,
Die so wie ihr,
Nur kriminell,
Geimpfte
Nach dem Leben trachten.
11 Dezember 2021
AUFBRUCH
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AUFBRUCH
In Einsamkeit verlassen
Ein Start mit Sorgen
Auf düst'ren feuchten Gassen
Mit schlurfend Schritt — mit hängend Kopf
So wankt er hin, der einsam' Tropf.
Doch Zwiespalt dümpelt ihm im Herzen
Gleichzeitig Hoffnung, versus Schmerzen.
Den er im Herzen spüret — Frust.
Sie hat den Haushalt ihm besorgt
Sie war der Fels in seinem Leben
Nun fühlt er Trauer — tiefe Gräben.

